Autobiographie eines jüdischen Jugendlichen
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Transkription (Polnisch)
Potrzebowałem wtedy odpoczynku po przebytych trudach roku szkolnego. Ale nie mogłem nawet myśleć o tem. Ojciec miał tylko jednoroczną posadę, a później zarabiał tylko do- |75| rywczo, podczas świąt i sobót.To też nie miałem odpowiednich warunków, aby wyjechać na świeże powietrze. Jedynym moim towarzyszem podczas wakacyj był kolega Baum. Był to młodzieniec przebiegły, prawie o 2 lata starszy ode mnie. Miał jednak jednak jedną wadę – był zagorzałym komunistą. Jako dziecko biednych rodziców, cierpiał w domu głód i nędzę. Widząc, w jakim zbytku żyje większość jego kolegów szkolnych, buntował się i starał się mnie przekonać, że jedynym ratunkiem przed kryzysem jest zaprowadzenie ustroju komunistycznego. – Mówił tak przekonująco i z takim zapałem, że nieraz przyznawałem mu rację. Przytem był on ateistą i stałym czytelnikiem „Wolnomyśliciela Polskiego” „Wolnomyśliciela Polskiego” Dt. Polnischer Freidenker. Organ des antiklerikalen und libertinären „Polski Związek Myśli Wolnej“, als Monatsschrift zwischen 1928 und 1936 erschienen. (z Warszawy).
Translations
Übersetzung (Deutsch)
Autobiographie eines jüdischen Jugendlichen
Dubno (Bevölkerungszahl 2021: 36.901) ist eine Kreisstadt in der Oblast Rìvne im Nordwesten der Ukraine. Der seit dem 12. Jahrhundert auf dem Gebiet der historischen Region Wolhynien gelegene Ort erhielt 1498 Stadtrechte. In der Stadt ließ sich jüdische und armenische Bevölkerung nieder. Nach dem Fall des ruthenischen Königreichs fiel Dubno schließlich an Polen. 1795-1921 gehörte sie zu Russland. 1939 wurde Dubno von der Sowjetunion annektiert. 1939-1941 wurde in der Stadt ein Zwangsarbeitslager für polnische Militärangehörige errichtet. Während der deutschen Besatzung 1942 wurden die Juden – die damals zahlreichste Bevölkerungsgruppe der Stadt – im Dubner Ghetto eingeschlossen und nach wenigen Monaten umgebracht. 1944 wurde Dubno durch die Sowjetunion erobert und in die Ukrainische Sowjetrepublik eingegliedert.
|70| Am meisten von allen mochte ich den Erdkundelehrer Herrn Urbanski. Obwohl er ein gläubiger Christ war, war eher gegenüber Juden sehr freundlich gesinnt. In seinem Unterricht lobte er öfters den Beitrag von Juden auf dem Feld der Kultur. Er sagte, dass die jüdische Nation trotz ihrer geringen demographischen Stärke dennoch den größten Respekt verdiene, da sie solche Köpfe wie Spinoza, Ilja Metschnikow Ilja Metschnikow Elijasz Miecznikow, auch: Ilja Iljitsch Metschnikow (1845–1916), Zoologe, Bakteriologe und Immunologe, berühmt für seiner Forschungen zur Cholera. , Ehrlich, Einstein usw. hervorgebracht habe. Die „Gojim” konnten das nicht aushalten. Wann immer Prof. Urbanski auch nur anfing, etwas über Juden oder über den Zionismus zu sagen, fingen sie an, zu pfeifen {und mit den Füßen auf den Boden zu trommeln} (
Kommentar
Nach dem Start im Jahr 1932 handelte sich bereits um die zweite Auflage des Autobiographie-Projekts, das Dr. Max Weinreich, der Begründer der Abteilung für Yugntforshung (kurz: Yugfor) am YIVO, als kostengünstigen und effektiven Weg zur Gewinnung qualitativ hochwertiger sozialwissenschaftlicher Forschungsdaten über die jüdische Jugend in der Zweiten Polnischen Republik initiierte. Das Vorhaben war auf der Höhe der Zeit und interdisziplinär informiert: Es rezipierte sowohl das vom Spiritus Rector der polnischen Soziologie, Florian Znaniecki, entwickelte Instrument des autobiographischen Wettbewerbs und modifizierte sich nach längeren Forschungsaufenthalten an der Yale University bei dem Anthropologen Edward Sapir und dem Soziologen John Dollard sowie in Wien bei der Entwicklungspsychologin Charlotte Bühler als auch im Austausch mit dem Psychoanalytiker Siegfried Bernfeld, der die Jugendforschung ebenso wie die psychoanalytische Pädagogik disziplinär mitbegründete.1
