Ein Arzt und seine Militärkiste

DOI:
Im März 2015 wurde dem Siebenbürgischen Museum eine Militärkiste aus dem Ersten Weltkrieg geschenkt. Sie begleitete Dr. Wilhelm Hager während des Ersten Weltkrieges an die Südfront nach Bosnien und an den Isonzo, dann wiederum an die Ostfront nach Galizien, in die Bukowina, nach Bessarabien und 1918 schließlich nach Südtirol. Auch als rumänischer Staatsbürger nach 1918 musste Dr. Hager, diesmal auf Seiten der rumänischen Armee, ins Feld. 1919-1920 nahm er als Stabsarzt der Reserve (medic cǎpitan) am Feldzug an der Theiß teil.
Hugo Wilhelm Hager entstammte einer großbürgerlichen Hermannstädter Familie. Sein Medizinstudium führte ihn ab 1909 an die Universitäten in 
Klausenburg
ron. Cluj, hun. Kolozsvár, lat. Claudiopolis, lat. Claudianopolis

Cluj-Napoca (deutsch Klausenburg, ungarisch Kolozsvár) ist eine Großstadt im siebenbürgischen Kreis Cluj im Nordwesten Rumäniens. Sie ist mit ungefähr 324.000 Einwohner:innen die zweitgrößte Stadt Rumäniens.

, damals Kolozsvár, Wien, München, Berlin und 
Budapest

Budapest (Bevölkerungszahl 2023: 1.686.222) ist die Hauptstadt und die größte Stadt Ungarns. Sie liegt im Landeszentrum, an der Donau. Budapest entstand aus dem Zusammenschluss der Städte Buda am linken und Pest am rechten Ufer der Donau. Pest war bereits ab dem Beginn des 11. Jahrhundert die Hauptstadt Ungarns und ab dem 13. Jahrhundert wechselte sich in dieser Funktion oft mit Buda ab. Als während der Revolution in Ungarn 1848 die beiden Städte als Pest-Buda zusammengeschlossen wurden, bildeten sie bereits einen Organismus. Nach der Wiederherstellung der Monarchie (ab 1526 im Rahmen der Habsburgermonarchie) wurde 1849 dieser Zusammenschluss allerdings aufgehoben, und erst 1873 wieder beschlossen. Damit löste die ungarische Bevölkerungsgruppe die deutsche als die Mehrheit in der Stadt ab. Nach dem Zerfall der Habsburgermonarchie 1918 blieb Budapest die Hauptstadt von nun unabhängigem Ungarn. Nach dem Eintritt Ungarns 1941 in den Zweiten Weltkrieg an der Seite des Deutschen Reichs wurden aus Budapest die meisten Juden der Stadt 1944 ghettoisiert und später in die Konzentrationslager abtransportiert oder ermordet. Der Volksaufstand 1956 gegen die sowjetische Bevormundung in Ungarn nahm seinen Beginn in Budapest. Im Zusammenhang mit dem Aufstand und seiner Niederschlagung verlor die Hauptstadt etwa 70.000 Menschen. Heute ist Budapest nicht nur das größte Wirtschafts- und Kulturzentrum des Landes, sondern auch eins der wichtigsten im Ostmitteleuropa.

. In der ungarischen Metropole erreichte ihn dann der Kriegsbeginn, so dass er am 1. August 1914 als Sanitätsunteroffizier ins Feld ausrücken musste. Hier erlebte er die Schlacht bei 
L'viv
pol. Lwów, ukr. Lwiw, deu. Lemberg, rus. Lwow, rus. Львов, yid. לעמבערג, ukr. Львів

Lwiw (deutsch Lemberg, ukrainisch Львів, polnisch Lwów) ist eine Stadt in der Westukraine in der gleichnamigen Oblast. Mit knapp 730.000 Einwohner:innen (2015) ist Lwiw eine der größten Städte der Ukraine. Die Stadt gehörte lange zu Polen und Österreich-Ungarn.

