Autobiographie von Robert Adler
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Transkription (Polnisch)
Urodziłem się 18 sierpnia 19
W trzecim roku życia miałem ciężki wypadek – wedle opowiadań ojca – jakiś początkujący rowerzysta najechał w pełnym pędzie przez moje nogi w chwili, gdy bez opieki bawiłem się na jezdni.
Tego faktu nie mogę ani potwierdzić ani zaprzeczeć, gdyż nie pamiętam. Dość na tem, że |143299| dziś posiadam trochę wykrzywione nogi. [ … … Adler schildert im Folgenden seine frühe Kindheit: Beschrieben werden die Geburt der Geschwister, die Einschulung im Jahr 1926, Freundschaften, der Fußball als beliebter Zeitvertreib mit Schulfreunden sowie der plötzlicher Tod der Mutter. ]
Nie!!!
Nie mogłem w to uwierzyć, [że] by Matka Moja w wieku 33 lat umarła pozostawiając dzieci we wieku 9, 8, 6, i 4 lat i to musiało być z Woli Bożej, trudno mi wówczas w coś takiego uwierzyć.
A rezultatem moich myśli w obliczu zimnych zwłok mojej Matki było szaleńcze |143305| postanowienie:
Dałem się namówić i przyszedłem grać.
Tegoż dnia grałem wspaniale, strzeliłem coś 4ry goale.
Teraz dopiero w całości oddałem się myślami i szasem [czasem] piłce nożnej.
Aż pewnego dnia.
Co do sportu, dostaliśmy nowiutkii inwentarz i instrukcje … policyjne. […]
Translations
Übersetzung (Deutsch)
Autobiographie von Robert Adler
Ich kann das weder bestätigen noch dementieren, denn ich erinnere mich nicht daran. Jedenfalls |143299| habe ich heute leicht krumme Beine. [ … … Adler schildert im Folgenden seine frühe Kindheit: Beschrieben werden die Geburt der Geschwister, die Einschulung im Jahr 1926, Freundschaften, der Fußball als beliebter Zeitvertreib mit Schulfreunden sowie der plötzlicher Tod der Mutter. ]
Mir fiel es damals schwer, so etwas zu glauben.
Und das Ergebnis meiner Gedanken angesichts der kalten Leiche meiner Mutter war der verrückte |143305| Beschluss:
Weder an Gott noch an die Menschen zu glauben. [ … … Es folgt die eindrückliche Beschreibung der Trauer um die Mutter. ]
So ließ ich mich überreden und kam spielen.
An dem Tag spielte ich einfach großartig und schoss um die vier Tore.
Am nächsten Tag sprachen alle darüber, es verbreitete sich in der ganzen Schule, ich war in aller Munde.
J.S.V. J.S.V. Jüdischer Sportverein. Im Original ist die Abkürzung doppelt unterstrichen. „Hakoah”.
Unser Verein „Hakoah” wurde immer populärer, sodass wir jetzt sogar schon Spieler aus der Zródlana-Straße hatten, mit denen wir bald fusionierten.
… ein in unserer Straße hochgeschätzter Sportler zu unserem Vorstand kam und uns materielle und finanzielle Hilfe anbot, aber unter einer Bedingung: der Änderung des Vereinsnamens und des Vereinsziels!
Was den Sport anbelangt, so bekamen wir nagelneues Inventar und … Polizeianweisungen. […]
Kommentar
Lwiw (deutsch Lemberg, ukrainisch Львів, polnisch Lwów) ist eine Stadt in der Westukraine in der gleichnamigen Oblast. Mit knapp 730.000 Einwohner:innen (2015) ist Lwiw eine der größten Städte der Ukraine. Die Stadt gehörte lange zu Polen und Österreich-Ungarn.
Aufgrund des Krieges in der Ukraine ist es möglich, dass diese Informationen nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.
Vilnius ist die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt Litauens. Sie liegt im südöstlichen Teil des Landes an der Mündung der namengebenden Vilnia (auch Vilnelė) in die Neris. Wahrscheinlich bereits in der Steinzeit besiedelt, datiert die erste schriftliche Erwähnung auf 1323; Magdeburger Stadtrecht erhielt Vilnius 1387. Von 1569 bis 1795 war Vilnius Hauptstadt des litauischen Großfürstentums in der polnisch-litauischen Adelsrepublik. Mit der dritten Teilung von Polen-Litauen verlor sie im Russischen Zarenreich diese Funktion. Erst durch die Gründung der Ersten Litauischen Republik 1918 wurde Vilnius kurzzeitig erneut Hauptstadt. Zwischen 1922 und 1940 gehörte Vilnius zur Republik Polen, weshalb Kaunas zur Hauptstadt Litauens ausgebaut wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg war Vilnius bis zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit Litauens 1990 Hauptstadt der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik.