Gerade letzteres macht deutlich, dass es nicht allein um die sozioökomischen Verhältnisse ging, in denen jüdische Jugendliche im jungen und besonders schwer von der Weltwirtschaftskrise getroffenen polnischen Staat erwachsen wurden. Ganz im Gegenteil wurden die Schreibenden zur Introspektion und Selbstreflexion aufgerufen, um auch scheinbar Banales, das ihnen in den Sinn kam, zu berichten. Das Interesse am Wettbewerb lässt sich nicht nur an der hohen Anzahl von Einsendungen ablesen, sondern auch an der Länge der Beiträge. Der Durchschnittsumfang der Einsendungen von 59 Seiten übertraf die Mindestanforderung von 25 Seiten deutlich, meist handelte es sich um handbeschriebene Schulheftseiten.
Henryk Szerman wurde am 11. November 1915 in
Odessa ist eine Metropole in der südwestlichen Ukraine und hatte 2019 rund eine Million Einwohner. Sie liegt ca. 480 km südlich von Kiev, nahe der Grenze zur Republik Moldau und direkt am Schwarzen Meer. Odessa ist die wichtigste Hafenstadt der Ukraine.
Aufgrund des Krieges in der Ukraine ist es möglich, dass diese Informationen nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.
Riwne ist eine Großstadt im Nordwesten der heutigen Ukraine. Sie wurde 1283 erstmals erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte gehörte Riwne zum Großfürstentum Litauen, zum Königreich Polen und dem Russländischen Kaiserreich, der ukrainischen Volksrepublik, der Zweiten Polnischen Republik und der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Riwne hatte 2019 etwa 250.000 Einwohner:innen.
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Zweite Polnische Republik (Polnisch: II. Rzeczpospolita) ist die gängige Bezeichnung für den wiedererrichteten polnischen Staat (Republik Polen), der am 11.11.1918, nach Ende des Ersten Weltkriegs und 123jähriger Teilungszeit, seine Unabhängigkeit wiedererlangte. Seine Ausdehnung vor allem nach Osten war wesentlich kleiner als zur Zeit der sogenannten 1. Republik (Adelsrepublik), die 1795 mit der dritten Teilung Polens zwischen der Habsburgermonarchie, Preußen und Russland zu existieren aufgehört hatte.
Die Grenzen der Zweiten Polnischen Republik zu den Nachbarstaaten wurden erst 1921/22 und infolge bewaffneter Konflikte festgelegt, wobei sie auch im Nachgang (und teils während der gesamten Existenz der Zweiten Polnischen Republik) umstritten bleiben konnten. Dem deutschen Angriff auf Polen am 1.9.1939 und dem sowjetischen Einmarsch in Polen am 17.9.1939 folgte am 28.9.1939 die Kapitulation in Warschau, was dem funktionalen Ende der Zweiten Republik gleichkam. Als ihr formelles Ende wird oft die Rücknahme der Anerkennung der polnischen Exilregierung durch die britischen und US-amerikanischen Regierungen am 5.7.1945 angesehen, allerdings wurden die Organe der späteren Volksrepublik Polen von der Sowjetunion bereits am 24.6.1944 als offizielle Vertretung Polens anerkannt. Der Präsident der polnischen Exilregierung in London, Ryszard Kaczorowski, übergab am 22.12.1990 als letztem, symbolischem Akt der Zweiten Polnischen Republik deren Insignien an den damaligen polnischen Präsidenten in Warschau, Lech Wałęsa.
