Wanderausstellung Adeliges Leben im Baltikum Prachtvolle Kronleuchter, stuckverzierte Decken und von Musik erfüllte Salons – war das adelige Leben im Baltikum tatsächlich so prunkvoll?
Ortsporträt Ascheraden Der Schwertbrüderorden gründete bereits 1209 eine Niederlassung in Ascheraden (lett. Aizkraukle) und errichtete dort vermutlich ab 1213 eine erste Ordensburg am rechten Ufer der Düna. Vermutlich wurde im 14. Jahrhundert eine zweite Burg errichtet, von der bis heute eine Ruine zeugt. 1229 wurde sie in der Schlacht von Ascheraden durch den Semgallenkönig Vesters erobert, später fiel sie zurück an die Ordensritter. Zwischen 1252 bis 1480 bestand hier eine Komturei des Deutschen Ordens, ab 1480 war sie bis zur Auflösung des Ordensstaates 1562 Sitz des Landmarschalls. Im ausgehenden 16. Jahrhundert wurde die Burg stark beschädigt und nicht mehr bewohnt.
Hintergrundartikel Auf dem Weg zum „neuen Ostland“ Das deutsche Kaiserreich hegte während des Ersten Weltkrieges weitreichende Expansionsvorhaben in Osteuropa. Vor allem das Baltikum wurde dazu bestimmt, als „neues Ostland“ zu einer deutschen Siedlungskolonie zu werden. Manches an diesen Plänen mutet wie ein Vorläufer nationalsozialistischer Eroberungspolitik an.
Publikationsprojekt Baltische Aufklärung Das Projekt rückt am Beispiel des historischen Baltikums (Estland, Livland, Kurland) die Ambivalenzen und Asymmetrien der Aufklärung in den Blick. In Kooperation mit der Universität Tartu und weiteren Partnern aus dem Baltikum und Deutschland werden drei Bände vorbereitet und damit in der...
Online-Publikation Das Archivale des Monats Zwischen 2007 und 2018 präsentierte die Dokumentsammlung des Marburger Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung (DSHI) monatlich ein besonders attraktives oder interessantes Archivale von allgemeiner historischer oder politischer Bedeutung sowie persönliche Dokumente oder...
Hintergrundartikel Das Baltikum – ein Prototyp für die Kolonialgeschichte im Allgemeinen? Der Mythos, Livland sei seit der Christianisierung im 13. Jahrhundert eine deutsche Kolonie gewesen, begann um 1900 den zeitgenössischen politischen Interessen zu dienen. Wie stellt sich dieser Mythos in kunsthistorischen Erzählungen dar?
Dauerausstellung Dauerausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums Ostpreußen: Ehemals östlichste deutsche Provinz, erstreckt es sich heute über Teile Polens, Russlands und Litauens. Das Ostpreußische Landesmuseum vermittelt in seiner familienfreundlichen Präsentation mit hochwertigen und aussagestarken Exponaten ein möglichst vollständiges Bild von...
Handbuchprojekt | Erschließungsprojekt Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in in den baltischen Ländern, Band 1: Estland / Eesti Das von Georg Dehio 1905 begründete „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler“ ist ein analoges Nachschlagewerk sowie Reisehandbuch, das in knapper Form Orts- und Stadtgeschichte vermittelt und die wichtigsten Fakten und Beschreibungen zu einer repräsentativen Auswahl von Bauwerken und ihrer...
Handbuchprojekt | Erschließungsprojekt Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in in den baltischen Ländern, Band 2: Lettland / Latvija Das von Georg Dehio 1905 begründete „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler“ ist ein analoges Nachschlagewerk sowie Reisehandbuch, das in knapper Form Orts- und Stadtgeschichte vermittelt und die wichtigsten Fakten und Beschreibungen zu einer repräsentativen Auswahl von Bauwerken und ihrer...
Dialoge des baltischen Adels in der Frühen Neuzeit Das nicht zuletzt von der Literatur beförderte Bild des baltischen Gutsherrn, der seine Bauern wie Sklaven behandelte, steht der Frage nach dem Gespräch des Adels mit Nicht-Adeligen deutlich im Weg. Geben die historischen Quellen ein anderes Bild?
Digitale Bibliothek des Digitalen Forums Mittel- und Osteuropa Das Digitale Forum Mittel und Osteuropa e.V. (DiFMOE) betreibt seit 2008 eine digitale, frei zugängliche Fachbibliothek mit historischen Dokumenten zum östlichen Europa. Mitte 2023 beinhaltete ihr Bestand bei den Periodika 254 Titel, darunter Zeitungen, Zeitschriften und Jahresperiodika...
Digitales Forum Mittel- und Osteuropa e.V. (DiFMOE) Das Digitale Forum Mittel und Osteuropa e. V. (DiFMOE) widmet sich der Recherche nach und der digitalen Erschließung von historischen Quellen aus dem östlichen Europa und betreibt zu deren Veröffentlichung eine digitale, frei zugängliche Onlinebibliothek.
