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Makkabim schreiben…und noch einmal aus Erez Israel
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Theilhaber, Felix A.: Makkabim schreiben. (14.04.1938). In: Der Makkabi. Organ des Deutschen Makkabikreises, 14.04.1938. p. 4. Cited from: Copernico. History and Cultural Heritage in Eastern Europe. URL: https://www.copernico.eu/en/link/68f76d3a3d6a65.30342199 (2026-09-07)
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Makkabim schreiben
... und noch einmal aus Erez-Israel:
( Felix A. Theilhaber Felix A. Theilhaber Felix Aaron Theilhaber (1884–1956) war ein deutsch-israelischer Arzt und Soziologe. Er studierte Medizin in München und Berlin. 1910 wurde er promoviert. Als junger Zionist gehörte er in München einer Ortsgruppe bei, die auch einen jüdischen Turnverein gründete. Als Student war er im Kartell zionistischer Verbindungen aktiv. 1910 wurde er promoviert und war in Jena als Assistent in einer Frauenklinik aktiv. Theilhaber meldete sich als Arzt für die osmanische Regierung in Palästina und war als Freiwilliger im italienisch-türkischem Krieg (1911–1912) und in den Balkankriegen (1912–1913). Er erhoffte sich, als Arzt für die osmanische Regierung, in Palästina siedeln zu können, was sich jedoch nicht realisieren ließ. Danach lebte er in Berlin und setzte sich dort für die Sexualaufklärung ein. Im Ersten Weltkrieg war er als Feldarzt an der Front. Nach dem Krieg ließ er sich als Facharzt für Dermatologie nieder. Mit seiner Frau Stefanja hatte er zwei Söhne. Im Mai 1933 wurde Theilhaber für einige Monate ins Gefängnis gesperrt. Nach seiner Freilassung verlor er seine Zulassung als Arzt. 1935 emigrierte er mit seiner Familie nach Palästina. In Tel Aviv ließ er sich als Arzt nieder. Mit anderen emigrierten Ärzten aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei gründete er eine private Krankenkasse mit freier Arztwahl „Kupat Cholim Maccabi“. Sein Bruder Robert Theilhaber (1881–1942), Rechtsanwalt mit Kanzlei in München, wurde 1938 im Zuge der Pogrome in das KZ Dachau deportiert. Felix Theilhaber erreichte die Entlassung seines Bruders, der nach Paris emigrierte. 1940 wurde Robert über ein Internierungslager in den Osten deportiert und in Auschwitz ermordet. )
( Felix A. Theilhaber Felix A. Theilhaber Felix Aaron Theilhaber (1884–1956) war ein deutsch-israelischer Arzt und Soziologe. Er studierte Medizin in München und Berlin. 1910 wurde er promoviert. Als junger Zionist gehörte er in München einer Ortsgruppe bei, die auch einen jüdischen Turnverein gründete. Als Student war er im Kartell zionistischer Verbindungen aktiv. 1910 wurde er promoviert und war in Jena als Assistent in einer Frauenklinik aktiv. Theilhaber meldete sich als Arzt für die osmanische Regierung in Palästina und war als Freiwilliger im italienisch-türkischem Krieg (1911–1912) und in den Balkankriegen (1912–1913). Er erhoffte sich, als Arzt für die osmanische Regierung, in Palästina siedeln zu können, was sich jedoch nicht realisieren ließ. Danach lebte er in Berlin und setzte sich dort für die Sexualaufklärung ein. Im Ersten Weltkrieg war er als Feldarzt an der Front. Nach dem Krieg ließ er sich als Facharzt für Dermatologie nieder. Mit seiner Frau Stefanja hatte er zwei Söhne. Im Mai 1933 wurde Theilhaber für einige Monate ins Gefängnis gesperrt. Nach seiner Freilassung verlor er seine Zulassung als Arzt. 1935 emigrierte er mit seiner Familie nach Palästina. In Tel Aviv ließ er sich als Arzt nieder. Mit anderen emigrierten Ärzten aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei gründete er eine private Krankenkasse mit freier Arztwahl „Kupat Cholim Maccabi“. Sein Bruder Robert Theilhaber (1881–1942), Rechtsanwalt mit Kanzlei in München, wurde 1938 im Zuge der Pogrome in das KZ Dachau deportiert. Felix Theilhaber erreichte die Entlassung seines Bruders, der nach Paris emigrierte. 1940 wurde Robert über ein Internierungslager in den Osten deportiert und in Auschwitz ermordet. )
