Eine jüdische Gemeinde auf der Suche nach ihrer Identität
Budapest (Bevölkerungszahl 2023: 1.686.222) ist die Hauptstadt und die größte Stadt Ungarns. Sie liegt im Landeszentrum, an der Donau. Budapest entstand aus dem Zusammenschluss der Städte Buda am linken und Pest am rechten Ufer der Donau. Pest war bereits ab dem Beginn des 11. Jahrhundert die Hauptstadt Ungarns und ab dem 13. Jahrhundert wechselte sich in dieser Funktion oft mit Buda ab. Als während der Revolution in Ungarn 1848 die beiden Städte als Pest-Buda zusammengeschlossen wurden, bildeten sie bereits einen Organismus. Nach der Wiederherstellung der Monarchie (ab 1526 im Rahmen der Habsburgermonarchie) wurde 1849 dieser Zusammenschluss allerdings aufgehoben, und erst 1873 wieder beschlossen. Damit löste die ungarische Bevölkerungsgruppe die deutsche als die Mehrheit in der Stadt ab. Nach dem Zerfall der Habsburgermonarchie 1918 blieb Budapest die Hauptstadt von nun unabhängigem Ungarn. Nach dem Eintritt Ungarns 1941 in den Zweiten Weltkrieg an der Seite des Deutschen Reichs wurden aus Budapest die meisten Juden der Stadt 1944 ghettoisiert und später in die Konzentrationslager abtransportiert oder ermordet. Der Volksaufstand 1956 gegen die sowjetische Bevormundung in Ungarn nahm seinen Beginn in Budapest. Im Zusammenhang mit dem Aufstand und seiner Niederschlagung verlor die Hauptstadt etwa 70.000 Menschen. Heute ist Budapest nicht nur das größte Wirtschafts- und Kulturzentrum des Landes, sondern auch eins der wichtigsten im Ostmitteleuropa.
















