The “Ukrainian” Steam Cloud

The Kievlyanin, the most important newspaper of Little Russian orientation in Kyiv, describes how the Ukrainian national movement quickly collapsed despite grand declarations at the beginning of the war.

Transcriptions

Transcription (Ukrainian)

„Украинскій“ пуфъ
Нынѣежняя вой­на и занятіе нашими войсками восточ­ной Галиціи имѣли своимъ послѣ­дствіемъ одно любопытное явленіе, ко­торое прошло почти незамѣченнымъ въ русскомъ обществѣ, всецѣло погло­щенномъ имѣющими первостепенную важность событіями широко развер­нувшейся грандіозной борьбы наро­довъ. Мы говоримъ о самоупраздненіи „украинскаго вопроса“, который еще наканунѣ войны и въ первые дни по­слѣ ея возникновенія давалъ о себѣ знать съ изряднымъ шумомъ и трес­комъ. Все, вѣроятно, еще памятны тѣ надежды, которыя возлагались на­шими и галицкими „украинцами“ на войну между Россіей и Австро-Герма­ніей, тѣ угрозы, которыя посылались по адресу Россіи „украинскими“ коноводами, заявлявшими, что тридцать миллионовъ „украинцевъ“, живущихъ въ Россіи, ждутъ не дождутся вожделѣннаго возможности объявленія войны, чтобы возстать противъ Россіи и въ союзѣ съ нѣмцами образовать „само­стійное украинское государство“.
Когда война стала совершившимся фактомъ, львовское „Діло“ привѣт­ствовало ее слѣдующими словами:
„Война съ Россіей! Какое чарующее, пол­ное надеждъ слово! Какъ привѣтствовали мы это слово десять лѣтъ назадъ, съ какой жа­дностью ловили каждоe извѣстiе съ театра русско-японской войны, какъ привѣтствовали каждое пораженіе Россіи!“
А на другой день та же газета въ статьѣ „Война за Украину“ еще откровеннѣе высказывала свои восторги:
„Наконецъ осуществилось то, о чeмъ мы мечтали, на что мы надѣялись, чего мы ожидали: въ захваченныхъ „москoвщиной“ укра­инскіи земляхъ, земляхъ древняго государства Вла­дмира Великаго и Даніила, вступили орлы „цѣсарскихъ“ войскъ, а подъ ихъ сѣнью дви­нулись рука объ руку со своими товарищами изъ всѣхъ австрійскихъ народностей солдаты-украинцы“. „Поднимаеться изь могилы духъ Мазепы; близиться день возмездія за Полтаву“.
Другой украинскій органъ „Новое Слово“ разошелся еще больше. Въ чи­сто библейскомъ стилѣ онъ привѣт­ствовалъ союзника Австріи — „нѣмец­каго царя“.
[…]
Въ самомъ гнѣздѣ „украинства“—въ Галичинѣ, по свидѣтельству „Прикар­патской Руси“, только нѣсколько сотенъ сбитой съ толку интеллигентной молодѣжи добровольно присоединились къ „ор­ламъ цѣсарскихъ войскъ“, а народъ от­нюдь не соблазнился „поднимающимся изъ могилы духомъ Мазепы“ и, насильно завербованный въ ряды австрійской ар­міи, не спѣшить приблизить „день возмездія за Полтаву“ и предпочитаетъ не сражаться, а сдаваться въ плѣнъ нашимъ войскамъ, которыхъ остальное мирное населѣніе Галичины встрѣчаетъ не какъ враговъ, а какъ освободителей.
Такимъ образомъ, „украинскій“ пуфъ который создатели „украинства“ старались изобразить реальной грозной силой, не выдержалъ перваго серьезнаго испытанія и лопнулъ, какъ мыльный пузырь. Его адепты и духовные руководители разбѣжались, какъ мыши по норамъ, а одинъ изъ нихъ, какой-то Меленевскій, очутился даже въ Константинополѣ, гдѣ вошелъ въ какіе-то переговоры съ потурченнымъ евреемъ Талаатъ-беемъ, какъ представитель „союза освобожденія Украйны въ Царградѣ“. Отъ великаго до смѣшнаго одинъ шагъ; но „украинству“ пришлось сдѣлать этотъ шагъ отъ грознаго „нѣмецкаго царя“ до Талаатъ-бея, и это какъ нельзя лучше характеризуетъ всю нелѣпую затѣю „самостійной Украйны“.