… Ich beginne mit den einzelnen Schicksalen der mir Nahestehenden, und zwar mit dem Los der Mitglieder meiner alten Wilmersdorfer Barkochba-Abteilung. Die Mehrzahl von ihnen ist im Lande; manchen geht es sehr gut, aber alle fühlen sich, da sie zionistische Gesinnung mitbrachten, ausnahmslos wohl. Hier nörgeln bekanntlich auch viele, die es wirklich nicht nötig hätten. Jeder muß sich in ungewohnten Verhältnissen erst „zugewöhnen“; aber es ist erstaunlich, zu beobachten, daß es Menschen gibt, die nicht auf das geringste verzichten wollen, nicht auf den Wohnluxus, auf die Vergnügungsreise nach Europa, auf Personal, das ihnen von früh bis in die Nacht hinein zur Verfügung steht – nachdem sie früher emphatisch erklärt hatten, sie seien bereit, sich hier im Lande von trockenem Brot zu ernähren.
Vielleicht ist es ein Zufall, daß gerade die Klub-Kameraden aus der Wilmersdorfer Abteilung sich wohl fast alle eingeordnet haben. Wie das manche von ihnen, die sich umgestellt haben, mit Erfolg fertigbrachten, will ich hier im einzelnen nicht zeigen, nachdem ich darüber schon in Berichten an meine nächsten Freunde in Berlin eingehend geschrieben habe. Um von Menschen außerhalb dieses Kreises zu sprechen – da denke ich z.B. an zwei Bekannte, denen ich
s. Zt.
s. Zt.
seinerzeit
auf Anfrage des
Palästina-Amtes
Palästina-Amtes
Das Palästina-Amt wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Abteilung der Jewish Agency for Palestine gegründet und bestand in vielen zahlreichen Staaten. Das Palästina-Amt war die offizielle Vertretung der Zionistischen Weltorganisation in Jaffa. Zu den Aufgaben des Amtes gehörten u.a. die Beschaffung von Visa sowie die Bereitstellung von Geldern für die Emigration. Außerdem bot das Palästina-Amt Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Sprachkurse in Hebräisch an. 1924 wurde das Palästina-Amt in Deutschland gegründet. 1941 wurde es zwangsweise geschlossen.
die Eignung für das Land absprechen mußte, und die schließlich dennoch ihr Ziel, die
Alijah
Alija
also:
Der aus der Bibel stammende Begriff „Alija” (hebr. „Aufstieg”, wörtlich „hinaufsteigen”) wurde v.a. nach der Entstehung des politischen Zionismus als Bezeichnung für die Rückkehr von Juden nach Israel verwendet und als zionistisches Ideal angesehen. Vor der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 kam es zwischen 1882 und 1939 zu fünf unterschiedlich starken Einwanderungswellen, die als „fünf Alijot“ (Pl. von Alija) bezeichnet werden. Die vielschichtigen Gründe für diese Wellen lagen u. a. im Antisemitismus in den Ausreisestaaten. Vor 1919 erfolgte die Immigration nach Palästina hauptsächlich aus dem Russischen Reich. Sie lässt sich in zwei Phasen unterteilen: Die erste Alija dauerte von 1882 bis 1903, die zweite von 1904 bis 1914. Angesichts der antisemitischen Verfolgung in den neu entstandenen Staaten nach dem Zerfall der großen Imperien nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte zwischen 1919 und 1923 die dritte Alija. Die vierte Alija (1924–1927) und die fünfte Alija (1930–1939) erfolgten auch im Kontext der (Welt-) Wirtschaftskrisen, wobei die letzte Auswanderungswelle mit dem Aufstieg des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland einherging. Als sechste Alija (1947–1950) wird die Auswanderung nach Israel im direkten Zusammenhang mit der Staatsgründung 1948 bezeichnet. Im Jahr 1950 wurde in Israel das Rückkehrgesetz erlassen, welches Personen jüdischer Herkunft oder Personen jüdischen Glaubens die Einwanderung nach Israel sowie die Erlangung der israelischen Staatsbürgerschaft erlaubt. Der Kreis der Berechtigten wurde nach und nach erweitert.
