Wirkungen der Ersten Makkabiah

Transcriptions

Transcription (German)

Wirkungen der Ersten Makkabiah
Von Dr. Hermann Lelewer Dr. Hermann Lelewer Dr. Hermann Lelewer (1891–1946) war Rechtsanwalt, Mitglied im Kartell Jüdischer Verbindungen und hatte eine Führungsposition im Bar Kochba Berlin inne. 1929 wurde er Präsident des Makkabi-Weltverbands. 1933 floh er nach England und später nach Palästina. , Tel Aviv.
I.
Die erste Makkabiah war vorüber. Es begann die Rundfahrt durch das Land.
Ein Rausch ging durch den  Jischuw
Jischuw
also:
Jischuv
Der Begriff Jischuw (hebr. für „Siedlung“, „bewohntes Land“) bezeichnet die Gesamtheit der jüdischen Siedlungen in Palästina vor der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948. Der sogenannte „alte“ Jischuw bezeichnet jüdische Siedlungen in Palästina, deren Bevölkerung sich dort insbesondere aus religiösen Gründen niederließ. Als „neuer Jischuw” werden die jüdischen Siedlungen bezeichnet, die im Zuge der zionistisch motivierten Migration (Alijah) ab ca. 1880 entstanden. Bis 1920 existierten die einzelnen Siedlungen isoliert voneinander ohne übergreifende Verwaltungsstruktur.
. Wohin wir kamen, war es , als ob alle Bewohner der Dörfer, jung und alt, uns entgegenkamen und mit überströmenden Herzen uns Dank sagen wollten, daß wir zu ihnen gekommen waren. Unvergeßlich wird uns sein, wie uns im Tempel von Rischon le Zion einer der  Biluim
Bilu-Bewegung
also:
Bilu, BILU, B.J.L.U.
Die Bilu-Bewegung wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert von einer Gruppe jüdischer Idealisten als Reaktion auf die Pogrome und auf antisemitischen Gesetze im Russischen Reich gegründet. Eine Biluim-Gruppe gründete nach ihrer Ankunft in Palästina gegen Ende des 19. Jahrhunderts die landwirtschaftliche Siedlung Rischon le Zion (dt. Erster zu Zion). Ein wichtiger Wirtschaftszweig war der Weinbau, der von Baron de Rothschild unterstützt wurde. Später entstanden noch weitere mit der Bewegung in Verbindung stehende Siedlungen.
, Meyerowitz Meyerowitz Menashe Meyerowitz (1860–1949) war ein Bilu und Präsident der Agronomen in Palästina. Er wurde als „letzter Biluim“ bekannt bekannt, da er der letzte Vertreter dieser Organisation war, der die Staatsgründung miterlebte. , mit „ Schehechejanu
Schehechejanu
Der Segen Schehechejanu kommt bereits im Talmud vor und wird zu verschiedenen Anlässen gesprochen, z.B. bei einer Ankunft in Erez Israel.
“ begrüßte.
Es kam der Abschied. Vorher hatten wir noch mit der Stadtverwaltung von Tel Aviv einen Vertrag unter Dach und Fach gebracht, nach dem der Platz, auf dem die 1. Makkabiah stattgefunden hatte, in den Besitz des M.W.V. übergehen sollte. D i e z e n g o f f D i e z e n g o f f Meir Dizengoff (1861–1936) war der erste Bürgermeister von Tel Aviv. brachte uns aufs Schiff. Mit Tränen in den Augen verabschiedet er sich von uns. Vorher hatte er mir noch einen Brief zugehen lassen, dessen Übersetzung folgendermaßen lautete:
„Verehrter Herr Doktor!
Es ist mir eine angenehme Pflicht, Ihnen, bevor Sie Tel Aviv verlassen, zu sagen, wie schwer uns der Abschied vom Makkabi ist, und daß wir noch lange Zeit uns sehnen werden nach der wunderbaren Jugend Ihrer Organisation. Das Erscheinen des Welt-Makkabi und sein Aufenthalt in unserer Mitte, seine Ordnung, seine Spiele, seine Gliederung und seine Aufzüge haben in unsere ganze Umgebung Leben und Bewegung, Stolz und Hoffnung, das Vertrauen auf die Kraft unseres Volkes und den Glauben an das Gelingen unseres Werkes hineingetragen.
