Die Jüdische Gemeinde Breslau – 1925 die drittgrößte des Deutschen Reichs – war lange vergessen. Seit 1989 entwickelte sich im polnischen Wrocław neues Interesse an der lokalen Geschichte. Denkmale und ein Gedenkmarsch erinnern heute an die jüdischen Breslauerinnen und Breslauer der Vorkriegszeit.
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Viele deutsche Städten erinnern heute – jenseits von musealen Präsentationen in städtischen Institutionen – an konkreten Orten mitten in der Stadt an die Zeit des Nationalsozialismus: Nicht nur Denkmäler und Informationstafeln, sondern auch in der Stadt verteilte kleine messingfarbene „Stolpersteine“(1) nach dem Entwurf des Künstlers Gunter Demnig machen auf Gehwegen vor den letzten selbst gewählten Wohnungen auf die Geschichte der ehemaligen jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner aufmerksam, sie regen zum Nach- und Gedenken an. Solche städtischen Erinnerungslandschaften entstanden im Laufe vieler Jahrzehnte und zeugen von intensiver Auseinandersetzung mit der lokalen NS-Geschichte.
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Anders als in diesen Städten wurden die jüdischen Opfer aus der niederschlesischen Stadt 
Wrocław
deu. Breslau, lat. Wratislavia, lat. Vratislavia, ces. Vratislav

Wrocław (dt. Breslau) ist eine der größten Städte in Polen (Bevölkerungszahl 2022: 674.079). Sie liegt in der Woiwodschaft Niederschlesien im Südwesten des Landes.
Zunächst unter böhmischer, piastischer und zeitweise ungarischer Herrschaft übernahmen 1526 die Habsburger die schlesischen Erblande und damit auch Breslau. Einen weiteren Wendepunkt in der Geschichte der Stadt stellte die Besetzung Breslaus durch die preußischen Truppen 1741 und die anschließende Einverleibung eines Großteil Schlesiens in das Königreich Preußen dar.
Die rapide Bevölkerungszunahme und Industrialisierung führte zur sprunghaften Urbanisierung der Vorstädte und ihrer Eingemeindung, was mit der Schleifung der Stadtmauer Anfang des 19. Jahrhunderts einherging. Bereits 1840 wuchs Breslau mit 100.000 Einwohnern zur Großstadt heran. Am Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich das häufig noch mittelalterlich geprägte Stadtbild hin zur Großstadt wilhelminischer Prägung. Höhepunkt der Stadtentwicklung noch vor dem Ersten Weltkrieg war die Anlage des Ausstellungsparks als neuer Mittelpunkt der gewerblichen Zukunft Breslaus mit der Jahrhunderthalle von 1913, die seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
In den 1920er und 30er Jahren erfolgte die Eingemeindung von 36 Ortschaften und der Bau von Wohnsiedlungen am Stadtrand. Um der großen Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg zu begegnen, wurden auch Wohngenossenschaften mit Siedlungsbau beauftragt.
Noch 1944 zur Festung erklärt, wurde Breslau während der folgenden Kampfhandlungen in der ersten Hälfte 1945 nahezu vollständig zerstört. Der Wiederaufbau der nun Polnisch gewordenen Stadt dauerte bis in die 1960er Jahre.
Von der etwa 20.000 Personen zählender jüdischen Bevölkerung fanden sich nach dem Zweiten Weltkrieg nur 160 Personen in der Stadt wieder. 1945–1947 wurde die nach dem Kriegsende verbliebene bzw. zurückgekehrte - deutsche - Bevölkerung der Stadt zur Auswanderung größtenteils gezwungen, an ihre Stelle wurden Menschen aus dem Gebiet des polnischen Vorkriegsstaats angesiedelt, darunter aus den an die Sowjetunion verlorenen Gebiete.
