Unsere Jugend kämpfte

Transcriptions

Transcription (German)

Unsere Jugend kämpfte
Nach Abschluß der Leichtathletischen Meisterschaften 1937 faßte das Präsidium den Beschluß, im darauffolgenden Jahre keine Meisterschaften für Senioren auszutragen. Dieser Beschluß war wohl überlegt und seine Berechtigung erwies sich durch die Entwicklung der letzten Sportsaison. Meisterschaftskämpfe müssen ein Treffen von Könnern sein und sollen Rechenschaft über eine intensive sportliche Arbeit der vorhergehenden Saison ablegen. Das an Stelle der Meisterschaften durchgeführte Sportfest des Makkabi „Die Besten am Start“ Sportfest des Makkabi „Die Besten am Start“ Dieses Sportfest fand am 21. August 1938 auf dem Sportplatz Grunewald in Berlin statt. war ohne Zweifel eine sportliche Leistungsschau, und zwar deshalb, weil einige wenige Konkurrenzen ausgeschrieben waren, in denen sich noch, an unseren Verhältnissen gemessen, wirkliche Könner den Kampfrichtern stellten. 
Dagegen waren diese Meisterschaften der Junioren und Jugendlichen Meisterschaften der Junioren und Jugendlichen Gemeint sind die leichtathletischen Titelkämpfe der Makkabi-Jugend auf dem Sportplatz Grunewald in Berlin am 28. August 1938. ein Treffen des besten Nachwuchses in allen leichtathletischen Konkurrenzen und gleichzeitig ein schlagender Beweis dafür, daß der oben angeführte Beschluß des Präsidiums sich positiv und im besten Sinne ausgewirkt hat. Die Verlagerung des Schwergewichts der Arbeit auf die Jugendarbeit, die strikte Durchführung des Prinzips der Breitenarbeit zeitigten ihre Erfolge in diesem Sportfest. Die Theorie, daß bei Breitenarbeit eine Erziehung von Spitzenkönnern unmöglich sei, wurde durch die zum Teil überaus guten Ergebnisse widerlegt. Zahl und Leistungen der aus allen Teilen des Reiches teilnehmenden Jugendlichen des Makkabi zeigten, daß der Makkabi mit seiner Umformung der gesamten Arbeit auf dem richtigen Wege ist. Bedauerlich, daß das Wetter wiederum, wie schon bei der letzten großen Veranstaltung, eine volle Entfaltung der Kräfte der Aktiven verhinderte. Bedauerlich auch, daß nur relativ wenige Zuschauer den Mut hatten, den Sportplatz aufzusuchen. Was aber an Zuschauern der älteren Generationen fehlte, wurde bei weitem wettgemacht durch die große Zahl von Jugendlichen und deren Begeisterung. Wohl kaum ist ein Publikum auf unseren Sportplätzen mit einem so intensiven Interesse den Kämpfen gefolgt, wie an diesem Tag, noch dazu so viele Stunden lang, die an das Kräftereservoir aller Beteiligten, Aktive, Funktionäre wie Zuschauer, beträchtliche Ansprüche stellte.
Denn es waren nicht weniger als 75 Konkurrenzen zu bestreiten, zu denen sich weit mehr als 250 Aktive gemeldet hatten. Wer dieses Sportfest gesehen hat und beobachten konnte, mit welcher Pünktlichkeit, Ordnung und Disziplin das Sportfest abgewickelt wurde, bekommt einen Begriff davon, wie hingebungsvoll der Funktionärstab [sic!] bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung der Veranstaltung gearbeitet haben muß, und nicht zuletzt, wie gut die jugendlichen Aktiven erzogen sein müssen.
Wollte man die Ergebnisse dieses Sportfestes in ihrer Gesamtheit werten, so würde weit mehr Raum notwendig sein, als der hier zur Verfügung stehende. Eine Reihe von Ergebnissen jedoch bedürfen der Erwähnung.
