[Stepan Rudnyc'kyj to Lawrence Martin]

In a letter to a colleague, Stepan Rudnyc'kyj describes his turbulent life between World War I, his escape, his return to L'viv, persecution, and another escape.

Transcriptions

Transcription (German)

[Stepan Rudnyc‵kyj an Lawrence Martin]
Hochgeerter Herr Professor und lieber Fachgenosse! Hochgeerter Herr Professor und lieber Fachgenosse! Bei dieser Quelle handelt es sich um die Skizze eines Briefes, die der Autor später ins Englische übersetzt und abgeschickt hat. Dem Autoren lag das Deutsche jedoch sichtbar näher, weshalb diese Variante als Quelle des Moduls ausgewählt worden ist.
Aus galizisch ukrainischen politischen Kreise[n] ist mir die Nachricht zugekommen, dass Sie Werter Herr[,] sich beim Herrn Dr. Cehelskyj mündlich nach mir erkundigt haben. Angesichts dessen erlaube ich mir Ihnen einige Worte über mich zu schreiben. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich etwas zuausf[ü]hrlich sein werde. Aber mein Schicksal ist das typische Schicksal fast aller ukrainischen Gelehrten in Ostgalizien[,] was vielleicht für Sie von Interesse sein wird. Dabei bitte ich zur Kenntnis nehmen zu wollen, dass ich kein Politiker bin und sogar keiner der zahlreichen ukrainischen Parteien angehöre.
Jeden Eingeweihten ist es bekannt[,] dass die Österreichische Regierung ihre ukrainischen Untertanen seit I867. den Polen und Magyaren vollkommen ausgeliefert hat. Besonders in Galizien war das antiukrainische System bis ins Kleinste ausgearbeitet. Angesichts dessen konnte ich als Ukrainer nach Absolvierung des Gymnasiums und der Universität (I899), die beide polnisch waren, von einer wissenschaftlichen Karriere nicht einmal träumen. Ich habe zwar ein halbjähriges Reisestipendium bekommen und in Wien Uhlig, Suess, Penck gehört, aber ich musste doch als Mittelsschullehrer in eine galizische Provinzstadt gehen. Zwar ist es mir gelungen, sehr bald wieder nach Lemberg zu kommen und wissensch[a]ftlich zu arbeiten, aber die chauvinistische Lemberger Uniwersität sträubte sich gegen meine Habilitierung so ausdauernd, dass ich erst im Herbste I908. Privatdozent für Geographie an der Lemberger Uniwersität wurde. Obgleich ich viele Stunden hielt und viele Hörer hatte, erhielt ich nicht einmal einen Lehrauftrag geschweige denn eine Professur und musste, um mich und meine Familie ernähren zu können, nebenbei auch Mittelschullehrer bleiben, was meine rein wissenschaftliche Tätigkeit empfindlich behinderte. Mein Schicksal hat eine ganze Reihe von jungen ukrainischen Gelehrten abgeschreckt , ihr Glück als Dozenten an der Lemberger Uniwersität zu versuchen.
Aber das waren noch glückliche Friedenszeiten! Als der Krieg I9I4 ausbrach, begann das Elend. Ich musste sofort aus Lemberg flüchten. Denn einerseits verhaftete[n] die polnische Beamtenschaft und das österreich[i]sche Militär alle Ukrainer, die erreichbar waren, unter dem Vorwande des Russophilismus / viele wurden auch gehängt oder erschossen /, anderseits taten das gleiche die Russen, wohin sie nur kamen – diese aber unter dem Vorwurfe des Germanophilismus. In Wien war es verhältnismässig noch am sichersten. Deswegen blieb ich I9I4 - I9I7 in Wien und verfasste hier mehrere Werke, darunter "Ukraina Land und Volk". Ich muss hier bemerken, dass dieses Buch infolge der strengen österreichischen Krieg[s]zen[s]ur vieles unerörtert lassen, vieles ganz verschweigen musste, wodurch die ganze Darstellung einwenig schief ausgefallen ist.
Ende I9I7 kehrte ich nieder nach Lemberg zurüc[k], wieder zur Mittelschule. Die Macht der Polen in Österreich ist so gross geworden, dass ich jegliche Hoffnung verlor, jemals wirklicher Universitätsprofessor werden zu können. Die Not wuchs, der Krieg hatte mich wirtschaftlich vollkommen ruiniert. [M]eine zarte Frau ist an Entbehrungen gestorben. Aber das Schlimmste sollte noch kommen!
