Flugblatt Adresse Hetman Skoropads'kyjs an das gesamte ukrainische Volk Die kurzlebige Ukrainische Volksrepublik erfährt im April 1918 einen Putsch durch den selbsternannten Hetman Pavlo Skoropads'kyj, einem ehemaligen General der russländischen Armee von deutschen Gnaden, der dem Volk sein Programm in dieser „Hramota“ verkündet.
Bericht Akt der Vereinigung der UNR und ZUNR Das Kyjiver Direktorium der Ukrainischen Volksrepublik (UNR) erklärt am 22. Januar 1919 in Antwort auf eine ähnliche Deklaration der Westukrainischen Volksrepublik (ZUNR) feierlich den Zusammenschluss der beiden Republiken zu einem unabhängigen ukrainischen Staat.
Zeitungsartikel An das ukrainische Volk! Der Ukrainische Nationalrat richtet sich nach seiner Machtübernahme an das ukrainische Volk und erklärt die Errichtung der Westukrainischen Volksrepublik.
Zeitungsartikel An die Bevölkerung der Stadt L'viv! Der Ukrainische Nationalrat gibt nach seiner Machtübernahme am 1. November 1918 Anweisungen an die Stadtbevölkerung von L’viv heraus.
Flugblatt An die Bürger der Stadt Lemberg! Der Militärgouverneur, Oberst Sergej Šeremet‘ev, verkündet mittels Flugblatt erste Anweisungen zum Einzug der russischen Armee in die Stadt Lemberg.
Zeitungsartikel Antisemitismus im Fußballsport Der Sportjournalist Felix Daniel Pinczower berichtet im Sommer 1932 über die Entlassung des erfolgreichen jüdisch-ungarischen Trainers Jenő Konrád. Weil Konráds 1. FC Nürnberg (FCN) im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft gegen Bayern München ausgeschieden war, trat die antisemitische Zeitung „Der Stürmer“ eine Hetzkampagne gegen den Trainer los. Daraufhin trennten sich Konrád und der FCN. Diese Quelle legt nah, dass es der Verein war, der diese Entscheidung getroffen hat.
Zeitungsartikel Attraktion der Ostkarpaten: Das Fest der Huzulenregion Das Fest stellte den Auftakt zu eine Reihe von Feierlichkeiten der Bergbewohner (górali) in Polen unter der Flagge des „Regionalismus“ dar und etablierte die Ethnografie als prominenten Tourismusfaktor.
Aufruf Aufruf des Bezirkskommissars von Ochtyrka (Gvt. Charkiv), I. Omel'čenko Das Schreiben des Bezirkskommissars gibt Einblicke in die lokale Umsetzung der Mobilisierung für das Direktorium angesichts der militärischen Bedrohung durch die Rote Armee.
Zeitungsartikel Aus Polen In dem Zeitungsartikel „Aus Polen“ eines uns unbekannten Korrespondenten wird über die erste Konferenz jüdischer Turn- und Sportvereine Polens in Łódź des Jahres 1916 berichtet. Die Delegierten aus 24 Städten des deutsch besetzten Polens entschieden im Hazomir-Saal über die Einführung des Hebräischen als Kommandosprache und diskutierten über die Ausrichtung des in der Entstehung begriffenen Zentralverbandes jüdischer Turn- und Sportvereine im Königreich Polen.
Zeitungsartikel Aus der Arbeit Der Artikel aus „Der Makkabi“ vom 14. April 1938 dokumentiert die sportlichen, organisatorischen und gemeinschaftlichen Aktivitäten jüdischer Sportvereine im Frühjahr 1938, wenige Monate vor dem endgültigen Ausschluss der jüdischen Bevölkerung aus der deutschen Gesellschaft. Die Quelle verdeutlicht einerseits die weiterhin bestehende Sichtbarkeit jüdischer Sportveranstaltungen im öffentlichen Raum, weist andererseits jedoch auf wachsende strukturelle Probleme hin, insbesondere durch die Emigration von Mitgliedern und Lehrkräften.
Zeitungsartikel Aus der Artikelserie „Die Mörder Pierackis vor Gericht“ Ausschnitte aus der Artikelserie illustrieren die polnische Berichterstattung über den Prozess gegen die OUN.