Aufgrund des Krieges in der Ukraine ist es möglich, dass diese Informationen nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.

  und den anschließenden Rückzug aus 
Galizien
yid. גאַליציע‎, yid. Galitsiye, ron. Halici, ron. Galiția, hun. Halics, hun. Gácsország, hun. Kaliz, hun. Galícia, ces. Halič, slk. Halič, eng. Galicia, rus. Галиция, rus. Galizija, ukr. Галичина, ukr. Halytschyna, pol. Galicja

Galizien ist eine historische Landschaft, die sich heute nahezu vollständig auf dem Gebiet Polens und der Ukraine befindet. Der heute südostpolnische Teil wird dabei üblicherweise als Westgalizien, der westukrainische als Ostgalizien bezeichnet. Vor 1772 gehörte Galizien über Jahrhunderte zur polnisch-litauischen Adelsrepublik, im Anschluss und bis 1918 - als Teil des Kronlandes "Königreich Galizien und Lodomerien" - zum Habsburgerreich.

, wobei er an der Ruhr erkrankte. Zurück in Budapest schloss Wilhelm Hager sein Studium ab, so dass er noch im November 1914 zum Dr. med. promovieren konnte. Keine zwei Wochen später findet man ihn als Assistenzarzt-Stellvertreter an der Karpatenfront. Für seinen Einsatz wurde ihm die Silberne Tapferkeitsmedaille I. Klasse verliehen.
Am 1. Mai 1915 folgte die Beförderung zum Assistenzarzt. Aus dieser Zeit stammt wohl auch die bis heute erhaltene Offizierskiste. 1917 wurde er zum Oberarzt befördert.
Als Frontarzt hat Dr. Hager seinen Kampf gegen Cholera und Typhus, Pocken und Erfrierungen geführt. Die Fronterfahrungen und der damit verbundene hohe persönliche Einsatz für den Erhalt menschlichen Lebens – worüber zahlreiche, bis jetzt erhaltene Auszeichnungen Zeugnis ablegen – prägten den Hermannstädter Arzt im Sinne zutiefst empfundener Menschlichkeit.
Nach Kriegsende konnte sich die im Dienste des “Humanismus“ “Humanismus“ Humanismus bezeichnet verschiedene bildungsbezogene Philosophien und Haltungen, die nach der Verbesserung des menschlichen Daseins streben. Auch die Menschenwürde achtendes Verhalten kann mit Humanismus gemeint sein. heranreifende Persönlichkeit des jungen Arztes dann voll und ganz entfalten. Nach Studienaufenthalten in Düsseldorf und Tätigkeit an der Universitätsklinik in Tübingen ließ sich der spätere Facharzt und Familienvater in seiner Heimatstadt 
Sibiu
deu. Hermannstadt, hun. Nagyszeben

Hermannstadt (rum. Sibiu, ung. Nagyszeben) ist eine Stadt in Zentralrumänien. Mit knapp 147.000 Einwohnern ist sie die Hauptstadt des Kreises Sibiu. Sie liegt in der historischen Region Siebenbürgen (rum. Transilvania) und ist ein bedeutender Ort der deutschsprachigen Minderheit der Siebenbürger Sachsen. Hermannstadt befindet sich ca. 275 km nordöstlich von Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens.

 mit einer eigenen kinderärztlichen Praxis nieder. Bleibende Verdienste hat sich der fortschrittlich ausgerichtete Arzt jedoch im unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz auf dem noch neuen Gebiet der Kinderfürsorge erworben, wie sie hier der von Luise Schiel gegründete Kinderschutzverein exemplarisch vertrat. Im Rahmen des Vereins gründete Dr. Hager zunächst eine Mütterberatungsstelle, danach eine Kinderkrankenschwesternschule, die noch Jahrzehnte danach Maßstäbe setzte. Zusammen mit Luise Schiel setzte er schließlich den ehrgeizigen Traum eines Kinderkrankenhauses um, dem er von Beginn an ehrenamtlich vorstand und dessen Entwicklung er auch nach der Verstaatlichung 1948 noch lange Jahre lenkte. Daneben war Dr. Hager als städtischer Armen- und Waisenhausarzt, zudem noch als Fürsorgearzt beim städtischen Inspektorat für Hygiene tätig.
Aus der Zeit seines Einsatzes an der Ostfront wird in der Familie ein Erlebnis tradiert, dass einen ganz besonderen Blick auf den Menschen Wilhelm Hager zulässt, ihn als Brückenbauer offenbart, der über die Schützengräben hinweg, im Feind den Menschen und Gesinnungsgenossen erkennt und ihm die Hand reicht.

