Liina Lukas ist Professorin für vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Tartu. Ihre Forschungsinteressen umfassen die estnisch-deutschen literarischen Beziehungen (gegenseitige Wahrnehmung, historische Mehrsprachigkeit, gemeinsames Kulturerbe, die Folklore als Inspirationsquelle der baltischen Literaturen etc.), mit Schwerpunkt auf der baltischen Aufklärung und Romantik sowie der Literatur um 1900, methodologische und theoretische Fragen der Komparatistik aus der Perspektive kleiner Literaturen, literarische Übersetzung und Rezeption usw. Seit 2001 organisiert sie internationale Symposien zur baltischen literarischen Kultur, die Forscher aus verschiedenen Fächern, die an der baltischen Kulturgeschichte interessiert sind, zusammenbringen. Sie ist Chefredakteurin der achtbändigen Kollektivmonographie Geschichte der baltischen literarischen Kultur (der 1. Band ist 2021 auf Estnisch erschienen, der 2. Band ist im Erscheinen; eine deutsche Übersetzung ist geplant). Sie ist die Vorsitzende des Estnischen Vereins für Vergleichende Literaturwissenschaft und der Estnischen Goethe-Gesellschaft; Leiterin der Digitalen Textsammlung der älteren Literatur Estlands EEVA (www.kirmus.ee/eeva); korrespondierendes Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Ausgewählte Publikationen:
- Herausgeberin der Sondernummern „Lyrical Poetry as a Factor in the Formation of Literary Cultures“ der Zeitschrift Interlitteraria (1 und 2/ 2023);
- „Entangled languages in the poetry of the Baltic countries“ der Journal of Baltic Studies (4/2023)
- „Lenz und Livland“ des Lenz-Jahrbuches (2023, 2024)
- Medien der Aufklärung. Aufklärung der Medien. Die baltische Aufklärung im europäischen Kontext“ (Mithg., 2021)
- „Herder on Empathy and Sympathy“ (Mithg., 2020)
- „Politische Dimensionen der baltischen literarischen Kultur“ (Mithg., 2018)
- „Baltisaksa luule antoloogia“ (Anthologie der deutschbaltischen Lyrik, Mith., 2025)
- „Nõmmeroosike. Goethe luule eesti keeles“ (Heidenröslein. Goethes Lyrik in estnischer Übersetzung) (Mithg., 2021).

