Triin Metsla ist Doktorandin und Dozentin am Institut für Kunstgeschichte und Visuelle Kultur der Estnischen Kunstakademie. Ihre Forschungs- und akademischen Interessen konzentrieren sich auf die Konstruktion von Kunstgeschichte und Historiografie – wie Kunstgeschichte durch soziologische und politische Prozesse und die dadurch entstehenden Ungleichheiten geprägt wird. In ihrer Doktorarbeit untersucht Metsla die Notwendigkeit einer De-Kanonisierung, die Rolle der Kategorisierung bei der Bildung von Hierarchien und die prolematische Rolle von Archiven bei der Konstruktion von Kunstgeschichte. Als Dozentin befasst sie sich mit der Beziehung zwischen globaler zeitgenössischer Kunst und dem Kunstmarkt sowie mit theoretischen Fragen der Kunst. Neben ihrer Forschungstätigkeit ist Metsla auch als Kuratorin für zeitgenössische Kunst tätig. Metsla studierte an der Universität Wien, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Université de Cité in Paris und arbeitete als kuratorische Assistentin in mehreren internationalen Projekten. Im Jahr 2018 verteidigte sie ihre Masterarbeit an der Estnischen Kunstakademie über estnische Exilkunst in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.