Schreiben von Yosef Yekutieli an die Société Sportive Orientale vom 2. Oktober 1928

Transcriptions

Transcription (English)

[Yosef Yekutieli to the Société Sportive Orientale]
{העתק מכתב על החתום} {העתק מכתב על החתום} Maschinenschriftliche Einfügung; Deutsche Übersetzung: „Kopie eines Schreibens, gezeichnet.“
[Unterschrift]
Jerusalem, 2.10.[1]928
{הדו"ח שהגישה האגודה ספורטיבית המזרחית מקהיר. סייעה לסיפוח התאחדות הנציונל הא"י ל-FIFA, על חתום} {הדו"ח שהגישה האגודה ספורטיבית המזרחית מקהיר. סייעה לסיפוח התאחדות הנציונל הא"י ל-FIFA, על חתום} Deutsche Übersetzung: „Bericht, eingereicht vom Orientalischen Sportverband aus Kairo. Unterstützte die Eingliederung des Nationalen Verbandes in Eretz Israel in die FIFA, gezeichnet.“ Dieser Kommentar ist falsch, denn der palästinische Verband berichtete an die Societé Sportive Orientale.
[Unterschrift]
The
Societe Sportif Orientale Societe Sportif Orientale Über die Société Sportive Orientale ist nichts bekannt. Sehr wahrscheinlich handelte es sich um einen der Kairoer Sportvereine, dessen französischsprachiger Name nicht der englisch- oder arabischsprachigen Bezeichnung entspricht. Yekutieli sah im Aufbau internationaler Kontakte die Möglichkeit, seine zunächst gescheiterten Bemühungen um eine internationale Anerkennung des jüdischen Sports in Eretz Israel, vor allem durch die Repräsentation des Jischuw bei den Olympischen Spiele, mit neuer Relevanz zu versehen und schließlich zum Erfolg zu führen. Der Fußball als Zuschauermagnet erschien ihm dabei als besonders geeignet und die erfolgreichen Auslandsspiele des Hakoah Wien, u. a. in den USA 1926 und in Ägypten 1924, dienten als Vorbild. Eine Palästina-Auswahl bereiste die USA im Sommer 1927. Eine Ägypten-Reise wurde parallel dazu vorbereitet, Ende 1926 hatten Makkabi-Funktionäre hierzu Gespräche im ägyptischen Konsulat in Jerusalem geführt. ,
CAIRO
Dear Sir,
In reply to your kind favour of the 18th inst., I am pleased to give a scetch [sic!] of the present football situation in 
Mandatory Palestine
deu. Mandatsgebiet Palästina, heb. המנדט הבריטי מטעם חבר הלאומים על פלשתינה, fra. Palestine mandataire