Weihnachten beim Feind

Zu Weihnachten 1917 befand sich Dr. Wilhelm Hager als Bataillonsarzt im k. u. k. Infanterieregiment Nr. 31 Hermannstadt, das an der Front bei 
Chotyn
rus. Хотин, ukr. Хотин, pol. Chocim, ron. Hotin, eng. Khotyn, yid. כעטין‎

Chotyn ist eine Stadt in der südwestlichen Ukraine. Sie hatte 2004 gut 11.000 Einwohner:innen und liegt nordöstlich von Czernowitz, in der historischen Region Bessarabien. Bekannt ist sie insbesondere für ihre spätmittelalterliche Festungsanlage nahe eines historischen Übergangs über den Fluss Dnister. Aufgrund dieser strategisch bedeutenden Lage war Chotyn über Jahrhunderte hinweg wiederholter Schauplatz bedeutender Schlachten bei entsprechend häufigem Herrschaftswechsel. Vor dem Zweiten Weltkrieg war es zudem ein wichtiges Zentrum jüdischen Lebens in Bessarabien.

Aufgrund des Krieges in der Ukraine ist es möglich, dass diese Informationen nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.

 stationiert war. Während einer Feuerpause getraute sich der Arzt, gekennzeichnet nur mit der Rot-Kreuz-Binde als Vertreter seines Standes, mit einer Einladung zu einer geplanten gemeinsamen Weihnachtsfeier in die Stellungen des russischen Feindes. Unter denen, die die Einladung annahmen, war ein russischer Arzt namens Dr. Elanski, der sein Medizinstudium vor nicht allzu langer Zeit in Berlin absolviert hatte. In der Erinnerung von Dr. Hagers Tochter Margarete, verheiratete Mederus, ist die Begegnung, wie folgt, festgehalten. Die Tochter zitiert die Worte des Vaters: 
„Wir sprachen über die dortigen Professoren [in Berlin], über das Gängige an der Front, wie Flecktyphus und Urlaub. Nach dem Festessen und vielen polnischen Schnäpsen gingen die russischen Militärangehörigen zurück in ihre Stellungen. […] Ich dachte nicht, dass ich jemals noch etwas von ihm hören würde.“ 
Obzwar sich die beiden Männer persönlich nie mehr begegnet sind, hat das jeweilige Interesse am Schicksal des anderen letztlich zu einer Brieffreundschaft geführt, welche auch die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges nicht haben unterbinden können. „1937, auf einem Ärztekongress in Berlin, erfuhr ich, dass Elanski Dozent an der Leningrader Militärmedizinischen Akademie sei“, schreibt Wilhelm Hager in seinen Erinnerungen 1944. Nach dem Einmarsch der Roten Armee in 
Siebenbürgen
eng. Transylvania, deu. Transsylvanien, deu. Transsilvanien, ron. Transilvania, ron. Ardeal

Siebenbürgen ist eine historische Landschaft im heutigen Rumänien. Sie liegt im Zentrum des Landes und wird von ca. 6,8 Millionen Menschen bewohnt. Die größte Stadt Siebenbürgens ist Cluj-Napoca. In Siebenbürgen lebten einst deutschsprachige Minderheiten.

, wurde Hager zugetragen, dass Dr. Elanski im Lande sei, mit den Truppen der Roten Armee an Hermannstadt vorbeigezogen und schon bei
Arad
hun. Arad, eng. Arad

Arad ist eine Stadt im Westen Rumäniens. Die Stadt wird von ca. 160.000 Menschen bewohnt und liegt im Norden der historischen Region Banat bzw. im Süden des Kreischgebiets. Innerhalb Rumäniens gehört Arad zu Transsilvanien.

sei. Via Feldpost erreichte er ihn. Die Männer machten ein Treffen aus, das jedoch aufgrund der nun einsetzenden Deportationen nicht zustande kam. 
Erst später, 1958, schlug sich Hagers Tochter Margarete, die sich zu diesem Zeitpunkt als erste Geigerin an der Bukarester Staatsphilharmonie auf Tournee in 
Moskva
eng. Moscow, deu. Moskau, rus. Москва, rus. Kučkov, rus. Kučkovo, rus. Кучков, rus. Кучково, rus. Moskov, rus. Moskovʺ, rus. Московъ, rus. Москов