Ueberraschend das gute Abschneiden der Makkabim aus Westdeutschland, die mit einer großen Zahl ausgezeichneter Nachwuchssportler an den Start kamen. Nicht weniger als 21 Siege konnten die Westdeutschen mit nach Hause nehmen. Allgemeine Anerkennung fanden die Leistungen von Rath-Widman ( Hakoah Köln Hakoah Köln SC Hakoah Köln wurde 1933 schon bald nach der Selbstauflösung des Bar Kochba Köln gegründet. Viele seiner Aktiven hatten bereits im Bar Kochba Köln Ämter bekleidet. Der SC Hakoah Köln bestand bis 1938. ), der in seiner Klasse Jugend A die 100 m mit 11,7 Sek., den Weitsprung mit 6,17 m, die 400 m in 58,4 Sek. gewann, und darüber hinaus noch mit guten Erfolgen in den Staffeln seines Bezirkes lief.
Der Hochsprung in den Klassen Jugend A und Jugend B war eine besonders spannende Konkurrenz, der die Zuschauer mit anhaltendem Interesse folgten. In Jugend A erreichte Katzenberg II ( Makkabi Düsseldorf Makkabi Düsseldorf Der Turn- und Sportverein Makkabi Düsseldorf wurde 1924 gegründet und zählte schon bald 200 aktive Mitglieder. Der Verein war in der Zionistischen Vereinigung für Deutschland aktiv, beteiligte sich jedoch 1925 an der Gründung des VINTUS. Die höchste Mitgliederanzahl erreichte der Verein 1931 mit 650 Mitgliedern. Diesen wurde eine Vielfalt von Sportarten angeboten. Es gab Fußball, Turnen, Leichtathletik, Gymnastik, Rhythmik, Handball, Faustball, Boxen, Tischtennis, Tennis und Schwimmen. Anfang 1933 wurde dem Verein der Zugang zu bisher genutzten Sportanlagen verwehrt. Die politische Ausrichtung des Maccabi Düsseldorf wurde zionistisch und er trat direkt nach Auflösung des VINTUS dem Deutschen Makkabikreis bei. Es wurden alle Sportarten bis auf Rhythmik weiterhin angeboten und Schach kam hinzu. Der Verein wurde 1938 nach den Novemberpogromen aufgelöst. 1961 wurde der Verein unter dem Namen TuS Maccabi Düsseldorf als erster jüdischer Sportverein in der BRD wiedergegründet. Der Verein besteht bis heute. ) die Höhe von 1,60 m vor Kramberg ( Hakoah Essen Hakoah Essen Der Turn- und Sportclub Hakoah Essen entstand im Dezember 1923 aus der Turnabteilung des Jüdischen Jugendvereins Essen und gründete 1925 den VINTUS mit. Der Verein richtete sich hauptsächlich an bisher nicht sportlich aktive Juden und Jüdinnen, die aus Angst vor Antisemitismus keinem nichtjüdischen Verein beitreten wollten. Im Jahr 1928 erreichte der Verein 1000 aktive und passive Mitglieder. Zudem hatte der Verein eine gute Verbindung zur jüdischen Gemeinde in Essen und wurde von ihr unterstützt. Es wurden viele Sportarten angeboten. Diese waren Turnen, Leichtathletik, Fußball, Boxen, Schwimmen, Wandern, Jiu-Jitsu, Tennis, Faustball, Handball, Wintersport und Fechten. 