Nach dem politischen Umbruch von 1989 erhob sich die Stadt zu neuer, beeindruckender Blüte. Der Transformationsprozess und seine raumwirksamen Folgen sorgten für einen rasanten Aufschwung Breslaus, unterstützt durch den Beitritt Polens zur Europäischen Union im Jahr 2004. Heute ist Breslau eine der am besten prosperierenden Städte Polens.

lange Zeit vollkommen vergessen, sowohl vor Ort im nach 1945 polnischen Wrocław als auch in Deutschland. Breslau hatte bis zum Zweiten Weltkrieg die drittgrößte jüdische Gemeinde (etwa 24.000 Mitglieder) des Deutschen Reichs nach den Metropolen Berlin und Frankfurt. Diese Breslauer Gemeinde wurde in der Shoah ausgelöscht – die Breslauer Jüdinnen und Juden wurden ebenso Opfer der nationalsozialistischen Politik der Judenvernichtung wie jüdische Menschen in München, Hamburg oder anderswo in Deutschland und Europa. Der komplette Bevölkerungsaustausch in der Nachkriegsstadt, der „Kalte Krieg“, die Ausblendung der deutschen Stadtgeschichte in Wrocław, das nun zur Volksrepublik Polen gehörte, die fehlende örtliche jüdische Bevölkerung, die für diese Erinnerung hätte eintreten können – all dies trug zum Vergessen bei.
1960er Jahre: Das erste Denkmal
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Die nach dem Zweiten Weltkrieg neu zuziehenden polnischen Juden, die aus vielen verschiedenen Regionen des Landes – u.a. auch aus den an die Sowjetunion verlorenen polnischen „Ostgebieten“ (poln. kresy) – stammten, betrachteten die letzten überlebenden deutschen Juden vor allem als Deutsche und deren Erfahrungen in der NS-Zeit als Teil der deutschen Geschichte. Ihr eigenes Erinnern galt den vernichteten polnischen Juden, etwa den Kämpfern des Warschauer Ghettoaufstands von 1943. Dieses Gedenken nahm 20 Jahre nach dem Krieg durch das Aufstellen eines Denkmals für die ‚Helden des Warschauer Ghettos‘ am gleichnamigen "Plac Bohaterów Getta" (Platz der Ghetto-Helden) Gestalt an. Mit diesem Platz wählte man allerdings einen für die Geschichte der lokalen Breslauer Juden wichtigen Ort: Hier, am früheren Judenplatz (auch Lassalle- und Karlsplatz genannt), hatten unweit der preußisch-königlichen Residenz und der Märkte im Stadtzentrum am Ring und Salzring viele jüdische Familien gewohnt, mehrere Synagogen, zahlreiche koschere Läden und jüdische soziale Einrichtungen bestanden. Hier lag auch das Geburtshaus von Ferdinand Lassalle (1825–1864), einem der bekanntesten Breslauer Juden, der auf dem Alten Jüdischen Friedhof an der Lohestraße (ul. Ślężna) bestattet ist. Der Gedenkstein für die Helden des Warschauer Ghettos wurde an der Stelle des Platzes aufgestellt, an der sich von 1732 bis 1893 die Zülzer Synagoge befand (benannt nach dem oberschlesischen Ort
Biała
deu. Zülz

Zülz (Biała) ist eine Kleinstadt in Südpolen, in der Woiwodschaft Opole, nahe der Grenze zur Tschechischen Republik. 2021 hatte sie 2.336 Einwohner:innen. Gegründet im 13. Jahrhundert, gehörte Biała im Laufe der Geschichte zu Polen, Österreich, Preußen und Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt unter ihrem ursprünglichen Namen (Biała) wiederhergestellt und kam zurück in polnischen Besitz.