Am 1. November I9I8 weckten mich in der Frühe meine Nachbarn durch die freudige Nachricht, dass die Ukrainer das  österreichische Joch abgeschütellt und laut Selbstbestimmungsrecht der Völker ihren selbständigen westukrainischen Staat gegründet hätten. Ich eilte auf die Strasse. Wirklich! Alle Regierungsgebäude blaugelb / ukrainische Nationalfarbe / beflaggt. Soldaten und Polizisten mit ukrainischen Kokarden, alle Ukrainer und Juden Lembergs beglückeswünschen einender mit strahlenden Gesichtern. Es war für mich und viele Andere der schönste Tag des Lebens.
Aber bereits am nächsten Tage haben die Polen Lembergs /österreichische Beamten und Amtsdiener, entlassene polnische Legionäre, Arbeiter usw./ einen regelrechten Aufstand gegen die neuerrichtete westukrainische Republik begonnen und gerade den Stadtteil[,] in dem ich mit meinen Kindern wohnte[,] besetzt. Ich wurde sofort unter Androhung von Erschiessen interniert und musste drei Wochen lang mein Zimmer hüten. Dann dürfte ich ausgehen, blieb aber unter Polizeiaufsicht und dürfte Lemberg nicht verlassen. Trotzdem ich mich nie und nirgends am politischen Leben betätigte, wurde ich in einem fort durch Hausdurchsuchungen belästigt. Zwei Monate lang schlief ich jede Nacht wo anders, um nicht in polnische Internierungslager zu kommen, in denen Tausende von Ukrainern an Misshandlungen, Entbehrungen und Flecktyphus starben. Inzwischen wurde in meiner Wohnung fleissig "revidiert." Dabei wurden sogar meinen Kindern Bettdecken von den Leibern gezogen, und fortgenommen. Sonst wurde nichts Komprommitirendes  gefunden. Aber Meine Exkursionstagebücher, Notizen von jahrelangen Reisen enthaltend , sind konfisziert worden (6. VI. I9I9), obgleich sie sich ausschliesslich auf Geologie und Morphologie bezogen. Die Frucht jahrelanger Arbeiten und Mühen ist mir einfach geraubt worden!
Dann liess die Verfolgung für einige Wochen nach. Aber am 25. VII. I9I9. habe ich ein amtliches Schreiben bekommen, welches mich von meinem Universitätslehrposten enthob, ebensolche Schreiben erhielten alle meine ukrainischen Kollegen im Hochschullehramt.
Eine analoge Enthebung vom Mittelschullehramt war nach meinen Erkundigungen jeden Tag zu befürchten. Das bedeutete für mich und meine Kinder den Hungertod. Mein kleines Vermögen gen war erschöpft. Arbeit (sogar manuelle) zu finden, war mir als einem Ukrainer unmöglich, alle ukrainischen Zeitschriften, wo ich möglichweise Arbeit finden konnte, waren verboten, die ukrainischen wissenschaftlichen Institutionen lahmgelegt.....
Da beschloss ich[,] die Kinder bei Verwandten zu lassen und über die Grenze zu fliehen. Ich ging August I9I9 zu Fuss über die Karpathen. Nach Art der Cooperschen Helden meine Spuren verwischend, kam in die Slovakei und dann nach Prag. Hier fand ich weder Posten noch Arbeit und reiste weiter nach Wien. Hier habe ich Arbeit bei einer ukrainischen Verlagsanstalt gefunden , die seit I9I8 in Wien ukrainische Schulbücher für Grossukrainische Schulen druckte. Ich schrieb einige Schullehrbücher[,] zeichnete einige Schulwandkarten, übernahm bei einer ukrainischen Wochenschrift das Schreiben populärer wissenschaftlicher Aufsätze. Davon lebe ich nun-mehr seit zwei Jahren, versorge meine Kinder in Lemberg und warte sehnsüchtig auf die Gelegenheit zur Rückkehr in meine Heimat.
Im verflossenen Jahre schien es, dass ich wieder in die Ukraine, wenn auch nach Lemberg werde zurückkehren können. Ich wurde nämlich noch im Oktober I9I9 zum ordentlichen Professor der Geographie an der Universität in 
Kam'ânecʹ-Podìlʹsʹkij
yid. Komenic, yid. Komenec, tur. Kamaniçe, tur. كامانىچه, rus. Kamenec-Podolʹsk, rus. Kamenec-Podolʹskij, rus. Каменец-Подольск, rus. Каменец-Подольский, yid. קאַמעניץ, yid. קאַמענעץ־פּאָדאָלסק, hye. Կամիանեց-Պոդոլսկի, ukr. Kam'ânecʹ-Podìlʹsʹk, ukr. Кам'янець-Подільськ, pol. Kamieniec, ukr. Кам'янець, ukr. Кам'янець-Подільський, pol. Kamieniec Podolski, yid. Kamenec, yid. Kamenec-podolsk