1933 trat der Verein dem Makkabi-Weltverband bei. Der Sportbetrieb wurde durch die Nationalsozialisten gestört, fand jedoch weiter statt. Die Sportarten Wandern, Jiu-Jitsu, Faustball, Handball, Wintersport und Fechten fielen weg. Dafür wurde Kegeln aufgenommen. Ab Ende 1938 gibt es keine Dokumentation oder Nachweise mehr über Aktivitäten des Hakoah Essen. ), der 1,57 m sprang, während in der B-Klasse Baum ( Bar Kochba-Hakoah Berlin Bar Kochba-Hakoah Berlin Bar Kochba-Hakoah Berlin ging 1929 aus der Fusion des Bar Kochba Berlin und der SC Hakoah Berlin hervor. ), 1,57  m, vor Frank ( Bar Kochba Frankfurt am Main Bar Kochba Frankfurt am Main Bar Kochba Frankfurt wurde 1913 als Jüdischer Turnverein Frankfurt gegründet. ), 1,53 m, gewann. Im Fünfkampf der Junioren konnte sich überraschenderweise keiner der Berliner Bar Kochbaner placieren. Den ersten Platz holte sich Bartfeld ( Bar Kochba Leipzig Bar Kochba Leipzig Bar Kochba Leipzig bestand von 1919 bis zu seiner Auflösung im Frühjahr 1939. ), vor Gottheiner ( Bar Kochba Breslau Bar Kochba Breslau Bar Kochba Breslau gehörte dem Deutschen Makkabikreis an. ) und Seinfeld ( Bar Kochba Hamburg Bar Kochba Hamburg Der JTV Bar Kochba Hamburg wurde 1910 als nationaljüdischer Verein gegründet. Seit den 1920er gehörte der Verein dem Makkabi-Weltverband (gegründet 1921) an. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Vereinsarbeit zunehmend auf die Emigration ihrer (jugendlichen) Mitglieder ausgerichtet. Die Auflösung des Vereins erfolgte im Jahr 1938. ).
Ein besonders interessant beschicktes Feld waren die 100 m für Mädchen B, in denen es zu einem spannenden Endkampf kam. Goldstein (Bar Kochba Leipzig) konnte dieses Rennen vor Durst (Bar Kochba-Hakoah Berlin) und Purwin (Bar Kochba Königsberg) für sich entscheiden. 
In den neun Staffeln, die gestartet wurden, erwies sich der Bar Kochba-Hakoah Berlin als überlegen. Nicht weniger als fünf erste und vier zweite Plätze heimsten die Berliner ein. Unter den Staffeln verdient die Elli-Kendziorra Elli-Kendziorra Elli Kendziorra war eine Sportlerin des Bar Kochba Hamburg. -Gedächtnis-Staffel deshalb besondere Erwähnung, weil sie durch ihre Zusammensetzung außergewöhnlich interessant war.
Etwas besonderes fiel bei diesem Sportfest noch auf, nämlich die vielen Leistungsabzeichen, die man auf den Trikots einer großen Zahl von Jungen und Mädchen entdecken konnte. Waren auch die meisten der Träger dieses Abzeichens Mitglieder des Berliner Bar Kochba-Hakoah, so darf man nunmehr doch erwarten, daß sich in der kommenden Saison, angespornt durch dieses Beispiel, weit mehr Makkabim aus dem Reich als bisher den Prüfungen unterziehen werden.
Sie waren schon ein besonderes Ereignis, diese leichtathletischen Meisterschaften unserer Jugend. Das verstand auch Makkabi Dr. Rabau Dr. Rabau Dr. Alfred Rabau war Mitglied des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin, Mitglied des Reichsausschusses jüdischer Sportverbände und Vorsitzender des Berliner Bar Kochba. bei der nach Beendigung der Veranstaltung in einem von den Aktiven mehr als überfüllten Raum stattgefundenen Preisverteilung ausgezeichnet darzustellen. Für die Jugendlichen waren sie auch durch das Zusammensein mit den vielen Gleichgesinnten die Würdigung ihres ernsthaften und andauernden Trainings. Für das große Heer der Funktionäre waren sie schönster Lohn für ihre aufopferungsvolle Arbeit und für den Zuschauer nicht zuletzt ein stolzes und hoffnungsfreudiges Bild einer kampfbereiten und gesunden jüdischen Jugend.