Seitdem erreichten Israel mehrere kleinere Migrationswellen, die meist mit einer stärkeren Ausprägung von Antisemitismus in den Auswanderungsländern einhergingen. Insbesondere in der israelischen Geschichtsschreibung werden auch frühere Auswanderungswellen der jüdischen Bevölkerung in das Gebiet des heutigen Israel als Alijot bezeichnet.
, erreichten. Der eine, ein früherer Referendar, schlägt sich mit Stundengeben durch. Der andere mit früher vollkommen unjüdischer Einstellung, lernte in verschiedenen anderen Ländern das bittere Los des Emigranten kennen, bis er sich in seiner jüdischen Weltanschauung wandelte. Hier hat er weniger gehungert als auf seiner vorhergegangenen Odyssee. Heute will er, selbst wenn er es könnte, nicht mehr in die weite Welt zurück.Aliyah, Alijot
Gerade die, die über Paris, Spanien usw. hierher gekommen sind, sind viel genügsamer als die Olim, die es, wie sie meinten, „nicht nötig hatten" und nun nicht rasch genug erwarten können, daß sie materiell in die Höhe kommen.
Erez Jisrael hat sich so phantastisch entwickelt, daß vielen der Neueinwanderer der gerechte Maßstab fehlt. Im Jahre 1906 traf ich im Lande 8.000 jüdische Siedler an, denen
Baron Rothschild
Baron Rothschild
Baron Moritz von Hirsch (Maurice de Hirsch; 1831–1896) war ein deutsch-jüdischer Unternehmer und Philanthrop. Er stammte aus einer geadelten Bankiersfamilie und war unter anderem durch den Bau einer Eisenbahnstrecke ins Osmanische Reich zu beträchtlichem Vermögen gelangt. Sein philanthropisches Engagement konzentrierte sich auf die Juden im Osmanischen Reich, in Russland und im Habsburger Reich. Er engagierte sich für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände und unterstützte landwirtschaftliche Ansiedlungen, etwa in Argentinien. Ähnlichen Projekten in Palästina und generell der zionistischen Idee aber stand er kritisch gegenüber. Mit den Mitteln der Hirsch-Stiftung finanzierte er ab 1891 Schulen und Berufsschulen für jüdische junge Männer in Galizien und der Bukowina, die dazu dienen sollten, Juden zu nützlichen Untertanen des Habsburgerreichs zu machen.
auf ihren Wein soviel draufzahlte, daß sie gerade existieren konnten. Der Großteil der Juden, die damals in Städten wie Jerusalem, Hebron, Safed, Tiberias lebten, eine armselige, demoralisierte Bevölkerung von mehr als 60.000 Menschen, fristete sein Leben von der „
Chaluka
Halukka
also:
Halukka (hebräisch: "Verteilung") ist eine organisierte Sammlung und Verteilung von Wohltätigkeitsgeldern für die jüdischen Bewohner:innen in Erez Israel. Vom 1. Jahrhundert bis tief in das 19. Jahrhundert war das eine der wichtigsten Unterhaltsquellen für die dort existierenden jüdischen Gemeinden. Nach der Gründung des Staates Israel verlor sie stark an Bedeutung.
