Auf der Suche nach Heimat
Das Osmanische Reich war der Staat der osmanischen Dynastie von ca. 1299 bis 1922. Der Name leitet sich vom Gründer der Dynastie, Osman I., ab. Zur Blütezeit umfasste das Imperium Kleinasien und Teile des Arabiens, den Ägypten und den gesamten Balkan. Darüber hinaus brachte es viele weitere Länder bzw. Gebiete in Osteuropa, Ostasien und Nordafrika in seine Abhängigkeit. Seine Hauptstadt war zuletzt Konstantinopel (heute Istanbul). Der Nachfolgestaat des Osmanischen Reichs ist die Republik Türkei.
Dies war ein qualitativ neuer Begriff, der zuvor im Kontext der armenischen Gemeinden nicht gebräuchlich war. Vom Nahen Osten über Europa bis nach Nord- und Südamerika entstanden neue Gemeinschaften, in denen Identitätsvorstellungen gepflegt wurden, die weniger auf der
Das sowjetische Armenien folgte 1920 auf die kurzzeitig unabhängig existierende Demokratische Republik Armenien. Diese wurde durch einen von Sowjetrussland unterstützten Putsch in eine Sozialistische Sowjetrepublik umgewandelt, die bis 1922 de jure unabhängig war. 1922 bildete Armenien gemeinsam mit Aserbaidschan und Georgien als gleichberechtigte Mitgliederstaaten die ebenfalls von Sowjetrussland vollständig kontrollierte Transkaukasische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik (TSFS). Die faktische Abhängigkeit von Russland wurde rechtlich mit der Gründung der Sowjetunion am 30. Dezember 1922 besiegelt, bei der die TSFS als Gründungsmitglied wirkte. Die Auflösung der TSFS 1936 brachte keine wesentlichen Änderungen für Armenien. 1990 erklärte das armenische Parlament die Souveränität des Landes. Die formelle Unabhängigkeit folgte direkt auf den Zerfall der Sowjetunion Ende 1991.
Diaspora und die Einwanderung: 1920er- und 1930er-Jahre
Kleinasien ist eine westasiatische Halbinsel, die zwischen dem Schwarzen Meer im Norden und dem Mittelmeer im Süden liegt. Sie wird jedoch üblicherweise mit dem gesamten asiatischen Teil der Türkei assoziiert. Das Gebiet ist von verschiedenen Gebirgszügen geprägt, die bis über 5.000 m ü. NN ragen. In den dazwischenliegenden Flusstälern entwickelten sich fruchtbare Böden, die eine Grundlage für eine sehr frühe Kultivierung der Landschaft boten. Die heute von der Türkei bevorzugte Bezeichnung Anatolien setzte sich für das gesamte Kleinasien erst nach 1923 durch.
Kilikien ist eine seit der Antike bekannte Kulturregion im Südosten von Anatolien, zwischen dem Taurus-Gebirge und der Mittelmeerküste. Ihr heutiger Name leitet sich vom akkadischen Namen Ḫilakku ab, unter dem der westliche Teil zunächst bekannt war. Das Verständnis des heutigen Kilikien geht auf den historischen Herrschaftsbereich lokaler Dynastien im 6. Jahrhundert v.u.Z. zurück. Er geriet jedoch bald unter persische Abhängigkeit. Es folgten Zeiten der Herrschaft verschiedener griechischer und römischer Reiche. Im 7. Jh. beherrschten arabische Stämme Kilikien. Ab 1080 bauten die armenischen Fürsten ihre Macht in der Region aus. Das spätere Armenische Königreich von Kilikien bestand bis 1398, als Kilikien von muslimischen Turkvölkern erobert wurde. Seit dieser Zeit teilt Kilikien seine Geschichte mit der Türkei.
Die AGBU, die als unpolitische gemeinnützige Organisation galt, wurde ein wichtiger Partner der sowjetarmenischen Behörden. Sie finanzierte Transport und Infrastrukturprojekte und ermöglichte die Rückführung Tausender Menschen. Doch ideologische Spannungen zwischen der Sowjetordnung und der im Westen verankerten Diaspora, in der die nationalistische Partei Daschnakcutiun
In der Heimat
Repatriierung 1946–47
Die Provinz Kars (Bevölkerungszahl 2024: 272.300, 10.193 km²) liegt im Nordwesten der Türkei, an der Grenze zu Armenien. Ab 1878 wurde ihr heutiges Gebiet von Russland annektiert. 1918-1920 gehörte es abwechselnd zu Russland, der Türkei und der kurzlebigen Staaten Armenien, Georgien und der Republik Transkaukasien (auch Republik Kars genannt), bis 1920 schließlich die türkische Provinz Kars entstand. Diese änderte mehrfach ihre Grenzen, bis letztlich 1992 zwei neue Provinzen aus dem Gebiet von Kars ausgegliedert wurden: Ardahan und Iğdır. Aufgrund häufiger Zugehörigkeitswechsel wurde das Gebiet der heutigen Provinz in der jüngeren Geschichte von verschiedenen Turkvölkern sowie von kurdischer, griechischer, russischer und armenischer Bevölkerung bewohnt.
Die Provinz Ardahan (Bevölkerung 2024: 91.354, 4.934 km²) liegt im äußersten Nordosten der Türkei, an der Grenze zu Georgien. Ihre Hauptstadt ist Ardahan. Ab 1878 wurde ihr heutiges Gebiet von Russland annektiert, ab 1918 gehörte es zu Georgien und wurde ab 1921 von der UdSSR okkupiert. Nach der Abtretung an die Türkei 1922, wurde 1924 die Provinz Ardahan aus der Provinz Kars ausgegliedert, was allerdings nach zwei Jahren rückgängig gemacht wurde. 1992 kam es zur erneuten Gründung der Provinz Ardahan. Aufgrund häufiger Zugehörigkeitswechsel wurde das Gebiet der heutigen Provinz in den letzten Jahrhunderten von verschiedenen Turkvölkern sowie von kurdischer, griechischer, russischer, georgischer und armenischer Bevölkerung bewohnt.
Ankunft und Ernüchterung
Diaspora und DPs: Fallbeispiel Stuttgart
Die fünf Jahre in der Funkerkaserne
Endstation USA
Schluss
Dagegen herrschte im DP-Camp in Stuttgart eher die Ernüchterung über die sowjetarmenische Realität. Die Vorstellungen von „Heimat“ wurden in der Diaspora damit durch unterschiedliche historische und politische Kontexte geprägt: durch das Erbe des Völkermords, durch den Verlust der – wie auch immer definierten – historischen Heimat, durch die Erinnerung an die kurzlebige Erste Armenische Republik, aber auch durch tiefes Misstrauen gegenüber der sowjetischen Herrschaft in Armenien.

