Przemyśl liegt strategisch günstig zwischen den Westkarpaten im Süden und den Roztocze im Norden. Gleichzeitig lag die Stadt im Mittelalter an der Via Regia. Vermutlich existierte eine Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Przemyśl schon in der Antike. Ab 1379 besaß Przemyśl das Magdeburger Stadtrecht unter polnischer Krone. nach der ersten Teilung Polens (1772) fiel die Stadt in den herrschaftsbereich der Habsburgermonarchie und war von dort an Sitz der Bezirkshauptmannschaft des Bezirks Przemyśl.
Lwiw (deutsch Lemberg, ukrainisch Львів, polnisch Lwów) ist eine Stadt in der Westukraine in der gleichnamigen Oblast. Mit knapp 730.000 Einwohner:innen (2015) ist Lwiw eine der größten Städte der Ukraine. Die Stadt gehörte lange zu Polen und Österreich-Ungarn.
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Dubno (Bevölkerungszahl 2021: 36.901) ist eine Kreisstadt in der Oblast Rìvne im Nordwesten der Ukraine. Der seit dem 12. Jahrhundert auf dem Gebiet der historischen Region Wolhynien gelegene Ort erhielt 1498 Stadtrechte. In der Stadt ließ sich jüdische und armenische Bevölkerung nieder. Nach dem Fall des ruthenischen Königreichs fiel Dubno schließlich an Polen. 1795-1921 gehörte sie zu Russland. 1939 wurde Dubno von der Sowjetunion annektiert. 1939-1941 wurde in der Stadt ein Zwangsarbeitslager für polnische Militärangehörige errichtet. Während der deutschen Besatzung 1942 wurden die Juden – die damals zahlreichste Bevölkerungsgruppe der Stadt – im Dubner Ghetto eingeschlossen und nach wenigen Monaten umgebracht. 1944 wurde Dubno durch die Sowjetunion erobert und in die Ukrainische Sowjetrepublik eingegliedert.
Die historische Landschaft Wolhynien liegt in der nordwestlichen Ukraine an der Grenze zu Polen und Belarus. Bereits im Spätmittelalter fiel die Region an das Großfürstentum Litauen und gehörte ab 1569 für mehr als zwei Jahrhunderte zur vereinigten polnisch-litauischen Adelsrepublik. Nach den Teilungen Polen-Litauens Ende des 18. Jahrhunderts kam die Region zum Russischen Reich und wurde namensgebend für das Gouvernement Wolhynien, das bis ins frühe 20. Jahrhundert Bestand hatte. In die russische Zeit fällt auch die Einwanderung deutschsprachiger Bevölkerungsteile (der sog. Wolhyniendeutschen), die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt fand. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Wolhynien zwischen Polen und der ukrainischen Sowjetrepublik aufgeteilt, ab 1939, infolge des Hitler-Stalin-Paktes, vollständig sowjetisch und bereits 1941 von der Wehrmacht besetzt. Unter deutscher Besatzung kommt es zur systematischen Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sowie weiterer Bevölkerungsgruppen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Wolhynien erneut zur Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik und seit 1992 zur Ukraine. Die Landschaft ist namensgebend für die - räumlich nicht exakt deckungsgleiche - heutige ukrainische Oblast mit der Hauptstadt Luzk (ukr. Луцьк).
Zakopane (Bevölkerungszahl 2022: 25.389) liegt im Kreis Tatra, im Süden der Woiwodschaft Kleinpolen. Der zuvor kleine Ort etablierte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als einer der populärsten polnischen Kurorte. Heute ist Zakopane die höchstgelegene Stadt Polens.
Metadaten
- Haupttitel
- Autobiografja młodzieńca żydowskiego
- Datierung
- 1934
- Sprachen
- Polnisch
- Quelle
- Szerman, Henryk: Autobiografja młodzieńca żydowskiego. In: Yugfor, 135. S. 142929-143009 (1-90).
- Quellentyp
- Autobiografie
- Bestandshaltende Einrichtung
- YIVO Institute for Jewish Research
- Signatur
- YIVO Archives RG 4/3736/142929-143009
- Rechteinformation (Übersetzung)
- CC BY-NC-SA 4.0
- Rechteinformation (Kommentar)
- CC BY-NC-SA 4.0
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