Kamjanez-Podilskyj (Bevölkerung 2024: 114.000) ist eine Stadt in der Oblast Chmelnyzkyj im Westen der Ukraine. Sie liegt in der historischen Landschaft Podolien, nördlich der rumänischen und moldawischen Grenze. Kamjanez-Podilskyj soll bereits im 11. Jahrhundert ein armenischer Handelsposten gewesen sein. Später war der Ort umstritten zwischen Litauen und Polen, bis er schließlich 1430 an Polen gebunden wurde. Wegen der Lage am südlichen Rand von Polen-Litauen und ihrer Festungsanlage erfreute sich die Stadt besonderer Rechte, wurde aber mehrfach von fremden Armeen bedroht, und 1672-1699 vom Osmanischen Reich besetzt. Nach der zweiten Teilung Polen-Litauens fiel sie ans Russländische Kaiserreich. 1920 stellte sie den Regierungssitz der kurzlebigen Ukrainischen Volksrepublik. Während der deutschen Besetzung (1941-1945) erschoss die Wehrmacht in Kamjanez-Podilskyj 23.600 Juden, darunter auch viele aus Ungarn.

 und im Mai I920 zum wirklichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Kiew ernannt. Aber sowohl Kiew wie Kamenez gerieten seitdem in die Hand Sowjetrusslands und der Weg dahin ist mir obenso versperrt – wie nach Lemberg.
Vor zwei Wochen schien mir eine neue Gelegenheit sich zu bieten, nach Lemberg zurückzukehren. Bekanntlich hat die polnische Regierung den Besuch von öffentlichen Hochschulen nur denjenigen erlaubt, die ihrer Militärdienstpflicht im polnischen Heere ge[n]üge geleistet haben. Dadurch wurden alle ukrainischen Hochschüler Galiziens (über 5.000 an der Zahl) vom jeglichen Hochschulstudium ausgeschlossen. Nun beschloss die ukrainische Sevčenkogesellsch{a}ft der Wissenschaften ukrainische Sevčenkogesellsch{a}ft der Wissenschaften Gemeint ist das Naukove Tovarystvo im. Sevčenka [Sevčenko-Gesellschaft der Wissenschaft], eine private ukrainische Akademie der Wissenschaften, bei der Rudnyc’kyj langjähriges Mitglied war, zuletzt auch in leitender Position. Vgl. Martin Rohde, Nationale Wissenschaft zwischen zwei Imperien. Die Ševčenko-Gesellschaft der Wissenschaften, 1892–1918, Göttingen 2022. private ukrainische Universitätskurse in Lemberg zu eröffnen und lud mich dahin als Professor für Geographie und Geologie ein. Ich begann schon mich zur Reise vorzubereiten. Da kommen plötzlich folgende Nachrichten aus Lemberg (nacheinander): die ukrainischen Universitätskurse verboten und gesperrt, der Rektor und Präsident der wissenschaftlichen Gesellschaft Prof. Dr. W. Szczurat Prof. Dr. W. Szczurat Vasyl‘ Ščurat. verhaftet und eingekerkert, ein ukrainischer Student verübt ein Revolverattentat auf den lemberger polnischen Statthalter / Wojewoda / G r a b o w s k i, überall im ganzen Lande Massenverhaftungen von Geistlichen , Lehrern, Bürgern, Bauern......
Somit muss ich weiter in Wien bleiben und mein elendes Emigranten-dasein fristen. Ein Glück noch, dass Wien, obgleich stark heruntergekommen, doch noch viel Gelegenheit zur wissensch[a]ftlichen Arbeit gibt, die ich nach Kräften ausnutze. […]
