Makkabi arbeitet wieder!

Die Wiederaufnahme der Uebungen

Transcriptions

Transcription (German)

Makkabi arbeitet wieder!
D i e W i e d e r a u f n a h m e d e r U e b u n g e n
Nachdem uns ein Teil der Uebungstätten wieder zur Verfügung gestellt worden ist, eröffnen wir nacheinander wieder den Betrieb der einzelnen Abteilungen. Alles Nähere ist aus dem Wochenplan zu ersehen.
Der Verein Der Verein Der Turn- und Sportverein Makkabi Düsseldorf wurde 1924 gegründet und zählte schon bald 200 aktive Mitglieder. Der Verein beteiligte sich an der Gründung des VINTUS. Der Vorsitzende Adolf Sindler hatte es abgelehnt, den Verein in seinem Sinne (national-jüdisch) auszurichten. Die höchste Mitgliederanzahl erreichte der Verein 1931 mit 650 Mitgliedern. Diesen wurde eine Vielfalt von Sportarten angeboten. Es gab Fußball, Turnen, Leichtathletik, Gymnastik, Rhythmik, Handball, Faustball, Boxen, Tischtennis, Tennis und Schwimmen. Anfang 1933 wurde dem Verein der Zugang zu bisher genutzten Sportanlagen verwehrt. Daraufhin berief Makkabi Düsseldorf eine Mitgliederversammlung ein. In seiner Ansprache plädierte der Vorsitzende Sindler für eine Abkehr von der bislang verfolgten politischen Neutralität des Vereins sowie für dessen zionistische Neuausrichtung. Im November 1933 trat der Verein dem Deutscher Makkabikreis bei. Es wurden alle Sportarten bis auf Rhythmik weiterhin angeboten und Schach kam hinzu. Der Verein wurde 1938 nach den Novemberpogromen aufgelöst. 1961 wurde der Verein unter dem Namen TuS Maccabi Düsseldorf als erster jüdischer Sportverein in der BRD wiedergegründet. Der Verein besteht bis heute. erwartet, daß sämtliche Mitglieder sich rege an den Vereinsveranstaltungen beteiligen, da die jüdische Jugend heute mehr denn je Zusammenhalt und Stählung des Körpers benötigt.
Wir bitten dafür zu sorgen, daß die Ausweiskarten in Ordnung sind. Ohne gültige Mitgliedskarte ist der Zutritt zu den Uebungsstätten nicht gestattet.
Wegen Neuanmeldungen wende man sich an Josef Eltzbacher Josef Eltzbacher Josef Eltzbacher (1898–1942?) wurde in Neuenkirchen bei Wiedenbrück geboren und lebte mit seiner Ehefrau Hildegard (1900–1942?) in Düsseldorf. Josef Eltzbacher betrieb eine Wäscherei, deren Werbeanzeigen auch in der Gemeindezeitung zu finden sind. Eltzbacher engagierte sich im jüdischen Turn- und Sportverein Makkabi als Schriftführer und Kassierer. Zudem spielten Hildegard und Josef Tennis. Im Novemberpogrom 1938 wurde die Wäscherei zerstört. Am 22. April 1942 wurden Hildegard und Josef Eltzbacher in das sogenannte Transit-Ghetto Izbica im damaligen Generalgouvernement deportiert. Das Ehepaar wurde entweder dort oder im Vernichtungslager Sobibór ermordet. Seit Januar 2025 wird dem Ehepaar im Düsseldorfer Stadtbild durch zwei Stolpersteine gedacht. , Kurfürstenstraße 59 Kurfürstenstraße 59 Bis zum Jahr 1936 befand sich auf der Kurfürstenstraße 59 in Düsseldorf die Wäscherei Eltzbacher. 1938 zog der Betrieb auf das Fabrikgelände eines jüdischen Fabrikanten auf der Königsberger Straße 26/Ecke Ronsdorfer Straße. .
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