Die Ergebnisse:
Ball-Weitwurf: M ä d c h e n CWeitsprung: J u g e n d A
1. Romanus (BK. Bln.) 58,521. Widman (Köln) 6,17
2. Samowitz 35,902. Kramberg (Hak. Essen) 5,91
3. Alexander (Düsseld.) 35,203. Goldschmidt (BK. Ffm.) 5,64
Kugelstoßen: J u g e n d AWeitsprung: J u g e n d B
1. Nieburg 12,401. Ehrlich (BK. Bln.) 5,81
2. Kramberg (Hak. Essen) 12,302. Baum (BK. Bln.) 5,59
3. Politzer (BK. Bln.) 12,293. Steinbeck II (BK. Bln.) 5,41
​ 
800 m: J u g e n d AHochsprung: M ä d c h e n A
1. Jonas (BK. Bln.) 2:10.71. Durst (BK. Bln.) 1,35
2. Koebner (JSK. Bln.) 2:19.92. Kniebel (Hak. Köln.) 1,25
3. Bienstock (Hak. Köln) 2:22,53. Fuchs (BK. Lpzg.) 1,25
​ 
800 m: J u g e n d BWeitsprung: K n a b e n
1. Lichtenstein Lichtenstein Gretel Lichtenstein war eine Leichtathletin im SC Hakoah Köln. (Hakoah 1. Riechheimer (BK. Hbg.) 5,21
Köln) 2:18.72. Sternheimer (BK. Ffm.) 5,12
2. Dienes (BK.-II. Berlin) 2:20,53. Atlas (BK. Bln.) 5,08
3. Karl Lewin (BK.-II.
Berlin) 2:21,51500-m-Lauf: J u n i o r e n
1. Berger (BK. Bln.) 4:34.9
100 m: J u n i o r e n2. Marcuse (BK. Bln.) 4:41.8
1. Gruenbaum (BK. Bln) 11.93. Waag (Hak. Essen) 4:45.0
2. Katzenberg I (Mak-
kabi Düsseldorf) 12,0Weitsprung: M ä d c h e n C
3. Rosenberg (Hakoah1. Romanus (BK. Bln.) 4,92
Mainz Mainz Der SC Hakoah Mainz wurde 1931 gegründet. 12,22. Warschauer (BK. Lpzg.) 4,36
3. Nathan (BK. Hbg.) 4,28
100m: J u g e n d A
1. Widmann Widmann Felix Widmann war im SC Hakoah Köln aktiv (Hak. Köln) 11,7Weitsprung: M ä d c h e n B
2. Fuchs (Bar Kochba 1. Loewenstein (BK. Ffm.) 4,92
Ffm.) 12,02. Weißbrodt (BK. Bln.) 4,62
3. Goldschmidt (Bar Koch-3. Purwin (BK. 
Kaliningrad
rus. Калинингра́д, deu. Königsberg

Kaliningrad ist eine Großstadt im heutigen Russland mit fast 500.000 Einwohner:innen. Sie liegt in der Oblast Kaliningrad, einer russischen Exklave zwischen Litauen und Polen, die ungefähr dem nördlichen Teil der preußischen Provinz Ostpreußen vor 1945 entspricht (heute litauische Gebiete ausgenommen). Vor 1945 war Königsberg nicht nur Hauptstadt der Provinz und die nordöstlichste Großstadt Preußens, sondern ab 1724 auch Königliche Haupt- und Residenzstadt in Preußen.