, poln. Biała). In den 1970er Jahren musste er der neuen Ost-West-Trasse (heute ul. Kazimierza Wielkiego) Platz machen und wurde einige Meter Richtung Ring zurückgesetzt. Doch wer wusste 1963 bei der Einweihung des Denkmals noch von dieser jüdischen Geschichte des Platzes? Und wer weiß es heute? Trotz zahlreicher Publikationen zur jüdischen Geschichte der Stadt, die inzwischen erschienen sind, ist dieser Hintergrund vermutlich den wenigsten Breslauern bekannt, so dass der Gedenkstein nur indirekt auch eine Erinnerung an die Geschichte der Breslauer Juden vor dem Zweiten Weltkrieg darstellt.
Initiativen für eine neue Erinnerungslandschaft
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Eine neue städtische Gedenkkultur entwickelte sich in Wrocław erst nach 1989, als das Interesse an der lokalen Geschichte in all ihren – auch den nicht-polnischen – Facetten plötzlich Konjunktur hatte, jüdische und auch deutsche Einflüsse mit großem Interesse wahrgenommen wurden. Inspiriert durch die neue Aufmerksamkeit für die Geschichte der konkreten Straßen, Plätze und Gebäude der Stadt entstand Anfang der 1990er Jahre die Idee, das ehemalige jüdische Viertel rund um die Wall- (ul. Włodkowica), Antonien- (ul. Antoniego) und Reuschestraße (ul. Ruska) sowie den ehemaligen Karlsplatz als "Viertel der gegenseitigen Achtung" (poln. Dzielnica wzajemnego szacunku) zu etablieren und bekannt zu machen. In diesem in Breslau auch „Toleranz-Viertel“ genannten Quartier liegen vier Gotteshäusern in nächster Nähe beieinander: die evangelische ehemalige Hofkirche, die katholische Antoniuskirche, die orthodoxe Barbarakirche und die Synagoge Zum Weißen Storch. Mitglieder der vier Gemeinden begannen sich zu besuchen und auszutauschen, gemeinsam die jeweiligen Feiertage und Feste zu feiern, in einem Chor zu singen. Das Stadtmarketing entwickelte touristische Führungen, um das Viertel Besucherinnen und Besuchern näherzubringen und Wrocław als tolerante Stadt zu präsentieren. Anknüpfungspunkte gab es dafür bereits in der Vorkriegsgeschichte: In der Wallstraße trafen sich damals Vertreter des ökumenischen „Una Sancta“-Kreises um den katholischen Priester Hermann Hoffmann (1878–1972), u.a. auch mit dem jüdischen Historiker Willy Cohn (1888–1941).
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Einer der wichtigsten interreligiösen Akteure im „Viertel der gegenseitigen Achtung“ war Jerzy Kichler (geb. 1947), der 1985 nach Wrocław gekommen war. Er war zugleich eine der zentralen Persönlichkeiten des jüdischen Gemeindelebens der Stadt (1992–2006 Mitglied des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Breslau, 1999–2003 deren Vorsitzender) und engagierte sich erfolgreich für die Rettung der Synagoge Zum weißen Storch. Kichler ging auch auf die Suche nach den Spuren des Holocaust in Wrocław – ungeachtet der Tatsache, dass es dabei größtenteils (wenn auch nicht nur) um die Spuren der deutschen Breslauer Juden ging. Als bedeutenden Erinnerungsort identifizierte er den Innenhof des Gemeindekomplexes in der Wallstraße mit der Synagoge Zum Weißen Storch. An diesem zentralen jüdischen Versammlungsort hatten nicht nur die wichtigsten jüdischen Institutionen und Organisationen der Vorkriegsgemeinde ihren Sitz, hier mussten sich auf Anordnung der Nationalsozialisten Jüdinnen und Juden vor verschiedenen Deportationen einfinden und wurden von diesem Sammelpunkt zum Bahnhof gebracht. Für die Opfer der Deportationen konzipierte Kichler eine Gedenktafel, die am Gebäude der Gemeinde an einer der Seiten des Innenhofs neben der kleinen Alltagssynagoge angebracht und am 27. Januar 1999, dem Holocaust-Gedenktag, enthüllt wurde.