Bereits im Mittelalter galt Vilnius als Zentrum der Toleranz. Insbesondere Juden fanden in Vilnius Zuflucht vor Verfolgung, so dass sich Vilnius bald als "Jerusalem des Nordens" einen Namen machte. Nicht zuletzt mit dem Goan von Wilna, Elijah Ben Salomon Salman (1720-1797), war Vilnius eines der bedeutendsten Zentren jüdischer Bildung und Kultur. Bis zur Jahrhundertwende war die größte Bevölkerungsgruppe die jüdische, während laut der ersten Volkszählung im russischen Zarenreich 1897 lediglich 2% der litauischen Bevölkerungsgruppe angehörten. Ab dem 16. Jahrhundert entstanden zahlreiche barocke Kirchen, die der Stadt auch den Beinamen "Rom des Ostens" eintrugen und die bis heute das Stadtbild prägen, während die zahlreichen Synagogen der Stadt im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Zwischen 1941 und 1944 unterstand die Stadt dem sog. Reichskommissariat Ostland. In dieser Zeit wurde fast die gesamte jüdische Bevölkerung ermordet, nur wenige konnten fliehen.
Auch heute noch zeugt die Stadt von einer "phantastische[n] Verschmelzung von Sprachen, Religionen und nationalen Traditionen" (Tomas Venclova) und pflegt ihre vielkulturelle Geschichte und Gegenwart.
Donezk (Bevölkerung 2021: 901.645) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast und zugleich die größte Stadt des Industriegebiets Donbass in der Ostukraine. Ihr aktueller Name ist von der Lage am Fluss Donez abgeleitet.
Der Ort entstand an dem 1869 vom Waliser John Hughes gegründeten Hüttenwerk. Die slawisierte Version des Nachnamens des Gründers („Jus“) war namensgebend für diese Arbeitersiedlung. Diese Gründung stellte auch den Ursprung der Industrialisierung des späteren Donbass dar. Die rasch wachsende Siedlung erhielt erst 1917 Stadtrechte, als ihre Bevölkerung bereits auf mehr als 70.000 angewachsen war. 1924 wurde sie zur Ehre des sowjetischen Machthabers zunächst in Stalin, kurz später in Stalino umbenannt. Vor dem Beginn der deutschen Besatzung 1941-1943 sind etwa 40% der Einwohnerschaft der Stadt geflohen. Weitere 60.000, davon 17.000 jüdische, Menschen wurden von den Deutschen in der Stadt ermordet. Im Zweiten Weltkrieg wurde Stalino weitgehend zerstört. 1961 erhielt die Stadt ihren heutigen Namen.
2014 wurde sie von russischen Truppen und als lokale Separatisten getarnten Paramilitärs erobert. Sie wurde zur Hauptstadt der scheinunabhängigen und international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk erklärt, deren Gebiet 2022 in einem ebenfalls international nicht anerkannten Schritt als eine Oblast direkt der Russländischen Föderation unterstellt wurde. Seit dem Ausbruch des russisch-ukrainischen Krieges 2014 wurde die Stadt schwer beschädigt. Ihre Wirtschaft ist ab der Ausrufung der Volksrepublik stark geschrumpft, und schätzungsweise die Hälfte der dort offiziell gemeldeten Bevölkerung abgewandert.
Adlers Autobiographie hat überdauert und steht paradigmatisch für den hohen Politisierungsgrad jüdischer Vergemeinschaft (im Sport) im Polen der Zwischenkriegszeit, der aus heutiger Sicht als schwer zu überblickendes Netzwerk aus – mal statischen, mal überaus dynamischen – Loyalitätsverhältnissen und Konfliktlinien erscheint. Robert Adler erschließt mit seiner anschaulichen Schilderung einen anderen Zugang, der auf den zugrundeliegenden Eigensinn hindeutet. Nicht allein Ideologie und Theorie leiteten den Vergemeinschaftungsprozess, vielmehr konnten individuelle und/oder kollektive politische Selbstverortungen durchaus aus materiellem Antrieb und Bequemlichkeit erfolgen oder aber einem freundschaftlichen oder amourösem Interesse dienen.
Metadaten
- Haupttitel
- [Autobiografia Roberta Adlera]
- Datierung
- 1939
- Sprachen
- Polnisch
- Quelle
- Adler, Robert: „Benio“, Lwów. In: Yugfor, 541. S. 143298-143346.
- Quellentyp
- Autobiografie
- Bestandshaltende Einrichtung
- YIVO Institute for Jewish Research
- Signatur
- YIVO Archives RG 4/3744/143298-143346
- Rechteinformation (Übersetzung)
- CC BY-NC-SA 4.0
- Rechteinformation (Kommentar)
- CC BY-NC-SA 4.0
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