Die nicht Zustande gekommene Teilnahme an der 3. Arbeiter-Olympiade
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Transcription (Yiddish)
מאַי 1937 איז פאָרגעקוּמען א גרויסע בּאַראַטוּנג, גערוּפן פוּן דער צענטראַלע, אין וועלכער עס האָבּן זין באַטייליקט פאָרשטייער פוּן אַלע חברשע אַרבּעטער-אינסטרוּציעס אוּן דער ח' וויקטאָר אַלטער אַלס פאָרשטייער פוּן צ.ק. פוּן "בּוּנד". אין דער בּאַראַטוּנג האָט זיך אויך בּאַטייליקט די אָלימפּיאַדע-קאָמיסיע פוּן וואַרשעווער "מאָרגנשטערן", וועלכע איז בּאַשטימט געוואָרן פוּן דער פאַרוואַלטוּנג. אַלס ערן-פאָרזיצער פוּן אָלימפּישן קאָמיטעט איז אויסגעקליבּן געוואָרן דער ח' נ ח, וועלכער האָט דעם ערן-אַמט אָנגענוּמען. די בּאַראַטוּנג האָט בּאַטראַכט אַלע פראַגן, וואָס זענען געווען פאַרבּוּנדן מיט די אָלימפּיאַדע-צוּגרייטוּנג, אוּן אָנגענוּמען א פּרעלימינאַר-בּוּדזשעט פוּן דער עקספּעדיציע קיין אַנטווערפּן, וואָס האָט געזאָלט בּאַשטייט פוּן איבּער 50 ספּאָרטלער: גימנאַסטיקער, ריטמיק-גרוּפּע, האַנטבּאָל, שאַך, פּינג-פּאָנג, לײַכטאַטלעטיק. די אויסגעוויילטע אינסטאַנצן זענען צוּגעטרעטן צוּ אַן אַקטיווער טעטיקייט. די אויסגעוויילטע טעכנישע קאָמיסיע האָט סיסטעמאַטיש געהאַט זיצוּנגען. אוּן די ספּעציעל צוּגעטיילטע חברים האָבּן בּאַריכטעט יעדן וועגן דער אַרבעט אויף זייערע ספּאָרט-געבּיטן. דער אָנטייל פוּן וואַרשעווער "מאָרגנשטערן" איז געווען פאָרויסגעזען אין דער גימנאַסטיק-רעפּרעזענטאַנץ (צוּזאַמען מיט לאָדזש), ריטמיק-גרוּפּע, האַנטבּאָל (צוּזאַמען מיט פרויען – טאַרנאָוו) שאַך (מיט לאָדזש), פּינג-פּאָנג (מיט טאַרנאָוו).
Translations
Translation (German)
Die nicht Zustande gekommene Teilnahme an der 3. Arbeiter-Olympiade
Warschau ist die Hauptstadt Polens und zugleich die größte Stadt des Landes (Bevölkerungszahl 2024: 1.863.845). Sie liegt in der Woiwodschaft Masowien an Polens längstem Fluss, der Weichsel. Warschau wurde erstmals Ende des 16. Jahrhunderts Hauptstadt der polnisch-litauischen Adelsrepublik und löste damit Krakau ab, das zuvor polnische Hauptstadt gewesen war. Im Rahmen der Teilungen Polen-Litauens wurde Warschau mehrfach besetzt und schließlich für elf Jahre Teil der preußischen Provinz Südpreußen. Von 1807 bis 1815 war die Stadt Hauptstadt des Herzogtums Warschau, einem kurzlebigen napoleonischen Satellitenstaat; im Anschluss des Königreichs Polen unter russischer Oberherrschaft (dem sog. Kongresspolen). Erst mit Gründung der Zweiten Polnischen Republik nach Ende des Ersten Weltkriegs war Warschau wieder Hauptstadt eines unabhängigen polnischen Staates.
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Warschau erst nach intensiven Kämpfen und einer mehrwöchigen Belagerung von der Wehrmacht erobert und besetzt. Schon dabei fand eine fünfstellige Zahl an Einwohnern den Tod und wurden Teile der nicht zuletzt für seine zahlreichen barocken Paläste und Parkanlagen bekannten Stadt bereits schwer beschädigt. Im Rahmen der anschließenden Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung der polnischen und jüdischen Bevölkerung wurde mit dem Warschauer Ghetto das mit Abstand größte jüdische Ghetto unter deutscher Besatzung errichtet, das als Sammellager für mehrere hunderttausend Menschen aus Stadt, Umland und selbst dem besetzten Ausland diente und zugleich Ausgangspunkt für die Deportation in Arbeits- und Vernichtungslager war.
Infolge des Aufstandes im Warschauer Ghetto ab dem 18. April 1943 und dessen Niederschlagung Anfang Mai 1943 wurde das Ghettogebiet systematisch zerstört und seine letzten Bewohner verschleppt und ermordet. Im Sommer 1944 folgte der zwei Monate dauernde Warschauer Aufstand gegen die deutsche Besatzung, in dessen Folge fast zweihunderttausend Polen ums Leben kamen und nach dessen Niederschlagung auch das restliche Stadtgebiet Warschaus von deutschen Einheiten weitgehend und planmäßig zerstört wurde.
In der Nachkriegszeit wurden zahlreiche historische Gebäude und Teile der Innenstadt, darunter das Warschauer Königsschloss und die Altstadt, wiederaufgebaut - ein Prozess, der bis heute andauert.