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Auch ein weiteres Denkmal geht auf seine Initiative zurück: Ein großer Gedenkstein, ebenfalls mit hebräischen, polnischen und deutschen Inschriften, wurde am 9. November 1998 zur Erinnerung an die ehemalige Neue Synagoge Am Anger (ul. Łąkowa) eingeweiht. Die einst zweitgrößte Synagoge in Deutschland symbolisierte die Bedeutung der Breslauer Jüdischen Gemeinde wie kein anderes Gebäude der Stadt. Sie wurde in der Pogromnacht 1938 zerstört.
Ein jährlicher Gedenkmarsch am 9. November
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Die beiden Gedenkorte an der Synagoge Zum weißen Storch in der Wallstraße und an der Stelle der ehemaligen Neuen Synagoge Am Anger wurden 1994 schließlich zum Start – und Zielpunkt eines Gedenkmarsches. Nach dem Muster des „Marsches auf Washington“ von 1963 hatte Kichler bereits 1983 in Krakau einen Marsch zur Erinnerung an die örtlichen Opfer des Holocaust organisiert. In Wrocław fand erstmals am 9. November 1994 der „Marsch der gegenseitigen Achtung" zwischen den beiden Denkmäler statt. Seitdem zieht jährlich eine wachsende Zahl von Menschen (2018 mehr als 500) am 9. November durch die abendlichen Straßen, aufmerksam wahrgenommen von der Öffentlichkeit und unter Beteiligung der jeweiligen Stadtpräsidenten. In die Route einbezogen werden mittlerweile auch weitere, oft kaum sichtbare Gedenkorte wie etwa der leere (heute zum Parken genutzte) Platz in der Wallstraße, an dem noch bis in die 1960er Jahre das Jüdisch-Theologische Seminar Fraenckel'scher Stiftung stand, das Studenten aus ganz Europa zu Rabbinern ausbildete (1854–1938) und bis heute weltweit für die Tradition des jüdischen Breslaus steht. Das Seminar wurde 1938 von den Nationalsozialisten zwangsweise geschlossen, seine Bibliotheksbestände in der Folge in alle Welt zerstreut. Die Rückführung eines Teils der verlorenen Schätze aus der Prager Nationalbibliothek – wertvolle Manuskripte der Leon Vital Saraval Collection – nach Wrocław und in den Besitz der Jüdischen Gemeinde gelang Jerzy Kichler 2004. Sie werden heute fachgerecht in der Universitätsbibliothek aufbewahrt. Jerzy Kichler ist es ein großes Anliegen, dass die heutige polnische Jüdische Gemeinde die Tradition der deutschen Breslauer Vorkriegsgemeinde nicht vergisst, sondern versucht, immer wieder Brücken zwischen den beiden jüdischen Gruppen über zeitliche, nationale und sprachliche Grenzen hinweg zu bauen.
Erhaltene jüdische Orte
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Eine sichtbare Brücke über die Zeiten stellen auch die zahlreichen Gebäude der jüdischen Vorkriegsgemeinde dar, die bis heute in der Stadt erhalten sind. Dazu zählen neben der heute restaurierten Synagoge Zum Weißen Storch mit einer Alltagssynagoge und Mikwe
Mikwe
Als Mikwe oder auch Ritualbad wird in jüdischen Kontexten ein Tauchbad bezeichnet, dessen fließendes Wasser der Erlangung ritueller Reinheit durch Untertauchen dient. In orthodoxen und konservativen Strömungen des Judentums ist der Besuch der Mikwe vorgeschrieben, nachdem eine verheiratete Frau ihre Menstruation hatte oder entbunden hat. Den ersten Besuch in der Mikwe absolviert die Frau meist am Vorabend des Hochzeitstages. Diese Gebote werden heute v.a. von orthodoxen Jüdinnen befolgt. Das Untertauchen in der Mikwe ist für eine Konversion zum Judentum der orthodoxen, konservativen und liberalen Richtung sowohl für Männer als auch für Frauen Bedingung. Auch Geschirr wird in einem gesonderten Becken der Mikwe gereinigt, bevor es in koscheren Haushalten verwendet wird.