) 4,59
ba Ffm.) 12,1
400 m J u g e n d A
100m: J u g e n d B1 Widmann (Hak. Köln 58,4
1. Ehrlich (BK. Bln.) 11,82 Grünbaum (BK. Ffm.) 59,0
2. Frank (BK. Ffm.) 12,1
3. Wienskowitz Wienskowitz Wilhelm Klaus Wienskowitz (1914–2001) emigrierte in die USA. Sein Bruder seine Eltern wurden in der Shoa ermordet. Zwei weitere Brüder konnten in die USA emigrieren. (BK. Bln.) 12,2Elli-Kendziorra-Staffel:
1 BK.-II. II. Bln. 2:7.8
4x100-m-Staffel: K n a b e n2. BK. Leipzig
1. BK.-H. Bln. 1 Mannsch. 53.6
2. BK.-H. Bln. II. Mannsch. 55,3Dreikampf: J u g e n d B
3. BK. Hamburg1. Ehrlich (BK. Bln.) 2272
2. Steinbock II (BK. Bln.) 2254
4x100-m-Staffel: M ä d c h e n A3. Graimann (BK. Bln.) 2194
1. BK.-H. Berlin 58,5
2. Hakoah Köln 61,4Fünfkampf: J u n i o r e n
1. Bartfeld (BK. Lpzg.) 2511,5
4x100-m-Staffel: M ä d c h e n B2. Gottheimer (BK. Brsl.) 2424,5
1. BK.-H. Berlin 57,43. Scheinfeld (BK. Hbg.) 2053,5
2. BK. Frankfurt a. M. 57,8
3. KB. Leipzig 58,2Dreikampf: J u g e n d A
1. Kramberg (Hak. Essen 2374
4x100-m-Staffel: M ä d c h e n C2. Kiko’er (BK. Bln.) 2229
1. BK. Hamburg 59,13. Scheinfeld (BK. Hbg.) 2129
2. BK.-H. Berlin 62,24. Bidelberg (BK. Bln.) 1976
[4] 3X200 m: B e z i r k s s t a f f e l Diskus: J u g e n d A
J u g e n d B1. Nieburg (BK.Berlin) 34,55
1. BK.-H. Berlin 1:17,12. Scheinfeld (BK. Hamb.) 32,26
2. BK. Leipzig 1:20,23. Back Back Walter Back (1920–?) übte Leichtathletik sowie diverse Sportarten im Düsseldorfer Makkabi aus. Er konnte 1939 nach Chile fliehen. (Düsseldorf) 27,25
3. BK. Hamburg 1:20,3
Diskus: J u g e n d B
3X200 m: B e z i r k s s t a f f e l1. Steinbock II (BK. Bln.) 25,84
J u g e n d A2. Karl Lewin (BK. Bln.) 24,16
1. Hakoah Köln 1:15,93. Oppenheim (BK. Hamb.) 21,32
2. BK.-H. Berlin 1:16,4
Kugelstoßen: M ä d c h e n A
3X1000 m: J u g e n d A1. Weinreb (BK. Berlin) 8,48
1. Makkabi Westdeutsch-2. Steinweg (
Wrocław
deu. Breslau, lat. Wratislavia, lat. Vratislavia, ces. Vratislav, deu. Breslaw, deu. Bresslau, deu. Wreczelaw, deu. Wrezlaue, lat. Vuartizlau, lat. Wrotizlaensem, lat. Wortizlava, deu. Brassel

Wrocław (dt. Breslau) ist eine der größten Städte in Polen (Bevölkerungszahl 2025: 672.601). Sie liegt in der Woiwodschaft Niederschlesien im Südwesten des Landes.
Zunächst unter böhmischer, piastischer und zeitweise ungarischer Herrschaft übernahmen 1526 die Habsburger die schlesischen Erblande und damit auch Breslau. Einen weiteren Wendepunkt in der Geschichte der Stadt stellte die Besetzung Breslaus durch die preußischen Truppen 1741 und die anschließende Einverleibung eines Großteil Schlesiens in das Königreich Preußen dar.
Die rapide Bevölkerungszunahme und Industrialisierung führte zur sprunghaften Urbanisierung der Vorstädte und ihrer Eingemeindung, was mit der Schleifung der Stadtmauer Anfang des 19. Jahrhunderts einherging. Bereits 1840 wuchs Breslau mit 100.000 Einwohnern zur Großstadt heran. Am Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich das häufig noch mittelalterlich geprägte Stadtbild hin zur Großstadt wilhelminischer Prägung. Höhepunkt der Stadtentwicklung noch vor dem Ersten Weltkrieg war die Anlage des Ausstellungsparks als neuer Mittelpunkt der gewerblichen Zukunft Breslaus mit der Jahrhunderthalle von 1913, die seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
In den 1920er und 30er Jahren erfolgte die Eingemeindung von 36 Ortschaften und der Bau von Wohnsiedlungen am Stadtrand. Um der großen Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg zu begegnen, wurden auch Wohngenossenschaften mit Siedlungsbau beauftragt.