Die Tage der 1. Makkabiah in Tel Aviv haben einen mächtigen Eindruck auf unsere gesamte Jugend und alle diejenigen gemacht, die dereinst berufen sein werden, den Kampf für unser Volk und unseren Glauben zu führen.
In der Stunde, da wir uns von Ihnen trennen, kann ich Ihnen versichern, werter Herr Doktor, daß Sie Gefühle der Brüderlichkeit und Liebe begleiten und die herzlichsten Wünsche, daß Ihr zu uns bald zur 2. Makkabiah zurückkommen werdet.
Empfangen Sie verehrter Herr Doktor, meinen Gruß in meinem Namen und im Namen der Stadtverwaltung für den ganzen Welt-Makkabi und für alle Kollegen im Präsidium.
Und was Sie selbst betrifft, so bringe ich Ihnen alle meine Gefühle der Hochschätzung und Liebe zum Ausdruck, welche ich für Ihre Persönlichkeit und bewundernswerten Fähigkeiten empfinde, und ich bin sicher, daß eine Persönlichkeit Ihresgleichen sicher ihren Weg schreiten und uns den Weg ebnen wird zu einer vollen Renaissance und Erlösung.
Ihr Sie hochschätzender
gez. D i e z e n g o f f.
Das Schiff setzte sich in Bewegung. Palästinas Küste entschwand, Richtung Galuth Galuth Hebr. galut, lässt sich als Diaspora übersetzen. .
[Fotografie]
[Bildunterschrift:] Kinrot Kinrot Kinrot (auch Tel Kinrot): Archäologische Ausgrabungsstelle am Nordwestufer des Sees Genezareth (hebr.: Jam Kinneret). Der gleichnamige Kibbuz wurde an der Südseite des Sees gegründet, da dort die antike Stadt zuerst vermutet wurde.
II.
Ungeheuer waren die Wirkungen der Makkabiah nach den verschiedensten Richtungen hin.
Der  J i s c h u w war aufs stärkste beeinflußt. Jahrelang hatte es nach den Unruhen von 1929 Unruhen von 1929 Während der zionistischen Einwanderung nach Palästina kam es immer mehr zu Spannungen zwischen der arabischen und jüdischen Bevölkerung. 1929 kam es zu Ausschreitungen in Palästina. In diesem Jahr ereignete sich das Pogrom von Hebron, bei dem 67 Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Neben diesem Pogrom ereigneten sich 1929 weitere tödliche Angriffe auf Jüdinnen und Juden. Insgesamt wurden während der Unruhen 133 Jüdinnen und Juden getötet. 110 arabische Aufständische wurden von Angehörigen der britischen Sicherheitskräfte im Mandatsgebiet Palästina ermordet. keine starke Einwanderung mehr gegeben. Tiefer Pessimismus drohte Platz zu greifen; eine wirtschaftliche Krisis erstickte alle Aktivität; die politische Unsicherheit über die Zukunft des Landes lähmte jede Energie. Da kam plötzlich in diese Stimmung hinein unerwartet und überraschend der Makkabi aus 17 Ländern. Junge, frische Menschen mit Singen und Lachen und Fahnen. Der Jischuw wurde angesteckt; ein einzigartiger Taumel der Begeisterung ergriff alle. Eine neue Welle des Optimismus begann und neue Hoffnung pflanzte sich in jüdische Herzen. Diezengoff’s Brief spiegelt die Stimmung wieder, die den Jischuw ergriffen hatte.
In die  G a l u t h  kehrten Hunderte von jungen Menschen zurück, die freiwillige und unbezahlte Agitatoren für Palästina wurden. Was sie selbst erlebt hatten, die Schönheit des Landes, die Wärme der Begrüßung, das erzählten diese Propagandisten in tausendfachen Worten in den Ländern der Diaspora und brachten so einen starken Auftrieb zionistischer Propaganda und Agitation. Tel Aviv, das bisher wenig bekannte Städtchen wurde in der ganzen Welt durch unsere Werbung und Plakate als das Zentrum jüdischen Sportes bekannt und berühmt.