Ortsporträt Doblen 1288 eroberte der Deutsche Orden einen Burgwall auf einem Hügel oberhalb des Flusses Behrse (lett. Berze) in Doblen (lett. Dobele) und begann ab 1335 unter Landmeister Eberhard von Monheim mit der Errichtung eines massiven Konventshauses, das in den Folgejahren bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts ausgebaut und um weitere Gebäude erweitert wurde. Gotthard Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen zwischen 1561 und 1587, bestimmte Doblen 1566 zu seiner Residenz und ließ die Konventsburg entsprechend ausbauen. Im Polnisch-Schwedischen Krieg wurde das Schloss 1659 verwüstet. Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert verlassen, zerfiel die Residenz zunehmend. 2018/2020 wurde im Südflügel der Kernburg ein Ausstellungs- und Tagungszentrum eingerichtet.
Ortsporträt Dünaburg Auf einem vorher von den Lettgallen beherrschten Burgberg entstand ab den 1270er Jahren eine Anlage des Livländischen Ordens unter Landmeister Ernst von Ratzeburg. Die Dünaburg war an der Südostgrenze Livlands entscheidend für den Schutz des Besitzes des Ordens vor litauischen Truppen und den russischen Fürstentümern. 1313 wurde die Burg bei Kampfhandlungen mit den Litauern zerstört und noch im gleichen Jahr wiederaufgebaut. Ab 1348 sind in Dünaburg Komture nachweisbar. In der Folgezeit widerstand die Anlage mehrfach litauischen und russischen Angriffen, verfällt aber in Folge von Zerstörungen im Livländischen Krieg (1558-1583). Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erfolgte der vollständige Abbruch, so dass heute keinerlei oberirdische Überreste mehr existieren.
Ortsporträt Dünamünde Der Deutsche Orden kaufte 1305 das zwischen 1202 und 1208 gegründete Zisterzienserkloster und baute es zu einer Konventsburg aus. Durch seine Lage an der rechten Dünamündung in die Ostsee war die Komturei strategisch gut gelegen, um die Macht des Ordens gegenüber Riga zu betonen. Die Burg war bereits im 17. Jahrhundert eine Ruine, deren Steine 1680 zur Errichtung einer neuen Festung am linken Dünaufer verwendet wurden.
Editionsprojekt Edition der livländischen Selbstschutzberichte 1905/1906 Während der Zeit der ersten revolutionären Unruhen im Russländischen Reich, kam es 1905-1906 auch in der russländischen Ostseeprovinz Livland zu Ausschreitungen und gewaltsamen Angriffen. Eines der Hauptziele waren dabei die deutschbaltischen Großgrundbesitzungen. Um sich den revolutionären...
Ortsporträt Fellin Fellin war einer der wichtigsten Konventssitze des Deutschen Ordens, die auf einer Anhöhe oberhalb des Felliner Sees errichtet wurde. Die Burg entstand anstelle einer estnischen Vorgängeranlage, die zwischen 1211 und 1223 vom Schwertbrüderorden erobert wurde. Er erbaute hier eine erste steinerne Befestigung. Der deutsche Orden nutzte Fellin als Komturei; erstmals erwähnt findet sich ein Komtur in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Die vierflügelige Konventsburg wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts angelegt, die später durch zusätzliche Flügelbauten erweitert wurde. Fellin war im Mittelalter Finanzsitz des Deutschen Ordens in Livland, der hier seine Hauptkasse verwahrte, und wurde deshalb stark ausgebaut. Auch nach Ende der Deutschordenszeit diente die Burg militärischen Zwecken, die mehrfach belagert und schließlich während des Großen Nordischen Kriegs zu Beginn des 18. Jahrhunderts zerstört wurde. Reste der Anlage sind heute noch in Fellin zu sehen.
Hintergrundartikel Flirten auf dem Eis Bis zum 19. Jahrhundert entwickelte sich das Eislaufen zu einer Modebeschäftigung der höheren Bevölkerungsschichten. Die Schlittschuhbahn wurde Bestandteil des öffentlichen Raumes. An ihr lassen sich soziale Hierarchien, moralische Werte und Vorstellungen von Geschlecht ablesen. Auch im Baltikum nahm das Schlittschuhfahren einen festen Bestandteil im Leben der deutschen Bevölkerungsgruppe ein, wie zahlreiche Lebenserinnerungen belegen. Doch warum spielte es in der Zeit des Erwachsenwerdens eine solche Rolle, dass es schriftlich festgehalten wurde?
Biografisches Porträt Gattin fort, Geld sowieso Eine wichtige Station für den jungen Richard Wagner ist Ende der 1830er Jahre Riga. Allerdings sind es keine künstlerischen Gründe, die den aufstrebenden Komponisten in den Nordosten Europas führen.
Bestand Gesamtbestand der Forschungsmaterialien des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft Das Marburger Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft verfügt über umfangreiche und überaus vielfältige Bestände zur Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas. Sie sind aufgeteilt auf eine Bibliothek mit Musik- und Pressesammlung, auf ein...