Translations

Translation (German)

Die „ukrainische“ Dampfwolke

Der gegenwärtige Krieg und die Besatzung Ostgaliziens mit unserer Armee haben ein ganz eigenartiges Phänomen mit sich gebracht, das jedoch in der russischen Gesellschaft kaum bemerkt worden ist, die wiederum gänzlich in all jenen Ereignissen aufgeht, die in diesem grandiosen Kampf der Völker eine wesentliche Bedeutung haben. Wir sprechen von der Selbstauflösung der „ukrainischen Frage“, die schon am Vorabend des Krieges und dann in den ersten Tagen seines Ausbruchs – mit beträchtlichem Krach und Getöse – von sich reden machte.
Sicherlich sind noch allen jene Hoffnungen in Erinnerung geblieben, welche sowohl unsere als auch die galizischen „Ukrainer“ in den Krieg zwischen Russland und Österreich-Deutschland setzten, die Drohungen, die ukrainische Pferdediebe an die Adresse Russlands richteten, erklärend, dass dreißig Millionen „Ukrainer“, die in Russland leben, sehnsüchtig auf die Gelegenheit warten, um sich gegen Russland zu Erheben und im Verbund mit den Deutschen den „eigenständigen ukrainischen Staat“ errichten.
Als aus diesem Krieg ein vollendetes Faktum geworden war, begrüßte ihn das Lemberger „Dilo“ mit den folgenden Worten:
„Krieg mit Russland! Welch bezauberndes, gänzlich hoffnungsvolles Wort! Wie haben wir dieses Wort schon zehn Jahre zuvor begrüßt, mit welcher Begierde haben wir jede Nachricht aus dem Theater des russisch-japanischen Krieges aufgeschnappt, wie sehr begrüßten wir jegliche Niederlage Russlands!“
Und am zweiten Tage brachte dieselbe Zeitung im Artikel „Krieg um die Ukraine“ noch offener ihre Freude zum Ausdruck:
„Zuguterletzt ist das in Erfüllung gegangen, wovon wir geträumt haben, worauf wir gehofft haben, worauf wir gewartet haben: In den vom ‚Moskauer Reich‘ [Moskovshchyna] eroberten ukrainischen Ländern, den Ländern Volodymyr Velykyjs und Danylos, marschierten die „kaiserlichen“ Armeen ein, und in ihrem Schatten bewegten sich die ukrainischen Soldaten Hand in Hand mit ihren Genossen aller österreichischer Nationalitäten”. „Aus dem Grabe steigt der Geist Mazepas auf; es nähert sich der Tag der Rache für Poltava.“
Das zweite ukrainische Organ, das „Novoe Slovo“, erfreute sich sogar noch mehr. In klar biblischem Stile begrüßte es den Verbündeten Österreichs – „den deutschen Zaren“.
[…]
In dieser Keimzelle des „Ukrainertums” – in Galizien, gemäß der Zeugenschaft der [Zeitung, M.R.] „Prikarpackaja Rus‘“, haben sich nur einige Hundert Verwirrte aus dem Zirkel der Intelligenzlerjugend freiwillig den „Adlern der kaiserlichen Armeen“ angeschlossen, während das Volk so gar nicht vom „aus dem Grabe gestiegenen Geiste Mazepas“ in Versuchung geführt sondern stattdessen zwangsweise in die Reihen der österreichischen Armee rekrutiert wurde. [Die Zwangsrekrutierten] haben es auch nicht eilig damit, sich dem „Tage der Vergeltung für Poltava“ zu nähern und ziehen es vor, sich unseren Truppen kampflos zu ergeben, die auch der übrigen friedlichen Bevölkerung Galiziens nicht als Feinde, sondern als Befreier begegnet.
Damit ist die „ukrainische“ Dampfwolke, die die Begründer des „Ukrainertums“ als eine wahrhaftig zu fürchtende Kraft inszenieren wollten, an ihrer ersten ernsten Prüfung gescheitert und gleich einer Seifenblase zerplatzt. Ihre Adepten und geistigen Führer zerstreuten sich wie Mäuse in ihre Löcher, und einen von ihnen, einen gewissen Melenevskij Melenevskij Markijan Melenevs’kyj, ukrainischer Sozialist aus dem Russländischen Reich, leitendes Mitglied des Bundes zur Befreiung der Ukraina. , verschlug es sogar nach Konstantinopel, wo er wohl irgendwelche Gespräche mit dem türkisierten Juden Talat Bey Talat Bey Beiname von Mehmed Talât Paşa, jungtürkischer Politiker, damals Innenminister des Osmanischen Reiches. als Vertreter des „Bundes zur Befreiung der Ukraina in Cargrad“. Vom Bedeutendem zum Lustigen ist es nur ein Schritt; aber „das Ukrainertum“ musste diesen Schritt vom furchterregenden „deutschen Kaiser“ zu Talat Bey machen, und so kann man das ganze unsinnige Vorhaben der „unabhängigen Ukraine“ nicht besser charakterisieren.

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