Als ich mich von  D i e z e n g o f f  verabschiedete, vereinbarte ich mit ihm, daß er noch im Laufe desselben Jahres 1932 zu mir nach Berlin kommen sollte, um dort die Pläne auszuarbeiten, wie man den M a k k a b i finanziell auf eine gesunde |6| Basis stellen könnte. Denn es war klar, daß der Makkabi aus sich heraus nicht in der Lage sein konnte, die Mittel herbeizuschaffen die für eine große Aufwärtsentwicklung der Bewegung und ihrer Sicherstellung notwendig waren. Der Plan mußte also dahingehen, die Spitzen der jüdischen Gesellschaft für den Makkabi zu interessieren.
Diezengoff kam auch wirklich, wie vereinbart, im Herbst 1932 nach Berlin. Dann fuhren wir gemeinsam nach London und gingen zu Lord Melchett Lord Melchett Henry Ludwig Mond, 2. Baron Melchett (1898–1949), war ein britischer Industrieller, Politiker und Zionist. Er war der älteste Sohn von Alfred Mond, 1. Baron Melchett. Nach seinem Militärdienst im Ersten Weltkrieg engagierte er sich zunächst politisch in der Liberal Party, bevor er gegen Ende der 1920er Jahre zu den Konservativen wechselte. Mond entstammte einer jüdischen Familie, wurde jedoch christlich erzogen. Im Zuge seiner zunehmenden Hinwendung zum Zionismus konvertierte er 1933, ebenso wie seine Schwester Eva, zum Judentum. Seit den 1920er Jahren unterstützte er aktiv die Bestrebungen zur Gründung eines jüdischen Staates in Palästina als Teil des britischen Empire. In diesem Zusammenhang bekleidete er unter anderem das Amt des Vorsitzenden der British Agency for Palestine und engagierte sich als Förderer des Makkabi-Weltverbands. Aufgrund seiner führenden Rolle im jüdischen Leben Großbritanniens geriet Mond in den späten 1930er Jahren ins Visier des nationalsozialistischen Regimes und wurde 1940 für den Fall einer deutschen Invasion Großbritanniens auf eine Sonderfahndungsliste gesetzt. Mond war verheiratet und hatte zwei Söhne. . Ich schlug ihm vor, Ehrenpräsident des M.W.V. zu werden. Er nahm es an mit den freudigen Worten: „Das ist die größte Ehrung meines Lebens“. Melchett hatte ebenso wie seine Schwester Lady Erleigh Lady Erleigh Eva Violet Isaacs, geb. Mond (1895–1973) trug bedingt durch ihre Ehe mit Rufus Isaacs Viscount Erleigh (1889–1960) den britischen Adelstitel Viscountess Erleigh. Nach dem Tod ihres Schwiegervaters trug sie den Titel Marchioness of Reading, ihr Mann den Titel Marquess of Reading. Beide hatten jüdische Wurzeln. Eva Isaacs war die Tochter von Alfred Mond, 1. Baron Melchett. Ihre Mutter war Christin und auch Eva wurde christlich getauft, konvertierte aber 1933 zum Judentum. Eva Isaacs war u.a. Zionistin, Philanthropin, Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses und setzte sich besonders während der Shoa für verwaiste jüdische Flüchtlingskinder ein. von der Zuschauertribüne aus die 1. Makkabiah verfolgt und war begeistert über Organisation und Durchführung.
Mit der Annahme des Postens durch Melchett begann ein neues Kapitel unserer Bewegung. Die „Erste Makkabiah“ war beendet. Sie war wirklich, wie ich es in meinen Eröffnungsworten gelobt hatte, ein  K o n g r e ß  d e r   L e i s t u n g e n,  und nicht der Diskussionen, ein   K o n g r e ß  d e s  O p t i m i s m u s  und nicht des Pessimismus, ein  K o n g r e ß   d e r   E i n h e i t  und nicht der Zerrissenheit geworden.
Durch leidenschaftliche Hingabe und unbeugsame Energie war das bisher größte Werk des Makkabi verwirklicht worden. Menschen hatten es verwirklicht, die dem Worte Alphonse de Lamartine Alphonse de Lamartine Alphonse de Lamartine (1790–1869) war ein französischer Schriftsteller, Dichter und Politiker. Erfolgreich war er besonders als Lyriker. entsprachen: „Um zu denken, muß man sich von der Masse trennen; um zu handeln, muß man in ihr aufgehen“.