Aus diesen Zeilen, für deren vielleicht zu grosse Ausführlichkeit ich vielmals um Vergebung bitte, können Sie[,] Werter Herr[,] ersehen, in welche Lage die friedlichen[,] apolitischen Wissenschaftler Galiziens, die das Unglück hatten, als Ukrainer geboren zu werden, geraten sind. Ich gehöre noch zu den Glücklicher[e]n. Die Anderen sind entweder im Weltkriege oder im Kriege gegen Polen (I9I8/9) [oder] Sowjetrussland / I9I9/20) gefallen, andere wieder in polnischen und russischen Kerkern und Internierungslagern gestorben, die Mehrzahl vegetiert in Galizien, zumeist in Provinzstä[d]ten , jeden Augenblick eines Haftbefehls gewärtig, in drückender materieller Lage.
Ich habe wenigstens mein täglich Brot. Aber es ist bitter, sehr bitter, da ich jeden Augenblick an das Schicksal meines schönen und doch so unglücklichen Vaterlands denken muss, das ich in einem Vierteljahrhundert, den geologischen Hammer in der Hand so viele Male, kreuz und quer durchwandert habe! Trostlos war die österreichische Wirtschaft, schrecklich war der Weltkrieg, der seine Millionenarmeen über meine Heimat hin und zurüc[k] wälzte. Aber sogar unsere Bauern, die in einem fort auch jetzt Haus und Hof verlassend über die Grenze flüchten[,] sagen, dass alle Leiden des Weltkrieges un[s] ein Spiel gegen diejenigen der polnischen Okk[u]pation sind. Ich /und viele Andere/ habe den Eindruck, dass da ein ganzes Viermillionenvolk langsam dem unvermeidlichen nationalen Tode zugeführt wird. Denn bitte bedenken Sie: Wir haben von Polens und Österreich Gnaden weder eine feudale noch eine Geldaristokratie. Die ukrainischen Gebildeten, die die Führung des Volkes übernommen haben, werden von den polnischen Okkupati[o]nsb[e]hörden systematisch aus[g]erottet durch Kerker strafen, Stellenverlust, Unmöglichkeit jeglichen Verdienstes.  Die Betätigung in Gewerbe und Handel bleibt durch systematische Massregeln den Ukrainern faktisch verschlossen. Sogar der ukrainische Taglöhner oder Dienstbote erhält [nur] dann Arbeit , wenn er seinen Glauben und seine Nationalität verleugnet! Der Bauer hat unter der polnischen Okkupation zu[m] ersten Male seit langen Jahrzehnten den Hunger kennen gelernt. Es wurde I9I9 von den vordringenden polnischen Okkupationsarmee so gründlich ausgeraubt, dass im ersten Okkupationsjahre über I/2. Million ukrainisches Landvolkes an Hunger und Seuchen weggestorben ist.
Die Gegenwart ist somit trostlos. Die Ausblicke in die Zukunft sind aber noch verzweifelter. Seit sieben Jahren stockt der Zuwachs der Gebildeten. Ukrainer werden zum Hochschulstudium nicht zugelassen, ukrainische öffentliche Mittelschulen gibt es im ganzen Lande nur fünf, private werden von der polnische Regierung geschlossen. Volkschulen gibt jetzt fast nur polnische - die besten Pflanzstätten für rüchfällige Analphabeten. Welche kulturelle Zukunft eröffnet sich da ?!