Noch 1944 zur Festung erklärt, wurde Breslau während der folgenden Kampfhandlungen in der ersten Hälfte 1945 nahezu vollständig zerstört. Der Wiederaufbau der nun Polnisch gewordenen Stadt dauerte bis in die 1960er Jahre.
Von der etwa 20.000 Personen zählender jüdischen Bevölkerung fanden sich nach dem Zweiten Weltkrieg nur 160 Personen in der Stadt wieder. 1945–1947 wurde die nach dem Kriegsende verbliebene bzw. zurückgekehrte - deutsche - Bevölkerung der Stadt zur Auswanderung größtenteils gezwungen, an ihre Stelle wurden Menschen aus dem Gebiet des polnischen Vorkriegsstaats angesiedelt, darunter aus den an die Sowjetunion verlorenen Gebiete.
Nach dem politischen Umbruch von 1989 erhob sich die Stadt zu neuer, beeindruckender Blüte. Der Transformationsprozess und seine raumwirksamen Folgen sorgten für einen rasanten Aufschwung Breslaus, unterstützt durch den Beitritt Polens zur Europäischen Union im Jahr 2004. Heute ist Breslau eine der am besten prosperierenden Städte Polens.

)) 7,72
land 9:41,33. Goldschmidt (BK. Bln.) 7,45
2. BK.-H. Berlin 9:55,0
Kugelstoßen: M ä d c h e n B
3x1000m: J u g e n d B1. Durst (BK. Berlin) 8,21
1. Makkabi Westdeutsch-2. Wydra (BK. Leipzig) 8,11
land 10:39,43. Speyer (BK. Berlin) 7,99
100 m: K n a b e nKugelstoßen: J u g e n d B
1. Sternheimer (BK. Ffm.) 12,51. Frank (Franf. a. M.) 10,85
2. Arpady (BK. Bln.) 12,82. Grajmann (BK. Bln.) 10,68
3. Nemann (BK. Lpzg.) 13,33. Steinbock II (Berlin) 10,63
100 m:  M ä d c h e n AKugelstoßen: K n a b e n
1. Fließ (BK. Bln.) 13,81. Atlasz (BK. Berlin) 12,49
2. Lesser BK. Brsl.) 14,22. Hüttner (BK. Berlin) 12 39
3. Weinreb (BK. Bln.) 15,03. Justmann (BK. Berlin) 12,34
100 m: M ä d c h e n BSpeerwerfen: J u g e n d A
1. Goldstein (BK. Lpzg.) 14,01. Ziegler ( Würzburg Würzburg Gemeint ist der JTUS Würzburg. ) 41,41
2. Durst (BK. Bln.) 14,12. Back (Düsseldorf) 39,61
3. Purwin (BK. Königsb.) 14,23. Spiegelberg (BK. Bln.) 39,05
60 m: M ä d c h e n CSpeerwerfen: J u g e n d B
1. Nathan (BK. Hbg.) 8,61. Polkowski (BK. Bln.) 39,80
2. Warschauer (BK. Lpzg.) 8,72. Oppenheim (BK. Hbg.) 34,42
3. Romanus (BK. Bln.) 9,03. Frank (Düsseldorf) 33,96
Hochsprung: J u g e n d ASpeerwerfen: M ä d c h e n A
1. Katzenberg II (Makkabi Düsseldorf) 1,601. Kerzner (Hamburg) 21,20
2. Kramberg (Hak. Essen) 1,572. Steinweg (Breslau) 16,50
3. Unger (BK. Bln.) 1,473. Lichtenstein (Köln) 14,40
Hochsprung: J u g e n d BSpeerwerfen: M ä d c h e n B
1. Baum (BK. Bln.) 1,571. Simon (BK. Berlin) 31,60
2. Frank (BK. Ffm.) 1,532. Speyer (BK. Berlin) 28,25
3. Steinbock 1, 453. Liepmann (BK. Berlin) 26,00
Die Editionsrichtlinien finden Sie hier.

Translations

Metadata

Info section