Das Mandatsgebiet Palästina wurde infolge des Ersten Weltkriegs und der in den Nachkriegsjahren vorgenommenen territorialen Neuordnung der östlichen Mittelmeergebiete (Levante) geschaffen, die zuvor zum unterlegenen Osmanischen Reich gehört hatten. Im Kriegsverlauf waren die Gebiete westlich und östlich des Jordan, die historisch auch als Cis- bzw. Transjordanien bezeichnet wurden und den heutigen Staaten Israel, Jordanien sowie dem Westjordanland und dem Gazastreifen entsprechen, unter britische Herrschaft gekommen. Großbritannien hatte ab 1916 die regionale arabische Unabhängigkeitsbewegung in der Arabischen Revolte (1916–1918) entscheidend unterstützt, die militärisch eroberten Gebiete jedoch im Anschluss zwischen sich und Frankreich aufgeteilt. Noch vor Kriegsende hatte Großbritannien zudem nicht nur der arabischen, sondern auch der jüdischen Bevölkerung der Region Unterstützung in der Erlangung politischer Unabhängigkeit bzw. der Schaffung eigener Staaten zugesichert (Balfour-Erklärung, 1917). Die Konferenz von San Remo, die im April 1920 über die Aufteilung des Osmanischen Reiches entschied, bestätigte die britischen Gebietsansprüche. 1922 erteilte auch der Völkerbund Großbritannien offiziell das Mandat über das Gebiet.
Bereits 1923 teilte Großbritannien dieses erste „Mandatsgebiet Palästina“ in zwei Gebiete auf: „Transjordanien“, das 1946 unabhängig wurde und seit 1950 offiziell den Namen Jordanien trägt; sowie das erneut als Mandatsgebiet „Palästina“ bezeichnete Gebiet, das nun das historische Cisjordanien bzw. den westlich des Jordans gelegenen Teil der historischen Region Palästina und die südlich gelegene Negev-Wüste umfasste und nach wie vor einen Zugang zum Golf von Akaba und damit zum Roten Meer besaß.
Die Zeit des Mandats war von anhaltenden Unruhen zwischen den arabischen und jüdischen Bevölkerungsteilen des Mandatsgebietes geprägt, nach Ende des Zweiten Weltkriegs gab Großbritannien das Mandat auf und an die Vereinten Nationen (als Nachfolgeeinrichtung des Völkerbundes) zurück, die daraufhin einen Teilungsplan für die Region entwickelten. Zu dessen Implementierung kam es jedoch nie, da die Spannungen im Mandatsgebiet zum Palästinakrieg (1947–1949) eskalierten, in dessen Verlauf Israel seine Unabhängigkeit ausrufen und erfolgreich durchsetzen konnte.

Das Bild zeigt eine Karte des britischen Mandatsgebiets in Palästina zwischen 1945 und 1947. (Public Domain, via Wikimedia Commons)