Moskau (Bevölkerungszahl 2024: 13.146.907) ist die Hauptstadt der Russländischen Föderation und die bevölkerungsreichste vollständig in Europa gelegene Stadt. Sie liegt im Westen des Landes. Moskau ist zugleich die Hauptstadt des Föderationsbezirks Zentralrussland. Die Verwaltungseinheit "Stadt von föderaler Bedeutung Moskau" umfasst mit einer Bevölkerungszahl von 13.258.262 Personen einige weitere Orte. Die Stadt bildet das mit Abstand wichtigste politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.

Moskau entstand etwa im 11./12. Jahrhundert. Die Entstehung der Wehranlage (Kreml) wird auf den Beginn der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert. Im 13. Jahrhundert wurde Moskau zur Hauptstadt eines Teilfürstentums des Großfürstentums Wladimir. Im 14. Jahrhundert setzten sich die Fürsten von Moskau als die Herrscher der gesamten Rus durch. Diese war jedoch 1247-1480 tributpflichtig gegenüber der Goldenen Horde, welche 1238 Moskau verwüstete. 1571 wurde die fast vollständig aus Holz bestehende Stadt von tatarischen Truppen niedergebrannt. Zu diesem Zeitpunkt war Moskau jedoch bereits das unumstrittene Machtzentrum Russlands. 1687 wurde in der Stadt die erste Hochschule, 1775 die erste Universität eröffnet. Peter der Große verlegte 1712 die Hauptstadt nach Sankt Petersburg. Neben dem Machtverlust geschwächt durch Unruhen und Säuchen blieb ihre Entwicklung hinter jener der neuen Hauptstadt zurück. Einen tiefen Einschnitt in die Entwicklung von Moskau brachte der Einmarsch der napoleonischen Truppen 1812, zu deren Abwehr die Stadtbevölkerung ihre Häuser in Brand steckte. Der rasch begonnene Wiederaufbau verlieh Moskau ein modernes Stadtbild.

Nach der Oktoberrevolution und dem Umzug der Hauptstadt wieder nach Moskau 1918 erlebte die Stadt einen enormen Ausbau der öffentlichen Infrastruktur, auch zahlreiche Vorzeigebauten wurden bis zum Zweiten Weltkrieg errichtet. Der Zubau der Wohnflächen konnte jedoch nie dem Bevölkerungswachstum schritthalten. Dieses konnte auch durch diverse, teilweise bis heute geltende Zuzugseinschränkungen nicht gebremst werden. Allerdings wuchs die Stadt auch durch Eingemeindungen, insbesondere in den Jahren 1960 und 2012.

1980 wurden in Moskau die Olympischen Sommerspiele ausgetragen. In den Folgejahren erfasste jedoch die zunehmende Krise in der Sowjetunion auch die Stadt, die nach den dezentralen Bewegungen in den Republiken und Unruhen in Russland selbst schließlich vom Putschversuch 1991 direkt betroffen war. Nach dem endgültigen Zerfall der Sowjetunion Ende 1991, blieb Moskau die Hauptstadt Russlands. Seitdem wird insbesondere das Stadtzentrum immer stärker von modernen, repräsentativen Bauten geprägt. Weitere Merkmale der Entwicklung der Stadt in der postsowjetischen Ära sind der Wiederaufbau der in der Sowjetzeit zerstörten oder umgewidmeten Kirchen, die Renovierung der Gebäude aus der vorsowjetischen Zeit im Stadtkern sowie der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an den Rändern.

 aufhielt, zum jetzt leitenden Professor der russischen Militärakademie am Institut Burdienko durch: 
„Ich kam bis in sein Büro, und um mich zu legitimieren, zeigte ich Elanski zwei Fotos, auf denen mein Vater und Elanski im Gefechtsstand von Weihnachten 1917 zu sehen waren. Elanski zeigte immer wieder seine Freude und lud mich zu sich ein. Weil ich allerdings ständig überwacht wurde, kam es nicht zu diesem Besuch.“ 
Die Begegnung half jedoch, die Freundschaft aufzufrischen: „Elanski schickte Büchergeschenke nach Hermannstadt“.
Dr. Hagers überragende, völkerverbindend agierende Persönlichkeit hat in den schweren Jahren unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als nur einmal vermittelnd gewirkt und für die in Bedrängnis geratene sächsische Gemeinschaft Erleichterung und Hilfe ausgehandelt. Ein Auszug aus der Trauerrede von Friedrich Müller, Bischof der evangelischen Landeskirche A. B. in 
Rumänien
ron. România, eng. Romania