“. In Jaffa hatten sich damals die neuen Einwanderer, ebenso wie in Haifa, in Elendsquartieren neben den Arabern „angesiedelt“. Im ganzen Land gab es in jener Zeit nur einen einzigen Juden, der ein Vermögen von 5.000 Pfund besaß!Chalukka, Halukkah
Im Jahre 1925 sagte mir ein Freund im Lande: „Sie sprechen von ‚Tel Aviv bei Jaffa‘. Passen Sie auf! Wir erleben es noch, daß man von ‚Jaffa bei Tel Aviv‘ spricht.“ Er prophezeite mir – mir schien, daß er phantastierte – einen Tel Aviver Hafen. All das war mir so unwahrscheinlich, daß ich es nicht glauben konnte und nicht vergessen habe.
… Die große Einwanderung der letzten Jahre hat zur Übersetzung vieler Berufe geführt, vor allem, weil die Industrialisierung des Landes mit der Alijah nicht Schritt halten konnte. Noch einige Zeit wird vergehen, bis sich die Neueinwanderer in die Wirtschaft eingefügt haben. Man bedenke auch, daß die Mittel des
K e r e n H a j e s s o d
K e r e n H a j e s s o d
Keren Hajessod, auch: Keren Hayessod (hebr.) wurde 1920 in London gegründet und ist ein weltweit tätiger Gründungs-Fonds, der Spenden für Erez Israel sammelt.
, der in erster Linie berufen ist, bei dieser Entwicklung zu helfen und voran zu gehen, begrenzt sind: er hat nicht einmal so viel Geld im Jahre zur Verfügung wie die Berliner Jüdische Gemeinde. Alle wirklich großen wirtschaftlichen Unternehmungen, vom Elektrizitätswerk bis zum Hafen Tel Aviv’s konnten nur dank der Finanzbeihilfen des Keren Hajessod ins Leben gerufen werden. Heute geht es darum, daß die Orangenkisten an Ort und Stelle fabriziert, daß die Produkte unserer fünfundzwanzig einheimischen Schuhfabriken nicht durch ausländische Dumpingware verdrängt werden, und um ähnliche Details einer schon weitgehend entwickelten Wirtschaft.
… Gegenüber solchen Möglichkeiten versagt die Palästina-Regierung. Deshalb muß der Keren Hajessod die Aufgabe erfüllen, für die Ansiedlung, besonders der Jugend, für ihre Erziehung, für die Entwicklung der Industrie, für die kulturellen Aufgaben, für Hygiene und Sozialarbeit zu sorgen – ein weites Feld, das umso schwerer zu bearbeiten ist, als sich das Land ständig entwickelt und der
Jischuw
Jischuw
also:
Der Begriff Jischuw (hebr. für „Siedlung“, „bewohntes Land“) bezeichnet die Gesamtheit der jüdischen Siedlungen in Palästina vor der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948. Der sogenannte „alte“ Jischuw bezeichnet jüdische Siedlungen in Palästina, deren Bevölkerung sich dort insbesondere aus religiösen Gründen niederließ. Als „neuer Jischuw” werden die jüdischen Siedlungen bezeichnet, die im Zuge der zionistisch motivierten Migration (Alijah) ab ca. 1880 entstanden. Bis 1920 existierten die einzelnen Siedlungen isoliert voneinander ohne übergreifende Verwaltungsstruktur.