Jugendausbildung im Erez Jisrael.
Die Einwanderungsbestimmungen, die die palästinensische Regierung für das laufende Halbjahr vom 1. April bis zum 30. September herausgegeben hat, eröffnen auf gewissen Gebieten der jüdischen  A l i j a h  w e i t  g r ö ß e r e  M ö g l i c h k e i t e n  als früher. Diese Gebiete fallen unter die Kategorie B III des palästinensischen Einwanderungsgesetzes, die die Einwanderung von Unbemittelten zu Ausbildungszwecken im Auge hat. In den letzten Jahren hatte diese Kategorie – besonders durch das großartige Werk der   J u g e n d a l i j a h
Kinder- und Jugend-Alija
Die Kinder- und Jugend-Alija wurde offiziell 1933 gegründet und ging auf die Initiative der Zionistin Recha Freier zurück. Die Kinder- und Jugend-Alija wurde während der Shoa zu einem wichtigen jüdischen Kinder- und Jugendhilfswerk und ist bis heute aktiv.
– sich immer stärker entwickelt. Die land- und hauswirtschaftlichen Schulen und Lehrfarmen der  W i z o W i z o Die Women’s International Zionist Organisation (kurz: WIZO) wurde 1920 in Großbritannien gegründet und ist eine internationale karitative jüdische Frauenorganisation. traten der Jugendalijah zur Seite und ermöglichten Jahr für Jahr die Einwanderung einer nicht unerheblichen Zahl von Mädchen ins Land. Im Zuge dieser Entwicklung erwarben immer mehr Anstalten der allgemeinen und Fachschulbildung das sogenannte Zertifikatsrecht und dieser Prozeß erfährt nunmehr eine bedeutsame Würdigung und Erweiterung: die Einwanderung unter B III ist in diesem halben Jahr ziffernmäßig überhaupt  n i c h t  m e h r  b e g r e n z t  und es können so viele Jungen und Mädchen ins Land kommen, wie Ausbildungsplätze für sie zur Verfügung stehen, bzw. neue geschaffen werden können. 
Daß hieraus eine große moralische Forderung an die Gebefreudigkeit der Judenheit außerhalb Palästinas herzuleiten ist, ist jedem verständlich; hängt doch die Zahl der Ausbildungsplätze wesentlich von der Höhe der geldlichen Zuwendungen ab, die die Judenheit des Auslandes dem palästinensischen Schul- und Bildungswesen zuführt.
An dieser Stelle sollen im Augenblick die Möglichkeiten dargestellt werden, die sich für die Einwanderung jüngerer Makkabim und Makkabioth ergeben. Wir kennen aus den Erfahrungen, die die Jugendalijah und die Wizo gemacht haben, den außerordentlichen Wert, den eine  A u s b i l d u n g im  L a n d e  s e l b s t  hat. Überall bemüht sich die pädagogische Bewegung, Schule und Berufsleben mit einander zu  v e r k n ü p f e n. Die zahlreichen Versuche, die nach dieser Richtung in den letzten Jahrzehnten allenthalben gemacht worden sind und die z.B. das Landschulheim haben entstehen lassen, sind ihrer Natur nach doch immer gehindert, ihr eigentliches Ziel zu erreichen. Es bleibt an der Landschulheimerziehung, selbst wenn sie den theoretischen Unterricht noch so eng mit Gartenbau und Werkunterricht verknüpft, das Problem haften, daß die Wirklichkeit des Berufslebens doch ganz anders aussieht, als diese Vorbereitung den Schüler glauben machen kann.
In der spezifischen Situation, in der die Judenheit in Deutschland sich heute befindet, tritt hinzu, daß alle Erziehung notwendig Auswanderungserziehung ist und deshalb nach der besten und umfassendsten Vorbildung immer noch eine Umschichtung notwendig wird, die den Zögling auf die speziellen Verhältnisse des von ihm gewählten Auswanderungslandes vorbereitet. Wer heute auf das  T e c h n i k u m  i n  H a i f a, auf die  l a n d w i r t s c h a f t l i c h e  S c h u l e  M i k w e  I s r a e l, auf die  H a n d w e r k e r s c h u l e  M a x  P e i n  in  T e l  A v i v, auf die  K u n s t g e w e r b e s c h u l e  N e u e s  B e z a l e l  geht, hat die Gewißheit, daß in diesen Institutionen die theoretische und praktische Ausbildung mit Selbstverständlichkeit auf die praktischen Erfordernisse des Berufslebens in Palästina hinführt.