Rumänien ist ein von knapp 20 Millionen Menschen bewohntes Land in Südosteuropa. Die Hauptstadt des Landes ist Bukarest. Der Staat liegt direkt am Schwarzen Meer, den Karpaten und grenzt an Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine und Moldau. Rumänien entstand 1859 aus dem Zusammenschluss der Moldau und der Walachei. In Rumänien liegt das für die dortige deutsche Minderheit zentrale Gebiet Siebenbürgen.

, am Grab des 1965 verstorbenen Arztes erinnert daran: 
„Der Garnisons-Kommandant der sowjetischen Truppeneinheit in Hermannstadt, mit Namen Moruzow, lernte durch die Entbindung seiner Frau und die Pflege seines Kindes in der von Dr. Hager und Fräulein Schiel betreuten Anstalt unser Volk (!) so kennen, dass er Schritte unternahm, die für uns von wichtiger Hilfe wurden; um der Auswirkung seiner Hilfe willen mussten wir darüber schweigen, so dass außer mir nur derjenige davon weiß, der sie vermittelt hatte.[…] Ähnlich bedeutsam wurde die Beziehung, die Dr. Wilhelm Hager während des Zweiten Weltkriegs zum Rumänischen Roten Kreuz fand. Er konnte uns dadurch dessen überaus wichtige Hilfe zur Zeit des diakonischen Dienstes unserer Kirche an der zur Wiederaufbau-Arbeit in der
Sowjetunion
eng. Soviet Union, deu. Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, rus. Sovetskiy Soyuz, rus. Советский Союз, . Совет Ушем, . Советонь Соткс, rus. Sovetskij Soûz, . Советий Союз, yid. ראַטן־פֿאַרבאַנד, yid. סאוועטן פארבאנד, yid. sovətn farband, yid. sovʿtn-farband, yid. sovətn-farband, . Советтер Союзу, . Совет Союзы, . Советон Цæдис, . Совет Эвилели

Die Sowjetunion (SU oder UdSSR) war ein von 1922 bis 1991 bestehender Staat in Osteuropa, Zentral- und Nordasien. Sie ist aus dem sog. Sowjetrussland hervorgegangen, dem Nachfolgestaat des Russländischen Kaiserreichs. Den Kern der Union und zugleich ihren größten Teil bildete die Russische Sowjetrepublik, hinzu kamen weitere Teilrepubliken. Ihre Zahl variiert über die Zeit hinweg und steht im Zusammenhang mit der Besatzung anderer Länder (Estland, Lettland, Litauen), nur kurzzeitig bestehenden Sowjetrepubliken (Karelo-Finnland) oder mit der Teilung bzw. Zusammenlegung von Sowjetrepubliken. Zusätzlich gab es zahlreiche autonome Republiken oder sonstige Gebietseinheiten mit einem Autonomiestatus, der sich im Wesentlichen auf eine sprachliche Autonomie der Minderheiten beschränkte.

Die UdSSR bestand vor ihrer formellen Auflösung aus 15 Sowjetrepubliken mit einer Bevölkerung von ungefähr 290 Millionen Menschen. Mit ca. 22,4 Millionen km² bildete sie den damals größten Flächenstaat der Welt. Die Sowjetunion war eine sozialistische Räterepublik mit einem Einparteiensystem und einer fehlenden Gewaltenteilung.

ausgehobenen Glaubensgenossen vermitteln.“
Die Militärkiste Dr. Wilhelm Hagers gelangte 2015 als Schenkung seiner Kinder, Dr. Hans Hager und Frau Elisabeth Klusch, in das Siebenbürgische Museum. Dokumente und Archivalien, die den Lebenslauf und die Lebensleistung des engagierten Mediziners belegen, vervollständigen die Schenkung.

Informations-Bereich