dauernd wächst.Jischuv
Ich möchte nicht behaupten, daß ich mit allem einverstanden bin, was von unseren Vertretern und Beamten getan wird. Es mag sein, daß der Verwaltungsapparat des Jischuw hier und da unzweckmäßig besetzt ist, zu teuer arbeitet und falsch funktioniert. Aber das Recht zur Kritik hat nur der, der sich seinen Verpflichtungen nicht entzieht und sich nicht darauf beschränkt, dauernd neue Vorwände zu suchen, um jede Mithilfe ablehnen zu können. Menschen, die so verfahren, wissen oft nicht, ob sie nicht von der Sache der sie sich versagen, später selbst einmal Nutzen ziehen werden. Ich kenne einen früheren Berliner jüdischen Großkaufmann, der es nach den
Unruhen des August 1929
Unruhen von 1929
also:
Während der zionistischen Einwanderung nach Palästina nahmen die Spannungen zwischen der arabischen und jüdischen Bevölkerung immer weiter zu. 1929 kam es zu Ausschreitungen in Palästina. Dabei kam es zum Pogrom von Hebron, bei dem 67 Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Neben diesem Pogrom fanden 1929 weitere tödliche Angriffe auf Jüdinnen und Juden statt. Insgesamt kamen während der Unruhen 133 Jüdinnen und Juden ums Leben. 110 arabische Aufständische wurden von Angehörigen der britischen Sicherheitskräfte im Mandatsgebiet Palästina getötet.
ablehnte, dem Nationalfonds auch nur die kleinste Spende zu geben. Heute siedelt er auf Nationalfondsboden. Ein Herr, der jahrzehntelang in Deutschland antizionistische Politik betrieben und noch 1931 bei Gemeindewahlen gegen die zionistische Liste kandidiert hatte, konnte bei einer großen Organisation hier im Lande unterkommen. Sogar Leute, die s. Zt. den berüchtigten „Aufruf gegen den Zionismus“ unterschrieben hatten, genießen jetzt hier im Lande direkt oder indirekt die Früchte dieser langjährigen Arbeit; ja, sogar Juden, die früher selbst vor dem Schritt zur Taufe nicht zurückgeschreckt waren, ziehen aus dieser Arbeit heute Nutzen. Das sind keine leeren Behauptungen; ich könnte sie mit vielen konkreten Beispielen belegen. Die Lehre, die daraus zu ziehen ist, kann nur sein: daß jeder Einzelne von Euch, in der
Galuth
Galuth
Hebräisch für jüdische Diaspora.
, so für Erez Israel sorgt, als werde er selbst hierher kommen, auch, wenn ihm das im Augenblick unwahrscheinlich dünkt.Ausschreitungen in Palästina 1929
Aus New York:
… Nach meiner Rückkehr nach New York habe ich meine Arbeit im Makkabi wieder aufgenommen. Inzwischen hat sich der Bar Kochba – da seine Existenz als selbständiger Verein sehr schwierig war – als Unterorganisation dem
Order Sons of Zion
Order Sons of Zion
Eigtl. „Order of the Sons of Zion” ist eine Lebensversicherungsgesellschaft für jüdische Männer, die 1908 in New York City gegründet wurde. Zum Zeitpunkt ihrer Gründung bestand sie hauptsächlich aus jüdischen Einwanderern aus Ost(mittel-) Europa, wie etwa aus Polen oder Russland.
angeschlossen. Das ist eine große Gruppe, die der Zionistischen Organisation von Amerika angehört.
Nachdem sich jetzt eine große Zahl neueingewanderter Makkabim besonders aus Südwestdeutschland gemeldet hat, bin ich der Ansicht, daß unsere Arbeit sehr bald wieder von Erfolg sein wird. Natürlich gibt es große Schwierigkeiten, da unsere Leute sehr oft noch nicht in gesicherter Lage sind und so noch nicht sehr aktiv mitarbeiten können. Durch das Erlernen des Sprache und das Suchen nach einem Beruf sind die natürlich sehr in Anspruch genommen. Wir versuchen, ihnen selbstverständlich nach Möglichkeit die Einordnung zu erleichtern.
Einige Makkabim, die schon länger im Lande sind, haben sich jetzt zur Mitarbeit zur Verfügung gestellt und wir sehen mit großer Hoffnung für unsere Makkabiarbeit in die Zukunft. Wir sind sehr dankbar dafür, daß Ihr uns mit Eurem Material und Euren Ratschlägen anhand geht und daß die Verbindung zwischen uns nicht abreißt.