.
The football has been introduced in Palestine as far back as before the war, when the “MACCABEEN” Clubs played it in 1912/13. The first regular team was organized in Jaffa (Tel-Avivi) Jaffa (Tel-Avivi) Im Jahr 1906 erfolgte in Jaffa die Gründung des ersten Sportvereins in Palästina unter dem Namen Rishon Letzion. Nach der Gründung der neuen Stadt 1909 wurde der Club in Maccabi Tel Aviv umbenannt. Fußball war bereits in der Frühphase die beliebteste Sportart. . But the real impetus to the hgam game gave the British troops after the occupation of Palestine. The “Maccabi” organization has since fostered football and several teams were then organized all over Palestine.
At first weak, then stronger from year to year until now the “Maccabee” possess the strongest teams all over the country. Tehere [sic !] is a union of Maccabeen football teams in Palestine union of Maccabeen football teams in Palestine Im September 1912 fand im Hebräischen Herzliya-Gymnasium in Tel Aviv die Gründung von Makkabi Eretz Israel statt, woran die Vereine aus den folgenden Städten und Siedlungen mitwirkten: Tel Aviv, Jerusalem, Zichron Yaakov, Rehovot, Akron, Rishon Letzion, Gadera, Nes Ziona, Rosh Pina, Kastina. Der Verband war als Palästinensischer Kreis Teil der Jüdischen Turnerschaft. Ab 1913 ist auch in Beirut ein Mitgliedsverein des Kreises außerhalb von Eretz Israel belegt. . This Union arranges Cup plays every year.
Six years ago a British Committee in Jerusalem launched the “Palestine Football Competition Cup”, which cup has been hold by British teams during 5 years 5 years Im Jahr 1927 entwaffnete Generalmajor Plummer die britische Polizei im Mandatsgebiet und verkleinerte die Stärke von Polizei und Armee im Land. In der Folge lösten sich viele der bislang führenden britischen Fußballvereine auf, sodass jüdische Vereine zunehmend die Führung übernahmen. Diese Entwicklung gab den Anlass, die multilaterale britisch-jüdisch-arabische Zusammenarbeit bei den Pokalspielen neu zu organisieren und die Regeln an den internationalen Standard anzupassen. In diesem Zusammenhang verfolgte Yekutieli die Absicht, einen Fußballverband in Eretz Israel zu gründen. . Last year the Cup came the first time into the hands of a j jewish team. The following teams participated during the last year Palestine Cup Tournament: 5 british teams, one Arab team (beaten in the first round) and 6 jewish teams. In the semi-final three jewish teams and one british in the final play only two jewish teams took part.
The present football season has not yet been started, the following teams exist to-day:
A. Division:  4 british (military)
4 jewish (Maccabeen)
2       ̎       ( Hapoél-Labourers Hapoél-Labourers Hapoel (hebr., der Arbeiter) ist die Selbstbezeichnung der sich ab 1923 formierenden jüdischen Arbeitersportbewegung im Mandatsgebiet Palästina. Diese Entwicklung nahm zunächst innerhalb des Makkabi, welcher sich als politisch neutral verstand, ihren Anfang. 1924 beschlossen die Hapoel-Vereinigungen ihre Herauslösung aus dem Makkabi, der damit zwangsläufig auf das bürgerliche Lager festgelegt wurde. Die Umsetzung der Trennung erfolgte jedoch erst im Mai 1926 mit der Gründung des Hapoel-Verbandes in Tel Aviv, der an die Gewerkschaft Histadrut angegliedert war. Im Juli 1927 trat Hapoel der SASI (s. union of Maccabeen football teams) bei und unterzeichnete mit Makkabi ein Abkommen über die Zusammenarbeit, woraus in der Praxis Widersprüche und Konflikte erwuchsen. )
B. Division:  ? british (unknown)
10 Jewish (Maccabeen)
4       ̎       (Hapoél)
5 Arab
C. Division: 25 jewish (Maccabeen)
8        ̎      (Hapoel)
6 arab