Darüber hinaus ist der Wert gar nicht auszuschätzen, den dieser Ausbildungsgang für die Verbindung des Schülers mit dem  h e b r ä i s c h e n  K u l t u r k r e i s  hat. Überall in der Diaspora ist diese Verbindung nur mit großen Anstrengungen zu erreichen, der letzte Erfolg muß diesen Anstrengungen aus natürlichen Gründen fast stets versagt bleiben. Selbst das stärkste hebräische Leben, das eine jüdische Schule mit hebräischer Unterrichtssprache entfalten kann, bleibt notwendig inselhaft inmitten eines jüdischen Lebens, das von der Landessprache beherrscht wird. In Palästina ist der Kreis der hebräischen Kultur der Kreis des jüdischen Lebens, das von der Landessprache beherrscht wird. In Palästina ist der Kreis der hebräischen Kultur der Kreis des jüdischen Lebens selber, und wenn die alte Lehre richtig ist, daß die unaufdringlichste Erziehung die wirksamste ist, dann können wir die positive Bedeutung ermessen, die die neue Einwanderungsfreiheit für Jugendliche hat.
Es ist selbstverständlich, daß der Makkabi grundsätzlich die Forderung der  Hachscharah
Hachschara
Die Hachschara (hebräisch für „Vorbereitung“) war ein Programm der zionistischen Dachverbände Hechaluz und Bachad. Die Ausreisewilligen besuchten dazu Bauern oder Handwerksbetriebe, um sich auf eine Emigration nach Palästina vorzubereiten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden immer mehr eigene Ausbildungsstätten für die Alija (hebräisch für „Aufstieg“, gemeint ist die jüdische Einwanderung ins Britische Mandatsgebiet) eingerichtet. In diesen Einrichtungen wurden jüdische Jugendliche nicht nur in landwirtschaftlichen und handwerklichen Fähigkeiten geschult, sondern auch regelmäßig sportlich trainiert. Physische Leistungsfähigkeit, psychische Belastbarkeit und soziale Kompetenz galten als zentrale Voraussetzungen sowohl für die Aufnahme in ein solches Zentrum als auch für die spätere Erteilung eines Einwanderungszertifikats durch die britischen Mandatsbehörden.
erhebt und daß unsere Vorstellungen von der Berufsgestaltung der jüdischen Jugend nichts zu tun haben mit den Auffassungen, die das nichtzionistische Bürgertum früherer Zeiten hegte. Diese grundsätzliche Forderung nach Betonung der handarbeitenden Berufe bedeutet aber nicht, daß der unzweifelhafte Wert einer gründlichen theoretischen Durchbildung verkannt wird. Wir würden es außerordentlich begrüßen, wenn zahlreiche Makkabim, die dazu in der Lage sind, von der Möglichkeit Gebrauch machen würden, sich i n  P a l ä s t i n a  e i n e  g e d i e g e n e  F a c h a u s b i l d u n g  anzueignen, um danach in das Berufsleben des Landes einzutreten.
Alle näheren Einzelheiten sind aus dem Merkblatt „Schüler und Studenten“ ersichtlich, das vom  Palästina-Amt
Palästina-Amt
also:
Palamt
Das Palästina-Amt wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Abteilung der Jewish Agency for Palestine gegründet und bestand in zahlreichen Staaten. Das Palästina-Amt war die offizielle Vertretung der Zionistischen Weltorganisation in Jaffa. Zu den Aufgaben des Amts gehörten u. a. die Beschaffung von Visa sowie die Bereitstellung von Geldern für die Emigration. Außerdem bot das Palästina-Amt Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Sprachkurse in Hebräisch an. 1924 wurde das Palästina-Amt in Deutschland gegründet. 1941 wurde es zwangsweise geschlossen.
 herausgegeben worden ist und von ihm direkt oder von seinen Zweigstellen zu erhalten ist.
Die Editionsrichtlinien finden Sie hier.

Translations

Metadata

Info section