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Ausweis von Max Klaymann
Ausweis Nr. 11 des Reichsausschusses jüdischer Sportverbände
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Quellenangabe:
Reichsausschuss jüdischer Sportverbände: AUSWEIS. (July 1934). NS-DOK – NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, N 1079,1. Cited from: Copernico. History and Cultural Heritage in Eastern Europe. URL: https://www.copernico.eu/en/link/68ecbedd5ccd02.00537579 (2026-07-18)
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Transcriptions
Transcription (German)
AUSWEIS
Nr. 11
des Reichsausschusses jüdischer
des Reichsausschusses jüdischer
Sportverbände
|2|
Vorname:
Max
Zuname:
{Kl}aymann
{Kl}aymann
Max Klaymann, geboren am 17.03.1903 in Ostrowiec (Kongresspolen). Wohnhaft in Köln seit Ende der 1920er Jahre und als Schneidermeister im eigenen Geschäft tätig. Verheiratet mit der Kölnerin Anne Berber, das Paar hatte zwei gemeinsame Kinder (Alfred *1932 und Marion *1939). Der Familie gelang 1938 die Flucht nach Uruguay, 1940 zogen sie nach Argentinien. 1964 kehrten sie nach Köln zurück und 1966 gehörte Max Klaymann wieder zu den ersten Mitgliedern des offiziell erst 1967 erneut gegründeten Makkabi.
Geb.:
[Fotografie; eingeheftete Fotografie (Porträtaufnahme schwarz-weiß) von Max Klaymann]
17.3.o3
Anschrift:
Köln a. Rh.
Hohenstaufenring 3o
Verein: I. B. C. Maccabi
Hohenstaufenring 3o
Verein: I. B. C. Maccabi
DEUTSCHER MAKKABIKREIS E.V.
Verband:
| | | |
|---|---|---|
| {Klaymann} | {Klaymann} | |
| Unterschrift | ||
| des Ausweis-Inhabers | des Vereinsleiters | |
| Reichsausschuß | ||
| Jüdischer Sportverbände | ||
| {###} | {###} |
|3|
Der Reichssportführer
Der Reichssportführer
Hans von Tschammer und Osten (1887–1943) war von 1933 bis 1943 Reichssportführer. Er war bereits seit 1929 Mitglied der NSDAP und der SA, zudem Rittergutsbesitzer und in verschiedenen Adelsgremien organisiert. Am ersten Weltkrieg nahm er als Offizier teil. Er initiierte den DFB-Pokalwettbewerb, der früher als Tschammerpokal bekannt war.
Bln.-Charl., den 28.9.34.
Tgb. Nr. 8017
Hardenbergstr. 42-43
Im Verfolg meines Schreibens vom 14.ds.Mts. bestätige ich hiermit den Reichsausschuß jüdischer Sportverbände, dem der Deutsche Makkabikreis e.V. und der Sportbund des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten angehören, als alleinige Vertretung des jüdischen Sports in Deutschland.
Alle Verhandlungen über den jüdischen Sport in Deutschland werde ich nur mit dieser Organisation führen.
i.V. gez.
Breitmeyer
Breitmeyer
Arno Breitmeyer (1903–1945) war ein deutscher Sportler und Sportjournalist, der 1932 der NSDAP beitrat, und ab 1933 die Sportredaktion des Völkischen Beobachters leitete, sowie als stellvertretender Reichssportführer tätig war. Nach dem Tod des Reichssportführers von Tschammer und Osten wurde er 1943 zum kommissarischen Reichssportführer ernannt. Er nahm als Soldat, später als Hauptmann, aktiv am Zweiten Weltkrieg in Frankreich, Polen und in der Sowjetunion teil.
Auszug aus den Richtlinien des Reichssportsführers
Der Reichssportführer
Der Reichssportführer
Bln. Charl., den 18.7.34.
Zu Tgb. 5534/34/ lÜ / Ms.
Hardenbergstr. 42-43
R i c h t l i n i e n f ü r d e n S p o r t b e t r i e b v o n J u d e n u n d s o n s t i g e n N i c h t a r i e r n.
In Zusammenfassung der bisher ergangenen Vorschriften und Einzelanordnungen über die Behandlung von Juden und sonstigen Nichtariern im Sport gelten zur Beseitigung wiederholt aufgetretener Zweifel künftig folgende Richtlinien:
- Die Bildung und Betätigung jüdischer usw. Sportvereine ist zulässig, wenn nicht im |4|Einzelfalle ein polizeiliches Verbot wegen staatsfeindlicher Betätigung erforderlich sein sollte.
- Die Vereine müssen ferner einer von mir anzuerkennenden Arbeitsgemeinschaft angeschlossen sein. Die gleichzeitige Zugehörigkeit der Vereine zu genehmigten weltanschaulichen Verbänden des Judentums wird hierdurch nicht berührt.
- Es bestehen keine Bedenken dagegen, daß die Vereine des Reichsbundes für Leibesübungen, Trainings- und Gesellschaftsspiele sowie sonstige Wettkämpfe gegen die oben bezeichneten Vereine austragen.
- Der Benutzung öffentlicher und privater Übungs- und Kampfstätten (wie z.B. Turnhallen, Sportplätze, Schwimmbäder usw.) steht nichts im Wege, sofern die Anlagen von den Schulen, den Sportvereinen des Reichsausschusses für Leibesübungen und den nationalen Verbänden nicht benötigt werden.
Diese Richtlinien treten mit ihrer Bekanntgabe in Kraft. Die in gleichem Zusammenhang früher ergangenen Rundschreiben werden damit hinfällig.
Berthold Levy Berthold Levy Das Verlags- und Druckereiwesen von Berthold Levy bestand um 1900 bis 1939 [1939 wurde es (zwangsweise) erloschen] in Berlin auf der Rungestr. 18. , Berlin C 2
Die Editionsrichtlinien finden Sie hier.
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Metadata
- Main title
- AUSWEIS
- Dating
- July 1934
- Languages
- German
- Source type
- Identity document
- Inventory institution
- NS-DOK – NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
- Signature
- N 1079,1
- Rechteinformation (historische Quelle)
- Rechte vorbehalten - Freier Zugang
- Copyright (Comment)
- CC BY-NC-SA 4.0
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