Zeitungsartikel Aus der Frühzeit des Bar Kochba Eine überaus wichtige Quellengattung für die jüdische Geschichte angesichts der zahlreichen durch Shoa und Krieg zerstörten Überlieferungswege sind Erinnerungen. Bei der vorliegenden Quelle handelt es sich um Erinnerungen von Herman Jalowicz an die Gründung des jüdischen Turnvereins Bar Kochba, die er in der verzweifelten Situation der jüdischen Deutschen im September 1938 niederschrieb. 1938 jährte sich die Gründung des Bar Kochba Berlin zum 40. Mal und trotz der Krisenhaftigkeit der Gegenwart erschien als Beilage der Zeitschrift „Der Makkabi. Organ des deutschen Makkabi Kreises“ in der Ausgabe vom 15. September 1938 eine Beilage mit dem Titel „40 Jahre Bar Kochba – Hakoah. 40 Jahre Makkabi“ mit Grußworten des Makkabi-Weltverbandes, der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Berlin.
Ausweis Ausweis von Max Klaymann Der hier vorliegende Ausweis, der Max Klaymann als Mitglied des Reichsausschusses jüdischer Sportverbände ausweist, ist ein Dokument der Ausgrenzung und Entrechtung jüdischer Sportler:innen. Dieses zeigt zugleich, dass innerhalb dieser prekären Situation rassistischer Diskriminierung in bestimmten Phasen der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland rechtliche Grundlagen für zumindest eingeschränkte sportliche Betätigung in jüdischen Sportinstitutionen möglich war. Der Ausweis verdeutlicht zudem, dass diese diskriminierenden rechtlichen Rahmenbedingungen im Alltag der jüdischen Sportlerinnen und Sportler stets präsent waren.
Aufsatz Auszug aus Albrecht Pencks Darstellung der Ukraine Der deutsche Anthropogeograph Penck platziert die Ukraine auf der mentalen Landkarte des deutschen Imperialismus; hier denkt er nicht nur die geopolitische Relevanz, sondern u.a. schon die Getreideausbeutung vor.
Aufsatz Auszug aus Stepan Rudnyc'kyj „Zu den Grundlagen des ukrainischen Nationalismus“ Der ukrainische Geograf Stepan Rudnyc‘kyj, der während des Ersten Weltkriegs zunehmend politische Traktate schrieb, legte in den 1920er Jahre einen ideologischen Text zum ukrainischen Nationalismus und seiner notwendigen Beschaffenheit vor (Erstveröffentlichung 1921).
Aufsatz Auszug aus der Autobiografie des ukrainischen Historikers und ersten Staatspräsidenten Mychajlo Hruševs'kyj In der akademisch gehaltenen Autobiografie wird das bewegte Schicksal des Historikers und Politikers in Kriegs- und Revolutionszeiten geschildert.
Autobiografie Autobiographie eines jüdischen Jugendlichen Hier steht eine ganz besondere Quelle im Vordergrund: Es handelt sich um zwei Auszüge aus dem Beitrag des 18-jährigen Henryk Szerman aus Lwów für den Autobiographie-Wettbewerb des Yidisher visnshaftlekher institut (YIVO) von 1934, der im Unterschied zu den vielen anderen Einsendungen der drei Wettbewerbsjahrgänge bis 1939 die fortwährende Konfrontation mit dem Antisemitismus im Alltag, vor allem im Kontext des Schulunterrichts und auch im Sport, explizit macht.
Autobiografie Autobiographie von Lea Kac-Lewin Die vorliegende Autobiographie gibt Einblicke in das Innenleben der jungen Makkabi-Läuferin Lea Kac-Lewin (auch: Leja Kacówna) aus Białystok, die sich mit persönlichen, sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzt. In der vorliegenden Autobiografie thematisiert die Autorin ihre Jugend und den Prozess des Erwachsenwerdens. Die Autorin legt den Fokus auf die Konflikte und den Druck, denen sie als junger Mensch ausgesetzt war. Im Vordergrund steht dabei die sportliche Karriere, die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erwartungen und die persönliche Entwicklung im Spannungsverhältnis zu familiären und gesellschaftlichen Normen.
Autobiografie Autobiographie von Robert Adler Die Autobiografie von Robert Adler thematisiert die prägenden Erfahrungen seiner Kindheit und Jugend, die von familiären Herausforderungen, einem Unfall und dem Verlust der Mutter gekennzeichnet waren. Diese Ereignisse führten bei ihm zu einer tiefen Glaubenskrise und sozialen Isolation. Die Leidenschaft für den Fußball half ihm, wieder Anschluss an das soziale Leben zu finden, und mündete in der Gründung eines eigenen Sportvereins. In einer von unterschiedlichen Ideologien geprägten Zeit suchte Adler durch die Teilnahme an verschiedenen Jugendorganisationen nach einer eigenen Orientierung und Zugehörigkeit.