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Transkriptionen
Transkription (Jiddisch)
2) לובלין
5) 1927 יאר
15) שילער 5, בעטאן ארבעטער, זייף ארב. 1, העפטערנס 2, נייערטורנס 3, פאטאגראפיסט 1, סטאלער 1, בעקער 2, טאפיצירער 3, קמאשן שטעפער 2,
דרוקער 3, סוחרים 2, גלעצער 1, האנדלס אונגעשטעלע 17, באראליסטן 5, שניידער 14, זייטונגס אגענט 1, טעכניק דענטיסט 1, קצב 1, עלעקטראטעכניקער 3,
ראדיאטעכניק 1, טריקאטאזש ארבעטער 1, אינגאנזן אהן בעשטימטע בעשעפטיקונג 39
אין ווארשע; געניסן אויך פון 3 יינסטרוקטארן פון PWiWF (קריסטן: 2 מיליטער לייט און 1 ציווילער)
#. {מיל[ש]מ#ן} [Unterschrift]
יידישער ארבעטער ספורט קלוב „הפועל“ אין לובלין
קאמאשן שטעפער 11, ציעשלער 1, גארסעטן מאכערנס 3, מוזיקאנטן 2, זוקער בעקער 1, עלעקטראמאנטער 1, בלעכערמאכער 3, פארבן 1, פריזירער 3, גוווערנאנטקע 1,
הויז אדמיניסטראטאר 1, פאטאגראפיסט 1, נייערטורנס 2, הענטשקע מאכער 1, שילער 1, שלאסער 1, מאניקוזשיסטקע 1, דרוקער 4, גאלדשמידט 1~~,~~ און 54 אהן בעשטימטע בעשעפטיקונגען.
גרויסער אויף וואס דער קלוב קאן זיך נישט דערלויבן.
28) יא
ביים איבערפארן מיט דער באן אין אנדרע שטעט אויף יימפרעזן אדער כדי איינצוארדנען יימפרעזן.
Translations
Übersetzung (Deutsch)
Fragebögen
2) Lublin
3) Lubliner
4) Królewska No. 3
5) Jahr 1927
8) Ja
9) Z.K. des jüdischen Sportklubs „Hapoel“
10) Ja
[ |2| |2| Von Bearbeiterin hinzugefügte Paginierung bei unpaginiertem Original. ] 12) 110, Männer 76, Frauen 34.
13) Im Zuge der Organisation dieser Gruppe
14) 4
15) 5 Schüler, 1 Betonarbeiter, 1 Seifenarb.[eiter], 2 Sticker, 3 Näherinnen, 1 Fotograf, 1 Schreiner, 2 Bäcker, 3 Polsterer/Tapezierer, 2 Schneider und Hefter?, 3 Drucker, 2 Händler, 1 Glaser, 17 Handelsangestellte, 5 Büroangestellte, 14 Schneider, 1 Zeitungsagent, 1 Zahntechniker, 1 Metzger, 3 Elektrotechniker, 1 Radiotechniker, 1 Strickwarenarbeiter, insgesamt 59 ohne feste Anstellung
16) Minimum 25 gr. Maximum 1 zl. (bei 85% Zuwachs auf 50 gr.)
17) a, b, g, d, i, ja/jo, jg, jt
18) Fußball, Leichtathletik, Gymnastik, Bewegungsspiele.
19) Der Rest nicht, denn in Lublin gibt es keine Zweigstellen solcher1 allpolnischen Sportverbände.
20) Ein gemietetes Lokal
23) Tischtennisplatten, Geräte für Leichtathletik und Sportspiele.
24) Gemietet für bestimmte Stunde. Die Größe von ihm beträgt 10.000m2
30) Dort mit ihren Geräten gegen eine Gebühr.
31) Mitgliedsbeitrag, Veranstaltungen, Sammlungstag, Lesesaal, Domino, Tischtennisplatten
33) 1 Instruktor (Jude), 1 Instruktorin (Jüdin), beide haben 1934 einen Instruktorenkurs abgeschlossen, organisiert durch das Zentralkomitee des jüdischen Arbeitersportvereins Hapoel in Warschau; sie profitieren auch von 3 Instruktoren des PWiWF (Christen: 2 Militärangehörige und 1 Ziviler)
34) In Polnisch
36) Ja
37) a. ja /jo. b. ja/jo
38) Er leitet eine Kulturarbeit, die aus Vorträgen, Wandzeitungen und Sportvorträgen besteht
39) In Jiddisch
41) Jo
42) a. ja/jo b. ja/jo
2) Lublin
3) Lubliner
4) Króla Leszczyńskiego Nr. 6
5) Jahr 1931
6) Ja
7) 1 Monat wegen fehlender Legalisierung schloss die Verwaltungsbehörde die Räumlichkeiten und 4 Monate wegen fehlender Legalisierung der Räumlichkeiten bis zur Anmietung eines zweiten
10) Ja
12) 100 Mitglieder, 72 Männer und 28 Frauen
14) 103
15) 3 Strickwarenarbeiter, 21 Schreiner, 7 Bäcker, 47 Schneider, 10 Metzger, 4 Schuster, 9 Handelsangestellte, 3 Maler, 1 Polsterer/Tapezierer, 4 Kirschner, 11 Gamaschenstepper, 1 Tischler / Zimmermann, 3 Gärtner, 2 Musiker, 1 Zuckerbäcker, 1 Elektroinstallateur, 3 Blechschmiede, 1 Farbenhersteller, 3 Friseure, 1 Gouvernante, 1 Hausverwalter, 1 Fotograf, 2 Näherinnen, 1 Handschuhmacher, 1 Schüler, 1 Schlachter, 1 Manikürekraft / Nagelkosmetikerin, 4 Drucker, 1 Goldschmied , und 54 ohne feste Anstellung.