The Maccabee organization has endeavoured to create an International Football Union in Palestine, but failed. The British teams refuse to join such an Union, and the Arab teams, that are only occassional and temporary, have no rules governing their teams their teams Der wichtigste unter den britischen Sportvereinen war der um 1920/21 gegründete Jerusalem Sports Club, der über bestens ausgestattete eigene Anlagen verfügte. Nukleus des arabischen Sports in Palästina waren dagegen Schulen (St. George´s und Rawdat Al Maaref in Jerusalem), so dass hier Yekutieli auf fehlende Konsistenz und Organisationsstrukturen verweist. Allerdings kam es auch unter den arabischen Sportlern zu zunehmend mehr Vereinsgründungen, so dass ihre Zahl bis zum Beginn der 1930er Jahre auf etwa 20 stieg. Die Mandatsbehörden beobachten diese Clubs als vermeintliche Träger eines arabischen Nationalismus mit Argwohn – eine Einschätzung, die sie spiegelbildlich auch gegenüber den jüdischen Sportbewegungen getroffen haben dürften. .
On the 14.8.[​1​]928 a Football Union for Palestine was organized, in which representatives of 37 Jewish teams took part. the Meeting convened on this occasion decided upon the rules and regulations to govern this Union. But in the last moment the “Hapoél” Organisation refused to join on th the ground of being bound to their  “Labour Sport Organisation”
Sozialistische Arbeitersport Internationale
also:
SASI
Die Sozialistische Arbeitersport Internationale (SASI) trug diesen Namen seit 1928. Schon 1913 hatte es auf dem Arbeitersportkongress in Gent die Initiative gegeben, den Arbeitersport international zu organisieren, doch erst nach dem Ersten Weltkrieg kam es zum Gründungskongress in Luzern im September 1920. Die französische und die belgische Delegation lehnten aus Gründen der Breitenwirkung einen auf den Sozialismus verweisenden Namenspartikel ab. So hieß die Organisation zunächst Internationaler Arbeiter-Verband für Sport und Körperkultur und war auch als Luzerner Sportinternationale (LSI) bekannt, ab 1925 dann als Internationaler sozialistischer Verband für Arbeitersport und Körperkultur. Zahlreiche Spannungen gab es mit der 1921 gegründeten Roten Sportinternationale (RSI), dem Sportverband der Komintern. Im Vorfeld der ersten Arbeiterolympiade 1925 in Frankfurt am Main verlangte die RSI die bedingungslose Teilnahme ihrer Mitglieder, was die LSI jedoch ablehnte. 1927 stellte die LSI alle Kontakte zur RSI ein, die ab 1928 ihrerseits an den Olympischen Spielen orientierte Spartakiaden abhielt. Die SASI lehnte eine Beteiligung Hapoels an einem Fußballverband in Eretz Israel ab, da dessen Mitgliedschaft im internationalen Fußballverband FIFA angestrebt wurde. Die FIFA galt der SASI als vermeintlich bürgerlicher Verband des professionellen Sports.
 at Lutzern. There are however still hopes that the above Union Union Der Verband wurde schließlich ohne die Hapoel-Vereine gegründet. 1929 wurde im Raum Tel Aviv eine Bezirksliga gestartet, an der auch Hapoel Tel Aviv teilnahm. Im April 1930 trat Hapoel doch noch dem palästinischen Fußballverband bei, wobei sich die Mitgliedschaft in der FIFA nur auf den Verband als solchen, nicht aber auf Hapoel als Verbandsmitglied erstreckte. will be definitely organized. The football game has become one of the most loved recreation for Palestinians and the game is developing beautifulli. The Maccabeen Organisation and some of the Military teams have their own sports grounds, some other teams have minor sports grounds only.
With sports greeting
Joseph Ye##tieli Joseph Ye##tieli Yosef Yekutieli (1897-1982) war als Funktionär der Maccabi-Bewegung im Jischuw von zentraler Bedeutung für den internationalen und palästinischen jüdischen Sport. Er stammte aus dem westlichen Russischen Reich (heutiges Belarus) und wanderte 1909 mit seiner Familie in das damals osmanische Palästina ein. Noch vor dem Ersten Weltkrieg trat er dem 1906 in Jaffa gegründeten und damit ältesten Sportverein des heutigen Israel Maccabi Tel Aviv bei. Nach seinem Kriegsdienst initiierte er als Maccabi-Funktionär die Gründungen der Vorläuferinstitutionen der heutigen israelischen Fußball- und Leichtathletikverbände sowie des Nationalen Olympischen Komitees und stellte auf dem Maccabi-Weltkongress 1929 die Idee der Makkabiade, eines internationalen jüdischen Sportwettbewerbs, vor, die 1932 in Tel Aviv erstmals realisiert wurde.
Die Editionsrichtlinien finden Sie hier.