Aus Schweden:
So seht Ihr, daß ich mich schon sehr rege im hiesigen Makkabi betätigte, wo mit der Zeit sicherlich allerhand zu machen ist. Es ist sehr gutes Material vorhanden, obwohl die guten Sportler noch in anderen Vereinen sind und nur nebenbei im Makkabi. Z. B. ist der bekannte Mittelstürmer
Nierenburg
Nierenburg
Lennart Nierenburg (1927) spielte für den IK Göta.
aus der
Eishockeymannschaft Götha
Eishockeymannschaft Götha
IK Göta wurde 1900 gegründet und betrieb mehrere Sportarten, wobei Eishockey die bedeutsamste Sportart war. 2007 fusionierte der Verein mit Traneberg IF zu Göta Traneberg IK. Der Verein bietet heute nur noch Eishockey an.
ein Makkabimann. Überhaupt gibt es verschiedene Könner in allen Sportarten unter den hiesigen Makkabim. Man versucht jetzt hier eine regere
Tarbutarbeit
Tarbut
also:
Tarbut (hebräisch ʹKulturʹ) war ein Netzwerk für Bildung und Kultur, das in der Zwischenkriegszeit säkulare hebräischsprachige Schulen in Teilen Ostmitteleuropas unterhielt. Es wurde 1917 in Russland gegründet, jedoch bereits 1919 von der sowjetischen Regierung verboten. Ab 1921 war Tarbut vor allem in Polen aktiv, wo seine letzten (zu diesem Zeitpunkt bereits illegalen) Einrichtungen 1941 aufgelöst wurden. Tarbut war auch in Litauen und Rumänien stark vertreten.
einzuführen. So machte ich vorige Woche einen Abend mit, der von 50 Makkabim besucht war und auf dem Jack Neumann einen Vortrag über die baltischen Makkabispiele und über das Weltmeisterschaftsspiel in Erez Israel hielt. Ich bin aufgefordert worden, in der nächsten Monatsversammlung ebenfalls ein Referat zu halten und ich hoffe, daß es mir, obwohl ich die Sprache noch nicht ganz beherrsche, gelingen wird, die Leute zu interessieren.Tarbuth
Aus Sao Paulo:
… Die Fußball-Abteilung des Makkabi hat sich einen eigenen Platz gebaut und spielt jeden Sonntag vor begeisterten Publikum. Am letzten Sonntag haben wir das bisher härteste Spiel auszutragen gehabt. Wir konnten dasselbe trotz einigem Ersatz 3:1 gewinnen. In der Mannschaft spielten 3 Makkabim aus Deutschland. Ich selbst habe das Spiel gepfiffen. Die Tatsache, daß 3.500 Zuschauer anwesend waren, wird Euch beweisen, wie groß hier das Interesse am jüdischen Sport ist.
Betrifft: Presse-Berichterstattung.
Wir bitten alle wichtigen Sport-Ereignisse des Sonntags (Resultate der ersten Mannschaften), die in der Dienstag-Ausgabe der „Jüdischen Rundschau“ veröffentlicht werden sollen, bis Montag früh in das Sekretariat, Berlin W 15, Meinekestr. 10, zu senden.
Die Editionsrichtlinien finden Sie hier.
Translations
Metadata
- Main title
- Makkabim schreiben
- Dating
- 14.04.1938
- Languages
- German
- Source
- Theilhaber, Felix A.: Makkabim schreiben .... und noch einmal aus Erez Israel. In: Der Makkabi. Organ des Deutschen Makkabikreises, 14.04.1938. p. 4.
- Source type
- Newspaper article
- Inventory institution
- Zentralbibliothek der Deutschen Sporthochschule Köln
- Rechteinformation (historische Quelle)
- Rechte vorbehalten - Freier Zugang
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