Die kreisfreie Stadt Łódź (Bevölkerung 2024: 645.693) liegt in der gleichnamigen Woiwodschaft im Zentrum Polens. Die bis in die 1820er Jahre unbedeutende Kleinstadt erfuhr einen enormen Aufschwung nach dem Ausbau zum führenden Industriezentrum im autonomen Königreich Polen und wurde zu einem der wichtigsten Industriezentren im gesamten Zarenreich. Wegen der dominierenden Textilindustrie, erhielt die Stadt den Beinamen "Manchester Polens". Allerdings hielt der Wohnungsbau und der Ausbau der Infrastruktur dem Ausbau der Industrie nicht Schritt, sodass in der Stadt neben prunkvollen Palästen breite Teile der Stadtbevölkerung in prekären Verhältnissen, oft ohne Kanalisation und ohne Zugang zu Bildung, lebten.
Nach Ende des Ersten Weltkriegs gehörte Łódź zum wiederhergestellten polnischen Staat. Neben dem Wiederaufbau der kriegszerstörten Industrie wurde auch verstärkt in die Verbesserung der Lebensbedingungen der Stadtbevölkerung investiert. Nach dem Deutschen Überfall auf Polen im September 1939 wurde die Stadt ins Deutsche Reich eingegliedert und ihr offizieller Name zunächst in Lodsch, dann in Litzmannstadt geändert. 1940-1944 existierte in der Stadt eins der größten Ghettos im Reichsgebiet, in dem neben der beinahe gesamten örtlichen jüdischen Bevölkerung (mit ca. 220.000 etwa ein Drittel der Stadteinwohnerschaft) auch jüdische Bevölkerungsteile aus anderen Gebieten Polens und des Auslands sowie Sinti und Roma auf kleinstem Raum interniert waren. Nur wenige Menschen haben das Ghetto bzw. den Ort der anschließenden Verschleppung überlebt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 stellte Łódź eine intakte Stadt dar. Als die zu diesem Zeitpunkt größte Stadt Polens und wegen ihrer Nähe zur formellen, aber fast komplett zerstörten Hauptstadt Warschau, fungierte sie für drei Jahre als Regierungssitz.
Die Krise der Textilindustrie begann in den 1980er Jahren, um kurz nach Beginn der politischen Transformation Anfang der 1990er Jahre zusammenzubrechen. Die Stadt stürzte in eine tiefe Krise, in deren Folge ihre Bevölkerung zwischen 1989 und 2022 um 200.000 Einwohner sank. Vom zweiten Platz im Ranking der größten Städte des Landes ist Łódź an die vierte Stelle nach Krakau und Breslau zurückgefallen. Die Investitionen in die Sanierung, den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und den Kultursektor trugen im 21. Jahrhundert zu einem deutlich besseren Image der Stadt bei, die heute als einer der wichtigsten Standorte für Bildung, Kultur, die Designbranche und Filmindustrie in Polen gilt.
Tarnów ist eine Großstadt in der südpolnischen Woiwodschaft Kleinpolen (Einwohnerzahl 2012: 105.922).
Polen ist ein Staat in Ostmitteleuropa und ein Mitglied der Europäischen Union. Unter dem heutigen Namen ist das Land seit dem 10. Jahrhundert bekannt. Polen liegt an der Ostsee und ist der größte Staat (Bevölkerungszahl 2023: 37.636.508, Fläche: 313.964 km²) Ostmitteleuropas. Der Staatsname leitet sich von den westslawischen Polanen ab, die ab dem 9. Jahrhundert immer mehr Gebiete unter ihre Führung brachten, welche im 10. Jahrhundert als Herzogtum Polen bekannt waren. Unter Mieszko (ca. 960-992) erreichte die Ausdehnung des Landes etwa die heutigen Grenzen. Zumindest für Teile seines Landes war er zeitweise dem deutschen Kaiser tributpflichtig. Wahrscheinlich 966 nahm Polen das Christentum an, ab 1025 war es ein Königreich. 1138-1295 kam es infolge von Erbstreitigkeiten zur Zersplitterung des Landes. Das Aussterben der herrschenden Dynastie der Piasten führte 1370 zu einer polnisch-ungarischen Personalunion, die auf den Druck des polnischen Adels schon 1386 durch eine Polnisch-Litauische Doppelmonarchie ersetzt wurde. Die wachsende Rolle des Adels äußerte sich 1572 in der Etablierung einer Wahlmonarchie. Die Uneinigkeit des Adels führte jedoch zu den drei Teilungen Polens (1772-1795) zwischen Preußen, Russland und der Habsburgermonarchie. Polen wurde erst nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 selbstständig und verlor die Unabhängigkeit 1939 nach dem deutschen Überfall zu Beginn des Zweiten Weltkriegs und dem folgenden russischen Einmarsch von Osten. 1945-1989 war Polen ein Satellitenstaat der Sowjetunion. Seit 2004 ist Polen Mitglied der Europäischen Union.
Metadata
- Main title
- דער נישט צוּשטאַנד געקוּמענער אָנטייל אין דער 3טער אַרבּעטער-אָלימפּיאַדע
- Dating
- 1938
- Languages
- Yiddish
- Source
- Anonymus: Der nisht tsushtand gekumener onteyl in der 3-ter arbeter-olimpiade. In: Morgnshtern, Jahresbericht 1937. p. 5-6.
- Source type
- Report
- Inventory institution
- YIVO Institute for Jewish Research
- Signature
- YIVO Archives RG 1467/1518
- Copyright (Translation)
- CC BY-NC-SA 4.0
- Copyright (Comment)
- CC BY-NC-SA 4.0
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