Translations

Translation (German)

[Yosef Yekutieli an die Société Sportive Orientale]

{Kopie eines Schreibens, gezeichnet}
[Unterschrift]
Jerusalem, 2.10.​[​1​]​928
{Bericht, eingereicht vom Orientalischen Sportverband aus Kairo.}
{Unterstützte die Eingliederung des Nationalen Verbandes in Eretz Israel in die FIFA, gezeichnet.} {Unterstützte die Eingliederung des Nationalen Verbandes in Eretz Israel in die FIFA, gezeichnet.} Dieser Kommentar ist falsch, denn der palästinische Verband berichtete an die Societé Sportive Orientale.
 
[Unterschrift]
Die Sportif Orientale Sportif Orientale Über die Société Sportive Orientale ist nichts bekannt. Sehr wahrscheinlich handelte es sich um einen der Kairoer Sportvereine, dessen französischsprachiger Name nicht der englisch- oder arabischsprachigen Bezeichnung entspricht. Yekutieli sah im Aufbau internationaler Kontakte die Möglichkeit, seine zunächst gescheiterten Bemühungen um eine internationale Anerkennung des jüdischen Sports in Eretz Israel, vor allem durch die Repräsentation des Jischuw bei den Olympischen Spiele, mit neuer Relevanz zu versehen und schließlich zum Erfolg zu führen. Der Fuß- ball als Zuschauermagnet erschien ihm dabei als besonders geeignet und die erfolgreichen Auslandsspiele des Hakoah Wien, u. a. in den USA 1926 und in Ägypten 1924, dienten als Vorbild. Eine Palästina-Auswahl bereiste die USA im Sommer 1927. Eine Ägypten-Reise wurde parallel dazu vorbereitet, Ende 1926 hatten Makkabi-Funktionäre hierzu Gespräche im ägyptischen Konsulat in Jerusalem geführt.
Kairo
Sehr geehrter Herr,
als Antwort auf Ihre freundliche Zuschrift vom 18. dieses Monats freue ich mich, Ihnen einen kurzen Überblick1 über die derzeitige Fußballlage in 
Mandatory Palestine
deu. Mandatsgebiet Palästina, heb. המנדט הבריטי מטעם חבר הלאומים על פלשתינה, fra. Palestine mandataire

Das Mandatsgebiet Palästina wurde infolge des Ersten Weltkriegs und der in den Nachkriegsjahren vorgenommenen territorialen Neuordnung der östlichen Mittelmeergebiete (Levante) geschaffen, die zuvor zum unterlegenen Osmanischen Reich gehört hatten. Im Kriegsverlauf waren die Gebiete westlich und östlich des Jordan, die historisch auch als Cis- bzw. Transjordanien bezeichnet wurden und den heutigen Staaten Israel, Jordanien sowie dem Westjordanland und dem Gazastreifen entsprechen, unter britische Herrschaft gekommen. Großbritannien hatte ab 1916 die regionale arabische Unabhängigkeitsbewegung in der Arabischen Revolte (1916–1918) entscheidend unterstützt, die militärisch eroberten Gebiete jedoch im Anschluss zwischen sich und Frankreich aufgeteilt. Noch vor Kriegsende hatte Großbritannien zudem nicht nur der arabischen, sondern auch der jüdischen Bevölkerung der Region Unterstützung in der Erlangung politischer Unabhängigkeit bzw. der Schaffung eigener Staaten zugesichert (Balfour-Erklärung, 1917). Die Konferenz von San Remo, die im April 1920 über die Aufteilung des Osmanischen Reiches entschied, bestätigte die britischen Gebietsansprüche. 1922 erteilte auch der Völkerbund Großbritannien offiziell das Mandat über das Gebiet.
Bereits 1923 teilte Großbritannien dieses erste „Mandatsgebiet Palästina“ in zwei Gebiete auf: „Transjordanien“, das 1946 unabhängig wurde und seit 1950 offiziell den Namen Jordanien trägt; sowie das erneut als Mandatsgebiet „Palästina“ bezeichnete Gebiet, das nun das historische Cisjordanien bzw. den westlich des Jordans gelegenen Teil der historischen Region Palästina und die südlich gelegene Negev-Wüste umfasste und nach wie vor einen Zugang zum Golf von Akaba und damit zum Roten Meer besaß.
Die Zeit des Mandats war von anhaltenden Unruhen zwischen den arabischen und jüdischen Bevölkerungsteilen des Mandatsgebietes geprägt, nach Ende des Zweiten Weltkriegs gab Großbritannien das Mandat auf und an die Vereinten Nationen (als Nachfolgeeinrichtung des Völkerbundes) zurück, die daraufhin einen Teilungsplan für die Region entwickelten. Zu dessen Implementierung kam es jedoch nie, da die Spannungen im Mandatsgebiet zum Palästinakrieg (1947–1949) eskalierten, in dessen Verlauf Israel seine Unabhängigkeit ausrufen und erfolgreich durchsetzen konnte.