16) 40 gr. 17) b, g, d, h, i, ja/jo, tu, b.
18) Fußball, Leichtathletik, Boxen, Bewegungsspiele.
19)
[|4|] 20) Ein gemieteter Raum
23) Ein Tischtennistisch
24) Ein gemieteter Raum zu bestimmten Zeiten, dessen Größe 10.000 m² beträgt
28) Ja
30) Trainer, Instruktoren, es wurde ein entsprechender Kurs (kostenlos) organisiert, und auch dort wurden Geräte für eine bestimmte Anzahl bereitgestellt, mit 50% Rabatt. Beim Fahren mit der Bahn in andere Städte zur Besichtigung oder zur Organisation von Besichtigungen.
31) Mitgliederzahl, Veranstaltungen, Domino, Tischtennis
33) Instruktoren des PWiWF (christliche Militärangehörige) sowie von der Sportvereinigung Hakoah, die einen speziellen Instruktorenkurs abgeschlossen haben
34) Polnisch
36) Ja
37) a, ja
38) Ja, es umfasst Vorträge,
39) In Jiddisch
40) Ein dramatischer Kreis
41) Es gibt ein Archiv, dort wird es teilweise aufbewahrt.
Kommentar
In der Yidn-Shtot (Jüdische Stadt)4 Lublin lebten Ende der 1930er ca. 43.000 Jüdinnen und Juden – die Stadt zählte eine Gesamtbevölkerung von 120.000 Menschen.5 Die jüdische Gemeinde Lublins kann nicht als einheitlich und homogen betrachtet werden, sondern zeichnete sich durch eine ausgeprägte Diversität aus. Seit dem Einzug des Chassidismus
Lublin (Bevölkerungszahl 2023: 329.565) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft im östlichen Polen. Die Stadt gehört zu den wichtigsten politischen Zentren und Industriestandorten im östlichen Polen sowie als eine der wichtigsten Bildungsstätten des Landes. In Lublin befindet sich neben der staatlichen Maria-Curie-Skłodowska-Universität die renommierte Katholische Universität Lublin Johannes Paul II. 1569 wurde in der Union von Lublin die Realunion der Doppelmonarchie Polen-Litauen beschlossen. 1809, 1918 und 1944/45 war Lublin kurzfristig Hauptstadt Polens. Im 17.und 18. Jahrhundert war die Stadt eine Hochburg des Protestantismus in Polen. Im 16. und 17. Jahrhundert war Lublin der Mittelpunkt des Judentums des Landes, ab dem Ende des 18. Jahrhunderts der wichtigste Ort des Chassidismus. 1930 wurde in Lublin die damals größte Talmudschule der Welt eröffnet, die nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 schließen musste. 1939-1942 wurde die zunächst im Ghetto eingesperrte und später in die Konzentrationslager deportierte jüdische Bevölkerung der Stadt größtenteils umgebracht, darunter im KZ Lublin im Stadtteil Majdanek. Nach dem 2. Weltkrieg war Lublin ein wichtiger Standort der Autoindustrie. 1980 gehörte die Stadt zu den wichtigsten Zentren des Widerstands gegen die Kommunistischen Machthaber.
Neben den zionistischen und sozialistisch-zionistischen Vereinen war auch ein Morgnshtern-Verein in Lublin ansässig. Der Morgnshtern betrieb neben Fußball insbesondere Gymnastik und Leichtathletik. Er war als bundistischer Verein Teil eines umfassenden Netzwerks jüdischer sozialer und kultureller Organisationen, welches das jüdische Leben in Lublin maßgeblich prägten.
Die Integration nicht-jüdischer Spieler, so Piotr Nazaruk vom „Brama Grodzka – Teatr NN“, könnte als Versuch gedeutet werden, das gegenseitige Misstrauen zwischen Jüdinnen und Juden und Polinnen und Polen zu überwinden und neue Ansätze für die polnisch-jüdischen Beziehungen zu schaffen. Doch Initiativen wie Wieniawa scheiterten letztlich an dem antisemitischen Klima jener Zeit.17
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