Martina Niedhammer vertritt seit April 2026 den Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach einem Studium der Geschichte und der Slavischen Philologie in München, St. Petersburg und Prag wurde sie 2012 an der LMU mit einer Gruppenbiographie des Prager jüdischen Großbürgertums im 19. Jahrhundert promoviert. Die Arbeit wurde 2013 mit dem Max-Weber-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet. 2025 erfolgte die Habilitation an der LMU mit einer Arbeit über Normierungsstrategien ‚kleiner‘ Sprachen in Europa. Von 2011 bis 2026 war Martina Niedhammer wissenschaftliche Mitarbeiterin am Collegium Carolinum, Forschungsinstitut für die Geschichte Tschechiens und der Slowakei. Assistenz- und Lehrtätigkeiten führten sie darüber hinaus an die LMU und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowie im Wintersemester 2023/24 als Gastprofessorin an das Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind jüdische Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas, Wissenschaftsgeschichte im Bereich von Philologie und Nationalismus sowie Verflechtung und Transfer zwischen Frankreich und dem östlichen Europa.