Das Bild zeigt eine Karte des britischen Mandatsgebiets in Palästina zwischen 1945 und 1947. (Public Domain, via Wikimedia Commons)

 zu geben.
Der Fußball wurde in Palästina bereits vor dem Krieg eingeführt, als die „MAKKABI“-Clubs ihn in den Jahren 1912/13 spielten. Die erste reguläre Mannschaft wurde in Jaffa (Tel-Avivi) erste reguläre Mannschaft wurde in Jaffa (Tel-Avivi) Im Jahr 1906 erfolgte in Jaffa die Gründung des ersten Sportvereins in Palästina unter dem Namen Rishon Letzion. Nach der Gründung der neuen Stadt 1909 wurde der Club in Maccabi Tel Aviv umbenannt. Fußball war bereits in der Frühphase die beliebteste Sportar organisiert. Den eigentlichen Anstoß für das Spiel2 gaben die britischen Truppen nach der Besetzung Palästinas. Seitdem fördert die „Maccabi“-Organisation den Fußball, und es wurden in ganz Palästina mehrere Mannschaften gegründet.
Anfangs schwach, wurden diese Mannschaften von Jahr zu Jahr stärker, bis heute die „Maccabi“-Teams die stärksten Mannschaften im ganzen Land stellen. Es3 gibt einen Verband der Maccabi-Fußballmannschaften in Palästina Verband der Maccabi-Fußballmannschaften in Palästina Im September 1912 fand im Hebräischen Herzliya-Gymnasium in Tel Aviv die Gründung von Makkabi Eretz Israel statt, woran die Vereine aus den folgenden Städten und Siedlungen mitwirkten: Tel Aviv, Jerusalem, Zichron Yaakov, Rehovot, Akron, Rishon Letzion, Gadera, Nes Ziona, Rosh Pina, Kastina. Der Verband war als Palästinensischer Kreis Teil der Jüdischen Turnerschaft. Vgl. Haim Kaufman, Maccabi versus Hapoel: The Political Divide that Developed in Sports in Eretz Israel, 1926-1935, in: Israel Affairs 13 (2008), 3, S. 554-565, hier: S. 554. Ab 1913 ist auch in Beirut ein Mitgliedsverein des Kreises außerhalb von Eretz Israel belegt. Vgl. Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport 14 (1913), 3, S. 91. . Dieser Verband organisiert jedes Jahr Pokalspiele.
Vor sechs Jahren rief ein britisches Komitee in Jerusalem den „Palestine Football Competition Cup“ ins Leben, der während der ersten fünf Jahre ausschließlich von britischen Mannschaften britischen Mannschaften Im Jahr 1927 entwaffnete Generalmajor Plummer die britische Polizei im Mandatsgebiet und verkleinerte die Stärke von Polizei und Armee im Land. In der Folge lösten sich viele der bislang führenden britischen Fußballvereine auf, sodass jüdische Vereine zunehmend die Führung übernahmen. Diese Entwicklung gab den Anlass, die multilaterale britisch-jüdisch-arabische Zusammenarbeit bei den Pokalspielen neu zu organisieren und die Regeln an den internationalen Standard anzupassen. In diesem Zusammenhang verfolgte Yekutieli die Absicht, einen Fußballverband in Eretz Israel zu gründen. Hapoel (hebr., der Arbeiter) ist die Selbstbezeichnung der sich ab 1923 formierenden jüdischen Arbeitersportbewegung im Mandatsgebiet Palästina. Diese Entwicklung nahm zunächst innerhalb des Makkabi, welcher sich als politisch neutral verstand, ihren Anfang. 1924 beschlossen die Hapoel-Vereinigungen ihre Herauslösung aus dem Makkabi, der damit zwangsläufig auf das bürgerliche Lager festgelegt wurde. Die Umsetzung der Trennung erfolgte jedoch erst im Mai 1926 mit der Gründung des Hapoel-Verbandes in Tel Aviv, der an die Gewerkschaft Histadrut angegliedert war. Im Juli 1927 trat Hapoel der SASI (s. Anm. 7) bei und unterzeichnete mit Makkabi ein Abkommen über die Zusammenarbeit, woraus in der Praxis Widersprüche und Konflikte erwuchsen. gewonnen wurde. Erst im vergangenen Jahr gelang es erstmals einer j jüdischen Mannschaft, diesen Pokal zu gewinnen. Am letzten Turnier um den Palästina-Cup nahmen folgende Mannschaften teil: 5 britische Teams, 1 arabisches Team (in der ersten Runde ausgeschieden) und 6 jüdische Teams. Im Halbfinale standen 3 jüdische Teams und 1 britisches Team; im Finale traten ausschließlich zwei jüdische Teams gegeneinander an.