Hand in Hand damit geht die polnische Wirtschaftspolitik. In Galizien herrscht seit altersher Bodenhunger bei den Bauern. Fast 2/5 des Bodens bilden die Latifundien polnischer Magnaten. In den jetzigen Zeiten sind diese Latifundien nicht mehr lebensfähig und müssen zur Parzellierung schreiten. Nun hat die polnische Regierung angeordnet, dass das Land der ostgalizieschen Grossgrundbesitzer nur an eingeführte polnische Kolonisten verteilt werden darf. Bisher sind über 200000 ins Land gekommen. Diese Verordnung wird so streng durchgeführt, dass der ukrainische Bauer nur eine Zukunft vor sich sieht: Übervölkerung. Proletarisierung, Untergang. Denn der Abfluss der Landbevölkerung zu Industrie und Handel ist für Ukrainer v[o]rsorglich gesperrt w[o]rden!
Und zu alledem noch das Gefühl der völligen Verlassesenheit! Die ganze zivilisierte Welt scheint sich gegen uns verschworen zu haben. Leichten Herzens hat der Oberste Rat in Paris, von polnischen Diplomaten frech belogen, der im Juni 1919 polnischen Armee das Mandat erteilt, Ostgalizien zu besetzen. Leichten Herzens verschieben unsere rechtskräftigen Souveräne – die Allierten Staaten – die Entscheidung in der Ostgalizischen Angelegenheit von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr. Und inzwischen rottet der polnische Okkupant [u]nser Volk unnachsichtlich aus. Eben jetzt kommen Nachrichten über die widerrechtliche Volkszählung, die die polnischen Behörden in Ostgalizien veranstalten. Ganze Dörfer sind in die Wälder entflohen, um nicht als Polen in die offizielle Statistik eingetragen zu werden, die Zuchthäuser sind voll von Ukrainern, die die Unterschrift von Konskriptionsbögen verweigert haben, die Ärzte haben vollauf zu tun, um die von polnischen G[e]ndarmen und Soldaten [m]isshandelten Frauen und Greise zu verbinden.....
Diese Gedanken verbittern mir das Leben, kein Wunder, dass ich ihnen zu entfliehen suche. Aber wie tief ich auch in die Abgründe der geologeschen Vorzeit eindringe – immer und immer wieder tauchen vor mir Bilder von Blutüberströmten Männern, wahnsinniger Weiber und verhungerter Kinder auf – die Symbole meines unglücklichen Vaterlandes !
Für gemartete Negersklaven, hingemordete Armenier hatte die zivilisierte Welt ihre Sympatien, ihre Hilfsbereitschaft. Für uns galizische Ukrainer ist nichts mehr übrig geblieben!
Wenn nun Sie, Hochv. Herr, ihren Einfluss bei der U. S. Regierung verwenden möchten, dass dieselbe im Interesse der Wahren Humanität sich für die Selbständigkeit und Neutralisierung Neutralisierung Gemeint ist die Einführung eines neutralen Status, wie einer „Schweiz des Osten“ – so einer der kursierenden Vorschläge für die Zukunft Ostgaliziens nach dem Scheitern der Westukrainischen Volksrepublik. Galiziens einsetzt, würden sie ein grosses geschichtliches Unrecht gutmachen und das Recht erwerben, unter die wahren Völkerbefreier eingereihet zu werden.
Ich habe die Ehre[,] Ihnen[,] Hochverehrter Herr[,] meine besten Grüsse auszurichten und Sie um einige Worte zu ersuchen und zeichne
Zu jeglichen Informationen über die ukrainischen Angelegenheiten stets bereit 
Achtungsvoll
Stefan Rudnyćkyj
Wien, I. Mölkerbastei 10. Forschungsinstitut für Osten und Orient

Translations

Metadata

Info section