Call for Contributions: Viele Gesichter von Populismus
Formen und Dynamiken populistischer Bewegungen in historischer Perspektive
Der politische Aufstieg autoritärer populistischer Regime gefährdet die Demokratien in verschiedenen Teilen der Welt. Die Zustimmung gewichtiger Teile der Öffentlichkeit ist das Ergebnis eines komplexen Prozesses politischer Mobilisierung, der von Polarisierung und Krisen lebt. Gerade der Rechtspopulismus spricht das Bedürfnis an, das „authentische Selbst” wiederherzustellen, das durch die feindselige Einmischung eines imaginären kulturellen „Anderen“ verloren gegangen sei, das bekämpft und besiegt werden müsse. Neben der Propagierung traditioneller Werte und Lebensformen (z.B. durch die inzwischen international sichtbaren „Tradwifes“) haben Rassismus und Antigender-Bewegungen zur politischen Mobilisierung der "politischen Mitte“ geführt. Durch sie erfahren die Versuche, politische Rechte einzuschränken, eine kulturpolitische Rahmung. Gerade „Gender“ ist zum Codewort und Kitt dieser Bewegung geworden.
Ausgehend von diesen aktuellen Beobachtungen möchte der Themenschwerpunkt historische und gegenwärtige Formen von Populismus im östlichen Europa vom späten 19. Jahrhundert bis ins frühe 21. Jahrhundert vorstellen. Wir freuen uns sowohl über Hintergrundartikel wie auch über exemplarische Geschichten zu unterschiedlichen Facetten von Populismus, die beispielsweise anhand einer Fotografie, eines Plakats, eines Filmausschnitts oder eines Artefakts / Objekts erzählt werden können. Ziel ist es, unterschiedliche populistische Bewegungen und Haltungen im östlichen Europa für eine breite Öffentlichkeit verständlich darzustellen. Es sind Beiträge über die gesamte Region des östlichen Europas und ihre Verflechtungen willkommen. Folgende Themen sind von besonderem Interesse:
Ausgehend von diesen aktuellen Beobachtungen möchte der Themenschwerpunkt historische und gegenwärtige Formen von Populismus im östlichen Europa vom späten 19. Jahrhundert bis ins frühe 21. Jahrhundert vorstellen. Wir freuen uns sowohl über Hintergrundartikel wie auch über exemplarische Geschichten zu unterschiedlichen Facetten von Populismus, die beispielsweise anhand einer Fotografie, eines Plakats, eines Filmausschnitts oder eines Artefakts / Objekts erzählt werden können. Ziel ist es, unterschiedliche populistische Bewegungen und Haltungen im östlichen Europa für eine breite Öffentlichkeit verständlich darzustellen. Es sind Beiträge über die gesamte Region des östlichen Europas und ihre Verflechtungen willkommen. Folgende Themen sind von besonderem Interesse:
- Einschränkung von Frauenrechten,
- Anti-Gender-Politiken,
- Anti-LGBTQAI+-Politiken,
- Rassismus als Mittel zur Exklusion,
- Rückbesinnung auf ‚nationale‘ Werte in autoritären Regimen und ihre Propagierung,
- Anti-Globalismus / Antisemitismus,
- „Progressivismus“ als Feindbild,
- Fake News, Verschwörungstheorien, Desinformation als Mittel populistischer Politik.
Aufgerufen wird zur Einreichung von Beitragsvorschlägen unterschiedlichster Formate und Inhaltsformen, von niedrigschwelligen Einführungsformaten bis hin zu vertiefenden Hintergrundartikeln zu spezifischen Fragestellungen. Die maximale Textlänge beträgt 12.000 Zeichen einschl. Leerzeichen. Weitere Textformen, beispielsweise zur Vorstellung historischer Persönlichkeiten, für Objektgeschichten oder zu ausgewählten historischen Quellen können auch deutlich kürzer ausfallen (4.000-6.000 Zeichen).
Beiträge ab einer Länge von 10.000 Zeichen werden parallel auf dem Publikationsserver des Herder-Instituts publiziert und mit einer DOI versehen. Darüber hinaus verfügen alle Beiträge im Portal über eine Zitierempfehlung, Permalinks und Lizenzhinweis. Sämtliche Beiträge werden zweisprachig publiziert und ins Englische übersetzt (bei Bedarf können Beiträge auch auf Englisch eingereicht und ins Deutsche übertragen werden). Benötigt wird für jeden Beitrag mindestens eine attraktive und hochaufgelöste Illustration mitsamt Bildunterschrift und erfolgter Rechteklärung. Die eingereichten Beiträge werden im Rahmen eines internen Begutachtungsverfahrens lektoriert. Alle Autor:innen behalten die Nutzungsrechte für Ihre eigenen Texte. Weitere Hinweise für Beiträger:innen, zu Illustrationen und Schlagwörtern erhalten Sie im Portal selbst sowie auf Anfrage unter copernico@herder-institut.de. Es gelten die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis.
Dieser Themenschwerpunkt wurde unter anderem durch die Cost Action CA23149 "Democratization at Stake? Comparing Anti-Gender Politics (LINK) in CEE and NME" angeregt und wird durch diese mitbearbeitet. Einschlägige Texte werden auch als Teil der Transferaktivitäten (OERs) publiziert.
Einsendeschluss und Termine:
Bitte schicken Sie bis zum 23.April 2026 ein Abstract von max. 300 Wörtern mit einer kurzen Beschreibung des geplanten Beitrags an copernico@herder-institut.de Sie erhalten Rückmeldung bis zum 22. Mai 2026, ob der Beitrag zum Themenschwerpunkt zugelassen ist. Einsendeschluss der fertigen Beiträge ist der 15. September 2026. Im Anschluss erfolgt die Begutachtung.