Die aktuelle Fußballsaison hat noch nicht begonnen, derzeit existieren folgende Mannschaften:
A. Klasse:     4 britische (Militär)
4 jüdische („Maccabi“)
2        ̎           ( „Hapo‘el“ „Hapo‘el“ Hapoel (hebr., der Arbeiter) ist die Selbstbezeichnung der sich ab 1923 formierenden jüdischen Arbeitersportbewegung im Mandatsgebiet Palästina. Diese Entwicklung nahm zunächst innerhalb des Makkabi, welcher sich als politisch neutral verstand, ihren Anfang. 1924 beschlossen die Hapoel-Vereinigungen ihre Herauslösung aus dem Makkabi, der damit zwangsläufig auf das bürgerliche Lager festgelegt wurde. Die Umsetzung der Trennung erfolgte jedoch erst im Mai 1926 mit der Gründung des Hapoel-Verbandes in Tel Aviv, der an die Gewerkschaft Histadrut angegliedert war. Im Juli 1927 trat Hapoel der SASI) bei und unterzeichnete mit Makkabi ein Abkommen über die Zusammenarbeit, woraus in der Praxis Widersprüche und Konflikte erwuchsen. – Arbeiter)
B. Klasse:    ? britische (unbekannt)
10 jüdische (Maccabi)
4          ̎       (Hapo‘el)
5 arabische 
C. Klasse:    25 jüdische („Maccabi“)
8      ̎      („Hapoel“)
6 arabische
Die Maccabi-Organisation hat sich bemüht, einen internationalen Fußballverband in Palästina zu gründen, ist damit jedoch gescheitert. Die britischen Mannschaften lehnen es ab, einem solchen Verband beizutreten, und die arabischen Mannschaften, die nur gelegentlich und vorübergehend bestehen, verfügen über keinerlei einheitliche Regeln oder Strukturen Regeln oder Strukturen Der wichtigste unter den britischen Sportvereinen war der um 1920/21 gegründete Jerusalem Sports Club, der über bestens ausgestattete eigene Anlagen verfügte. Nukleus des arabischen Sports in Palästina waren dagegen Schulen (St. George´s und Rawdat Al Maaref in Jerusalem), so dass hier Yekutieli auf fehlende Konsistenz und Organisationsstrukturen verweist. Allerdings kam es auch unter den arabischen Sportlern zu zunehmend mehr Vereinsgründung, so dass ihre Zahl bis zum Beginn der 1930er Jahre auf etwa 20 stieg. Die Mandatsbehörden beobachten diese Clubs als vermeintliche Träger eines arabischen Nationalismus mit Argwohn – eine Einschätzung, die sie spiegelbildlich auch gegenüber den jüdischen Sportbewegungen getroffen haben dürften. .
Am 14.8.​[​1​]​928 wurde ein Fußballverband für Palästina gegründet, an dem Vertreter von 37 jüdischen Mannschaften teilnahmen. Bei diesem Treffen wurden die Statuten und Regularien für den Verband beschlossen. Doch im letzten Moment weigerte sich die „Hapo‘el“-Organisation dem4 Verband beizutreten, da sie an ihre  „Arbeitersportorganisation“
Sozialistische Arbeitersport Internationale
also:
SASI