 ebenfalls etliche andere Gebäude in der Wallstraße, aber auch das ehemalige Israelitische Krankenhaus, das ehemalige jüdische Waisenhaus in der Gräbschenerstrasse (ul. Grabiszyńska), die ehemalige Rehdiger-Schule am Rehdiger-Platz (pl. Pereca), der Alte und der Neue Jüdische Friedhof sowie einzelne Wohnhäuser, ehemalige Altenheime oder Stiftungshäuser. Manche von ihnen wurden von den Nationalsozialisten zwischen 1941 und 1945 auch als 'Judenhäuser' zur Konzentration der jüdischen Bevölkerung vor ihrer Deportation aus dem städtischen Raum benutzt.
Eine Gedenktafel für die Deportationsopfer
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Am Bahnhof Odertor (Dworzec Nadodrze) wurde auf Initiative der gebürtigen Breslauerin Rita Kratzenberg schließlich im Jahr 2018 eine Gedenktafel für die mehr als 7000 jüdischen Opfer eingeweiht, die aus Breslau deportiert wurden und in Kaunas, im Distrikt Lublin, in Auschwitz und Theresienstadt und weiteren Konzentrationslagern ermordet wurden. Der Bahnhof Odertor war Schauplatz der Judenverfolgung und -vernichtung mitten in der Stadt. Die Gedenktafel in polnischer, deutscher, englischer und hebräischer Sprache entstand in deutsch-polnischer Kooperation: Beteiligt waren die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Schlesische Museum zu 
Görlitz
pol. Zgorzelec

Görlitz ist eine Stadt im Bundesland Sachsen in Deutschland. Sie ist die östlichste Stadt in Deutschland und liegt gegenüber der polnischen Stadt Zgorzelec, die bis 1945 der östliche Teil von Görlitz war. Die Stadt hat etwa 56.000 Einwohner. Die Geschichte der Stadt begann im 11. Jahrhundert als sorbische Siedlung. Im Laufe ihrer Geschichte stand sie unter deutscher, tschechischer (böhmischer), polnischer und ungarischer Herrschaft. Von 1815 bis 1918 gehörte Görlitz zur Provinz Schlesien im Königreich Preußen, später zur Provinz Niederschlesien im Freistaat Preußen. Von 1949 bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 gehörte Görlitz zu Ostdeutschland.

, das Stadtmuseum Wrocław, die Stadt Wrocław sowie die Bente-Kahan-Stiftung. Die Initiative von Rita Kratzenberg hatte einen sehr persönlichen Hintergrund. Ihre Großeltern Bertha und Ludwig Neustadt wurden im Mai 1942 von diesem Bahnhof aus deportiert (in den Distrikt Lublin, wie man heute weiß). Ihre (mit ihr) schwangere Mutter musste am Bahnhof zusehen, wie ihre Schwiegereltern deportiert wurden, ohne ihnen irgendwie helfen zu können. Ihr Leben lang litt sie darunter. Ihre Erzählungen von den traumatischen Erlebnissen bewegten ihre jüngste Tochter Rita so sehr, dass sie sich für die Einrichtung einer Tafel zum Gedenken der Breslauer Deportationsopfer am Odertor-Bahnhof engagierte.
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Eine Brücke von der kleinen polnischen Nachkriegsgemeinde zu der einst großen und bedeutenden Vorkriegsgemeinde baut seit Jahren auch das Jüdische Bildungszentrum in der Wallstraße unter Leitung der Künstlerin Bente Kahan mit seinen Ausstellungen, Konzerten und Bildungsveranstaltungen. So werden heute in Wrocław wieder reale Anknüpfungspunkte an die jüdische Vorkriegsgeschichte der Stadt wahrgenommen und das Gedenken an die in der Shoah ermordeten Breslauer Jüdinnen und Juden weitergegeben.

Siehe auch