Die Sozialistische Arbeitersport Internationale (SASI) trug diesen Namen seit 1928. Schon 1913 hatte es auf dem Arbeitersportkongress in Gent die Initiative gegeben, den Arbeitersport international zu organisieren, doch erst nach dem Ersten Weltkrieg kam es zum Gründungskongress in Luzern im September 1920. Die französische und die belgische Delegation lehnten aus Gründen der Breitenwirkung einen auf den Sozialismus verweisenden Namenspartikel ab. So hieß die Organisation zunächst Internationaler Arbeiter-Verband für Sport und Körperkultur und war auch als Luzerner Sportinternationale (LSI) bekannt, ab 1925 dann als Internationaler sozialistischer Verband für Arbeitersport und Körperkultur. Zahlreiche Spannungen gab es mit der 1921 gegründeten Roten Sportinternationale (RSI), dem Sportverband der Komintern. Im Vorfeld der ersten Arbeiterolympiade 1925 in Frankfurt am Main verlangte die RSI die bedingungslose Teilnahme ihrer Mitglieder, was die LSI jedoch ablehnte. 1927 stellte die LSI alle Kontakte zur RSI ein, die ab 1928 ihrerseits an den Olympischen Spielen orientierte Spartakiaden abhielt. Die SASI lehnte eine Beteiligung Hapoels an einem Fußballverband in Eretz Israel ab, da dessen Mitgliedschaft im internationalen Fußballverband FIFA angestrebt wurde. Die FIFA galt der SASI als vermeintlich bürgerlicher Verband des professionellen Sports.
 in Lutzern Lutzern Gemeint ist die Stadt Luzern in der Schweiz. gebunden ist gebunden ist Die SASI lehnte eine Beteiligung Hapoels an einem Fußballverband in Eretz Israel ab, da dessen Mitgliedschaft im internationalen Fußballverband FIFA angestrebt wurde. Die FIFA galt der SASI als vermeintlich bürgerlicher Verband des professionellen Sports. . Es bestehen jedoch weiterhin Hoffnungen, dass dieser Verband dieser Verband Der Verband wurde schließlich ohne die Hapoel-Vereine gegründet. 1929 wurde im Raum Tel Aviv eine Bezirksliga gestartet, an der auch Hapoel Tel Aviv teilnahm. Im April 1930 trat Hapoel doch noch dem palästinischen Fußballverband bei, wobei sich die Mitgliedschaft in der FIFA nur auf den Verband als solchen, nicht aber auf Hapoel als Verbandsmitglied erstreckte. doch noch endgültig organisiert werden kann. Der Fußballsport hat sich zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Palästinenser entwickelt, und das Spiel macht erfreuliche Fortschritte. Die Maccabi-Organisation sowie einige Militärmannschaften verfügen über eigene Sportplätze, andere Mannschaften nutzen lediglich kleinere Sportanlagen.
Mit sportlichem Gruß
Joseph Ye##tieli Joseph Ye##tieli Yosef Yekutieli (1897-1982) war als Funktionär der Maccabi-Bewegung im Jischuw von zentraler Bedeutung für den internationalen und palästinischen jüdischen Sport. Er stammte aus dem westlichen Russischen Reich (heutiges Belarus) und wanderte 1909 mit seiner Familie in das damals osmanische Palästina ein. Noch vor dem Ersten Weltkrieg trat er dem 1906 in Jaffa gegründeten und damit ältesten Sportverein des heutigen Israel Maccabi Tel Aviv bei. Nach seinem Kriegsdienst initiierte er als Maccabi-Funktionär die Gründungen der Vorläuferinstitutionen der heutigen israelischen Fußball- und Leichtathletikverbände sowie des Nationalen Olympischen Komitees und stellte auf dem Maccabi-Weltkongress 1929 die Idee der Makkabiade, eines internationalen jüdischen Sportwettbewerbs, vor, die 1932 in Tel Aviv erstmals realisiert wurde.

Footnotes

1.
Im Original tritt an dieser Stelle eine Auffälligkeit auf.
2.
Im Original befindet sich an dieser Stelle eine Streichung des Buchstabens „h“ und das angefangene Wort „game“ („gam“).
3.
Im Original Schreibfehler des Wortes „there“.
4.
Im Original steht an dieser stelle der Beginn des Wortes „the („th)“.

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